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Sammlung von Gips- abgüssen am Institut für Klassische Archäologie.


Indische Handschrift an der FB für Südasien-, Tibet- und Buddhismuskunde.


Der Stiftbrief der Univer- sität Wien (12.3.1365) wird im Universitätsarchiv aufbewahrt.


Dias, Pflanzen, Münzen: Sammlungen an der Universität Wien
Sammlungen an der Universität Wien
Redaktion am 10. August 2005

"DieUniversitaet.at" stellt in einer Serie bedeutende Sammlungen an Instituten der Universität Wien vor. Viele Sammlungen sind unerlässliche Hilfsmittel für Studium und Lehre, etwa Tierpräparate, die im Rahmen des Biologiestudiums zum Einsatz kommen.

Die Vielfalt der Universität Wien in ihren Studien- und Forschungsrichtungen spiegelt sich auch in ihren Sammlungen wieder. Viele Institute verfügen über umfangreiche und international bedeutende Archive, Sammlungen und Nachlässe, die in Forschung, Studium und Lehre Verwendung finden. Die Bandbreite reicht dabei von außereuropäischen Musikinstrumenten über lebensgeschichtliche Aufzeichnungen bis hin zu Videokassetten und Dias, Münz- und Medaillensammlungen oder einer Sammlung von Arzneimitteln. Die verschiedenen Sammlungen machen auch einen Teil des Anlagevermögens der Universität Wien aus: Laut Eröffnungsbilanz 2004 sind sie rund 18,2 Millionen Euro wert ? freilich wird man sie, ebenso wie die Bestände der UB, nicht veräußern. Am Anfang war die Truhe Den Grundstein für Sammlungen an der Universität Wien legte die 1388 angeschaffte archa universitatis, eine eisenbewehrte Archivtruhe, in der die rechtssichernden Urkunden, Matrikel, Geschäftsbücher sowie die Universitätssiegel aufbewahrt wurden. Im 16. Jahrhundert wurde dann das Archivum Universitatis zur Verwaltung der rechtlich und historisch relevanten Dokumente eingerichtet. Wenn man an Sammlungen an der Universität Wien denkt, so ist als erster Ort des Sammelns, Aufbewahrens und Erschließens das seit 1875 öffentlich zugängliche Archiv der Universität Wien zu nennen. Universitätsarchiv Im Archiv ? stets das "Gedächtnis und Gewissen" einer Institution ? werden unter anderem Stiftbriefe, päpstliche Bestätigungsbullen, Statuten, Bestände des Rektorats, des Senats, der Nationen, der Studentenbursen, Stiftungen und Fakultäten sowie die Matrikelbände, in der Studierende und Lehrende seit 1377 erfasst sind, aufbewahrt. Neben den Aktenbeständen der Universitätseinrichtungen und einer rund 90.000 Bände umfassenden Bibliothek zur Universitäts- und Bildungsgeschichte legte das Archiv auch gezielt Sammlungen zur Unterstützung der universitäts- und wissenschaftsgeschichtlichen Forschung an, darunter Urkunden, Bilder/Fotos, Autographen, Gemälde, Medaillen, Pläne, Siegeln und Stempeln. Nachlässe Rund 80 Forscher- und Professorennachlässe, zum Beispiel von Theodor von Sickel oder Richard Wettstein, und zahlreiche Nachlassfragmente werden vom Archiv der Universität Wien betreut. Nachlässe von Forscher(inne)n finden sich auch an einigen Instituten, zum Beispiel wurde der Nachlass von Paul F. Lazarsfeld vom Institut für Soziologie erworben, der die Grundlage des Lazarsfeld-Archivs an selbigem Institut bildet. Am Institut für Kunstgeschichte befindet sich die Otto-Pächt-Bibliotheksstiftung, die unter anderem Notizhefte, Vorstudien, Exzerpte und Briefe von und an den Kunsthistoriker Otto Pächt (1902–988) enthält. Das Department für Anthropologie beherbergt eine Sammlung über den Anthropologen und Afrika-Reisenden Rudolf Pöch (1870–921). Frauenbriefe und Gipsabgüsse Einige Sammlungen wurden in den letzten Jahren bereits in "Die Universitaet.at" vorgestellt: etwa das Dokumentationsarchiv lebensgeschichtlicher Aufzeichnungen am Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte, die Sammlung Frauennachlässe am Institut für Geschichte, die Gipsabguss-, Lykien- und Stelensammlung des Instituts für Klassische Archäologie oder das Luftbildarchiv des Instituts für Ur- und Frühgeschichte. Bücher, Handschriften und Inkunabeln Wertvolle alte Bücher und Handschriften gibt es an vielen Instituten bzw. Fachbereichsbibliotheken: Inkunabeln und von Hand aquarellierte Pflanzentafeln in der Fachbereichsbibliothek (FB) Pharmazie und Ernährungswissenschaft beispielsweise oder eine Sammlung von 220 wertvollen indischen Handschriften an der FB für Südasien-, Tibet- und Buddhismuskunde, die sich seit Ende des 19. Jahrhunderts im Besitz der Universität Wien befinden. Auch an der Universitätsbibliothek werden zehntausende Werke an Altbestand aus dem 15. bis 19. Jahrhundert aufbewahrt. Fotos und Gemälde Neben Foto- und Diasammlungen an einzelnen Instituten besitzt die Universität Wien eine Gemäldesammlung, die im Wesentlichen aus der im 17. Jahrhundert beginnenden Rektorengalerie und aus Professorenporträts besteht und vom Universitätsarchiv dokumentiert und verwaltet wird. Serie: Tiere, Pflanzen, Münzen Kriterien für die Auswahl der Sammlungen, die nun im Rahmen dieser Serie näher vorgestellt werden, sind vor allem eine gewisse Größe, ihre Bedeutung sowie die Zugänglichkeit für Forschung und/oder Lehre. Vorerst stellt die Redaktion folgende Bereiche vor: numismatische Sammlungen (Institut für Numismatik und Archiv der Universität Wien), zoologische Sammlungen (Department für Theoretische Biologie, Department für Naturschutzbiologie, Vegetations- und Landschaftsökologie, Institut für Paläontologie), das Herbarium an der Universität Wien (Department für Botanische Systematik und Evolutionsforschung), die Studiensammlung des Instituts für Ur- und Frühgeschichte, die Sammlung von rund 250.000 Dias des Instituts für Kunstgeschichte und das räumlich ebenfalls auf der Kunstgeschichte angesiedelte Western Himalaya Archive Vienna (WHAV). An der Universität wird auch Musik gehört und werden Videos geschaut ? selbstverständlich zu wissenschaftlichen Zwecken! Verschiedene Institute, etwa die Publizistik, die Musikwissenschaft oder die Theater-, Film- und Medienwissenschaft, besitzen eine Sammlung an Video- und Audiokassetten, Schallplatten und CDs. Als laufende Serie soll diese "Sammlung über die Sammlungen" ständig ergänzt werden. (mh)  

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