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Francesco Petrarca. © ÖNB, Bildarchiv


Werke des Humanisten Petrarca in der UB. © S. Neffe


Ausstellung zu Francesco Petrarca an der UB
Kultur, UB
Redaktion am  9. September 2004

Die Universitätsbibliothek präsentiert in ihrem Foyer von 15. September bis 30. Oktober 2004 eine Ausstellung zum 700. Geburtstag des großen Humanisten und italienischen Dichters Francesco Petrarca.

Francesco Petrarca (1304-1374), bedeutender Humanist, Dichter und Philosoph aus Italien. Die Universitätsbibliothek Wien bietet nun anlässlich seines 700. Geburtstages anhand ihrer Bestände einen Einblick in das vielseitige Werk des wohl einflussreichsten europäischen Intellektuellen des 14. Jahrhunderts. Der Ruhm Petrarcas basierte nicht nur auf seinem lyrischen Werk, wie die weltberühmten Gedichte des "Canzoniere", sondern auch auf seinem politischen, philosophischen und gesellschaftskritischen Engagement in einer Zeit der Wende. "Die Ausstellung über Petrarca will nicht nur das Allroundgenie, seinen Aufbruchsgeist vom Mittelalter in die Neuzeit in den Mittelpunkt rücken, sondern auch einen kulturhistorischen Eindruck geben in die Zeit des 14. Jahrhunderts ? das Jahrhundert, in dem die Universität Wien gegründet wurde", schlägt Dr. Sieghard Neffe von der Universitätsbibliothek, der die Ausstellung konzipiert hat, die Brücke in die Gegenwart. Francesco Petrarca Petrarca gilt als einer der bedeutendsten Lyriker der italienischen Literatur. Seine Bemühungen um die Wiedereinführung des klassischen Lateins (gemeinsam mit dem Dichter Giovanni Boccaccio) brachten ihm den Ruf des ersten großen Humanisten. Doch er schrieb nicht mehr nur ausschließlich in Latein, wie im Mittelalter üblich, sondern auch in der italienischen Volkssprache und spielte somit eine große Rolle in der Entwicklung des umgangssprachlichen Italienisch zur literarischen Sprache. Der 1304 in Arezzo geborene Petrarca studierte zunächst Rechtswissenschaft, ehe er um 1326 in den Dienst der Kirche eintrat. Zu seinen wichtigsten Werken gehören u.a. ein Heldenepos über den römischen Eroberer Scipio Africanus d.Ä. und eine Sammlung von Biographien berühmter Männer, die in der Geschichte Roms eine entscheidende Rolle spielten. Petrarca hinterließ außerdem eine umfassende Briefesammlung, die aufgrund von historischen und biographischen Angaben von großer Bedeutung ist. Berühmt ist der Dichter für die Sammlung italienischer Gedichte "Canzoniere", die fast ausschließlich seine unerwiderte Leidenschaft zu "Laura" (wahrscheinlich Laura de Noves) zum Inhalt haben ? bei der Ausstellungseröffnung wird Lotte Ingrisch daraus vorlesen. (mh) Programm Eröffnung Mittwoch, 15. September 2004, 18 Uhr Großer Lesesaal der UB Begrüßung: HR Mag. Maria Seissl (prov. Leiterin Bibliotheks- und Archivwesen) Vortrag "Leben und Werk von Francesco Petrarca" (Univ.-Prof. Dr. Alfred Noe, Institut für Romanistik) Lesung aus dem "Canzoniere" (Lotte Ingrisch) Anschließend Sonderführung durch die Ausstellung und Besichtigung von wertvollen Originalbänden (Mag. Ingrid Kiesler und HR Dr. Sieghard Neffe). ?Letzter Troubadour und Leitgestalt der modernen europäischen Kultur? Ausstellung zum 700. Geburtstag von Francesco Petrarca (1304-1374) Foyer der Hauptbibliothek der Universität Wien 15. Sept. bis 30. Okt. 2004 Mo bis Fr 9 - 19.45 Uhr, Sa 9 - 12.45 Uhr Ausführliche Informationen zur Ausstellung (pdf)

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