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Kinderuni-ReporterInnen Erich und Laura ...


... erfuhren einiges darüber, woher unsere Frühstücksgetränke - Kakao, Tee, Kaffee - kommen.


Sabine Alena unternahm mit ihnen eine Reise in die Erzeugerländer dieser Genussmittel, z.B. nach Brasilien.


Viele Menschen in Brasilien sind arm und können sich die Luxusgüter Kakao oder Kaffee nicht leisten; der Großteil der angebauten Ware wird nach Europa verkauft.


Fotos: Theresa Dirtl


Brasilianisch naschen auf der Kinderuni
KinderuniWien 2007, Service
Kinderuni-ReporterInnen Laura Palmetzhofer und Erich Kieslinger am 18. Juli 2007

Am Mittwoch, 18. Juli 2007 nahm ein Haufen Kinder am Workshop "Was essen Kinder in Brasilien zum Frühstück?" mit der Ernährungswissenschaftlerin Sabine Alena teil. Was isst man in Österreich denn so zum Frühstück? Wahrscheinlich ein Marmeladebrot mit einer Tasse Kakao. Könnt ihr euch vorstellen, jeden Tag das Gleiche zu essen, nämlich Reis mit schwarzen Bohnen? Wohl kaum. Die Kinder in Brasilien kennen nichts anderes, obwohl Kaffee- und Kakaopflanzen in Brasilien angebaut werden.

Im fruchtbaren Gebiet am Amazonas werden hauptsächlich Kaffee, Kakao und Zuckerrohr angepflanzt. Trotzdem haben viele Brasilianer noch nie davon gekostet. Das liegt daran, dass diese Produkte in diesem Land Luxusgüter sind, die sich nur die wenigen Reichen leisten können. Die meisten Produkte werden ins Ausland geliefert, auch zu uns nach Österreich, wo sie alltägliche Genussmittel sind.

Arznei- und Genussmittel Kaffee stammt ursprünglich aus Äthiopien und wurde durch Feldzüge nach Europa gebracht. Es war zunächst ein Arzneimittel, hat sich aber im Laufe der Zeit zum Genussmittel entwickelt. Der wichtigste Wirkstoff im Kaffee ist das Koffein, welches viele Leute brauchen, um morgens wach zu werden. Kaffee ist aber nicht nur für den einzelnen Menschen wichtig, nein, es ist auch von großer wirtschaftlicher Bedeutung: Nach dem Erdöl ist Kaffee die wichtigste Handelsware weltweit. 70 Staaten leben vom Handel mit Kaffeebohnen.

"Götterspeise" Der Kakao hieß ursprünglich bei den Mayas und Azteken "Xocoatl".1838 wurde er vom Schweizer Botaniker Carl von Linné Theobroma cacao, Götterspeise, genannt. Kakao wurde von den Königen und Reichen getrunken, allerdings mit Pfeffer und Chili gewürzt. Die Kakaobohnen waren sehr wertvoll und wurden als Zahlungsmittel eingesetzt. Zum Beispiel konnte man für 100 Bohnen einen Sklaven kaufen.

Kakao und Chili Bei den Kindern ist Kakao in Form von Schokolade sehr beliebt. Auch bei den Schweizern, die den Schokoladerekord halten: Jeder Schweizer, jede Schweizerin isst zwölf Kilogramm Schokolade pro Jahr!
Wir konnten im Workshop verschiedene Sorten ausprobieren und den Kakaogehalt erraten. Außerdem wurden noch unterschiedliche Zucker- und Kakaosorten verkostet. Die Verkostung hat jedem Spaß gemacht, nur der Kakao mit Chili hat nicht jeden Geschmack getroffen. Laura Palmetzhofer (13) geht im Gymnasium in Wieselburg zur Schule, Erich Kieslinger (10) besucht das Wiedner Gymnasium GRG4.

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