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Foto: Roland Dreger/ Universität Wien


Raum- und Ressourcenmanagement  
Dieter Spadt: Eine kontinuierliche Karriere
Köpfe & Karriere, DLE-LeiterInnen
Dieter N. Unrath (Redaktion) am 29. Juni 2004

Am 1. Jänner 2004 wurde der 41-jährige Jurist Mag. Dieter Spadt mit der provisorischen Leitung der Dienstleistungseinrichtung (DLE) Raum- und Ressourcenmanagement betraut. Die DLE gliedert sich in die drei Abteilungen Arbeitnehmerinnen- und Arbeitnehmerschutz, Gebäude, Technik und Sicherheit sowie Ressourcenmanagement und hat 92 MitarbeiterInnen.

Dieter Spadt - gebürtiger Tiroler und aufgewachsen im Burgenland - begann nach seinem Jusstudium 1995 in der Rechtsabteilung der Universität Wien zu arbeiten. ?Nach meinem Studium und dem Gerichtsjahr habe ich begonnen, mich bei verschiedenen Stellen zu bewerben und war recht erstaunt, dass die Universität Wien auch eine Rechtsabteilung hat?, schildert Mag. Spadt seinen Weg an die Alma Mater Rudolphina. Nach einigen Jahren als juristischer Referent in der Rechts- und Organisationsabteilung wurde er Anfang 2004 zum provisorischen Leiter der Dienstleistungseinrichtung ernannt. Für ihn stand schon als Student fest, dass er sich mit Liegenschaftsrecht auseinandersetzen wolle, deshalb ist die Ernennung zum Leiter dieser DLE eine glückliche Fügung: ?Das war für mich eine unerwartete und erfreuliche Sache.? ?Ein Offizier und ein Verkäufer? Berufliche Erfahrungen konnte er schon während seines Studiums erlangen, so z.B. im Anzeigenverkauf: ?Das ist ein Bereich, in dem man sich gut präsentieren und sich sein Einkommen schwer erarbeiten muss. Das war für mich eine wichtige Erfahrung, bei der ich gelernt habe, Verhandlungen zu führen. Heute profitiere ich davon?, erklärt Dieter Spadt. Gut für die berufliche Karriere war auch seine Ausbildung zum Reserveoffizier des österreichischen Bundesheeres, wie Spadt meint. Umfassende Aufgabenbereiche Die Aufgaben der Dienstleistungseinrichtung sind vielfältig: Die Abteilung Gebäude, Technik und Sicherheit kümmert sich z.B. um die mieterseitigen baulichen Adaptierungen und um die Reparatur und Wartung von technischen Anlagen wie z.B. Aufzügen, Heizungen, Klima- und Lüftungsanlagen. Die Abteilung Ressourcenmanagement ist primär für den Versorgungsbereich zuständig, d.h. für die Bezahlung der laufenden Rechnungen für Energie-, Miet- und Betriebskosten und das Beschaffungswesen. Daneben gibt es noch andere Bereiche, die von dieser Abteilung betreut werden wie z.B. den Postdienst, die Hausdruckerei und die Vergabe von Räumen an Dritte. Die Abteilung Arbeitnehmerinnen- und Arbeitnehmerschutz nimmt Aufgaben des technischen Arbeitnehmerschutzes wahr. Dabei geht es primär um die Erfüllung der Anforderungen an Arbeitstätten nach dem ArbeitnehmerInnenschutzgesetz und der Arbeitsstättenverordnung, die mehr oder weniger technische Spezifikationen vorsieht. Der sonstige Arbeitnehmerschutz, wie z.B. das Arbeitszeit- und Arbeitsruhegesetz, wird von der DLE Personalwesen und Frauenförderung wahrgenommen, so der Jurist, der seit 1987 verheiratet ist. ?Wir sind jene Dienstleistungseinrichtung, die ganz wesentlich zur Aufrechterhaltung des Betriebes der Universität beiträgt. Zu diesem Zweck sind dem Raum- und Ressourcenmanagement auch erhebliche finanzielle Mittel, und zwar ca. 31 % des Gesamtbudgets der Universität, zugewiesen?, erklärt Spadt. Weniger ist mehr In Kürze werden von der Dienstleistungseinrichtung wichtige Vorhaben in Angriff genommen. Noch im Laufe dieses Jahres wird mit der Sanierung der Aula des Hauptgebäudes begonnen werden. Weiters stehen im Rahmen der laufenden Organisationsreform Raumfragen zur Entscheidung an, deren Umsetzung aufgrund des bestehenden Zeitdrucks eine große Herausforderung für die Dienstleistungseinrichtung darstellen wird. Außerdem sollen weitere Schritte zur Standortkonzentration gesetzt werden. Von den derzeit über 70 Standorten der Universität Wien sollen unattraktive Standorte mittelfristig aufgegeben werden und gleichzeitig fachnahe Einrichtungen räumlich zusammengeführt werden. Dadurch können einerseits wissenschaftliche Synergieeffekte verstärkt und andererseits die Infrastrukturkosten optimiert werden. Ein weiterer, nicht zu unterschätzender Vorteil für viele Studierende und Lehrende der Universität ist die damit verbundene Zeitersparnis durch den Entfall aufwändiger Wegzeiten zwischen verschiedenen, entfernten Universitätsstandorten. Für die Realisierung dieser Ziele ist eine vorausschauende Planung unter Einbindung der betroffenen NutzerInnen sowie die laufende Beobachtung des Immobilienmarktes besonders wichtig. In diesem Zusammenhang verweist Spadt auf die seit kurzer Zeit laufenden Verhandlungen mit der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) über eine mögliche Anmietung des Gebäudes des ehemaligen Handelsgerichts in der Riemergasse durch die Universität Wien. (du)  

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