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Mehr zum Doktoratskolleg "Wissenschaftskolleg computergestützte theoretische Materialforschung" (18. Jänner 2006)
Mehr zur Software VASP: "Wissenschaftliche Software VASP findet weltweit Verbreitung" (13. April 2006)
Doktoratskolleg "Computational Materials Science" bis 2011 verlängert
Doktoratsprogramme, Forschungsprojekte, Studium/Lehre
Redaktion am 16. April 2008

Seit nunmehr zehn Jahren läuft das vom Wissenschaftsfonds FWF geförderte Doktoratskolleg "Computational Materials Science". Durch die erfolgreiche Arbeit des Kollegs ist Wien zu einem der international führenden Zentren in der theoretischen und computergestützten Materialforschung geworden. Nun wurde die Finanzierung der Arbeiten der (Nachwuchs-)WissenschafterInnen für weitere drei Jahre bis 2011 sichergestellt.

1998 gegründet und derzeit von Wissenschaftern der Fakultäten für Physik und Chemie an der Universität Wien in Kooperation mit Kollegen der Technischen Universität Wien getragen, beschäftigt sich das vom FWF geförderte Doktoratskolleg "Computational Materials Science" (CMS) mit Materialwissenschaften im weitesten Sinn. Geleitet wird das Kolleg von O. Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. Jürgen Hafner von der Fakultät für Physik.

Grundlage für die kürzliche Verlängerung der Förderung durch den FWF war die - nun bereits zum vierten Mal durchgeführte - Evaluation der Forschungsergebnisse durch eine internationale Kommission, bestehend aus fünf führenden Wissenschaftern auf dem Gebiet der theoretischen und computergestützten Materialforschung.

35 AbsolventInnen, 250 Publikationen

Seit der Gründung des Kollegs haben 35 StudentInnen erfolgreich ihre Doktoratsstudien absolviert, alle AbsolventInnen sind derzeit erfolgreich an in- und ausländischen Universitäten oder in der Wirtschaft tätig. Die StudentInnen des Doktoratskollegs haben bisher mehr als 250 Publikationen in internationalen Fachzeitschriften veröffentlicht.

VASP und WIEN2k

International ist das Doktoratskolleg durch die Entwicklung zur quantenmechanischen Berechnung von Materialeigenschaften und die Simulation komplexer Prozesse in Materialien bekannt. Die Software-Pakete "VASP" (Vienna ab-initio simulation package) und "WIEN2k" werden jedes in etwa 1.000 Forschungsgruppen in Universitäten und in der Industrie verwendet. Dazu kommen noch die Entwicklung statistisch-mechanischer Methoden zur Beschreibung nanostrukturierter Systeme. Die Bedeutung der Arbeiten des Kollegs lässt sich auch an der Zahl der Zitierungen in der Literatur ablesen: Diese Arbeiten wurden im Jahr 2007 rund 6.000 Mal zitiert. (red)

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