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eLearning-Plattform für Lehrende und Studierende
eLearning
Gastbeitrag Projektzentrum Lehrentwicklung am 13. Mai 2004

Mit dem Strategieprojekt ?Neue Medien in der Lehre? unter der Leitung von Vizerektor Arthur Mettinger (Vizerektorat Lehre und Internationales) hat sich die Universität Wien entschlossen, in einen Prozess der nachhaltigen Integration von eLearning in die Lehre einzusteigen. Im Rahmen dieses Prozesses stellt die Universität Wien ab Wintersemester 2004/05 allen Lehrenden und Studierenden eine eLearning-Plattform (WebCT Vista) mit begleitendem didaktisch-technischen Support bereit.

Hiermit wird versucht, unter Wahrung der didaktischen Autonomie der Lehrenden und auf freiwilliger Basis, zukunftsweisenden und internationalen Trends im Bereich des eLearning Rechnung zu tragen.
Die Einführung von eLearning im Sinn von Blended Learning (Kombination von Präsenz- und Online-Phasen) im Rahmen des Strategieprojekts zielt darauf ab, die didaktischen Gestaltungsmöglichkeiten der Neuen Medien für die Lehr-/Lernkultur an der Universität Wien nutzbar zu machen. Blended Learning wird ein hohes Potenzial für eine schrittweise und nachhaltige Erneuerung der Lehre zugeschrieben. Lehrenden mit unterschiedlichem Erfahrungsstand und Zielsetzungen werden vielfache didaktisch begründete Gestaltungsoptionen bei den Prozessen der Wissensvermittlung und Wissensgenerierung eröffnet.

Neue Anforderungen, neue Kompetenzen

Das Gelingen des anspruchsvollen Vorhabens der breiten Verankerung von Blended Learning hängt entscheidend von der Bereitschaft der Lehrenden und Studierenden ab, sich den damit verbundenen neuen technischen, didaktischen und inhaltlichen Herausforderungen zu stellen, Lehr- und Lernmodelle kritisch zu überdenken, eigene Erfahrungen, Ideen und Konzepte einzubringen sowie neue Kompetenzen zu erwerben.

Der Anspruch, hochwertige Lehrmaterialien sowie angemessene Kommunikations- und Interaktionsstrukturen in die Lehre zu integrieren und mit bewährten traditionellen Formen der Wissensvermittlung zu verknüpfen, verlangt eine kontinuierliche Auseinandersetzung mit den Potenzialen und Grenzen von eLearning durch alle Beteiligten. Wichtig für die Weiterentwicklung der Lehre ist die kontinuierliche kritische Analyse des praktischen Einsatzes von eLearning und ebenso wie weiterführende Forschung.

Funktionen & Funktionsbereiche der Plattform

Die Entscheidung fiel auf WebCT Vista aufgrund der günstigen Voraussetzungen, die diese Plattform für eine zentrale Implementierung an einer großen Universität mit sich bringt. Die Plattform verfügt über einen breiten Funktionsumfang. Dazu gehören zum einen die klassischen Funktionalitäten eines Lernmanagementsystems, wie Verwaltung von Usern und Kursen, Möglichkeiten zur Erstellung von Inhalten über integrierte Tools, asynchrone und synchrone Kommunikation und zum anderen Funktionalitäten, die zukunftsweisende Entwicklungen wie etwa Instituts-/Gruppen-übergreifende Kooperationen, zentrale Contentpflege oder den Transfer ganzer Kurse in andere Systeme unterstützen. Darüber hinaus zeichnet sich WebCT Vista durch flexible Konfigurationsmöglichkeiten, hohe Skalierbarkeit, eine intuitive Benutzerführung und der Möglichkeit zu individuellem Layout (Branding) aus.

Die Plattform besteht aus folgenden Funktionsbereichen:

  • Erstellung und Präsentation von Inhalten (Text, Grafik, Bild, Ton, Film),
  • Werkzeuge zur synchronen und asynchronen Kommunikation (eMail, Webforen, Chat, Applicationsharing, Whiteboard),
  • Werkzeuge zur Erstellung von Aufgaben und übungen,
  • Evaluations- und Bewertungshilfen (Tests, Quizzes, Reporting),
  • Administration (User, Kurse, Termine),
  • Möglichkeiten zur zentralen Verwaltung von Inhalten und Templates (Vorlagen zum Design von Lehrveranstaltungen).

Vorteile für Lehrende

Mit der Bereitstellung einer zentralen eLearning-Plattform als technischer Infrastruktur mit begleitendem didaktisch-technischem Support erhalten Lehrende u.a. die Möglichkeit

  • zur Bereitstellung von Lehrmaterialien,
  • zur Unterstützung in der Umsetzung verschiedener Lehr- / Lernkonzepte,
  • zum Auf- und Ausbau von multimedialen, mediendidaktischen und -kreativen Kompetenzen,
  • zur interdisziplinären sowie nationalen und internationalen Vernetzung der Lehre,
  • zur variablen Gestaltung der Kommunikation mit den Studierenden,
  • zur Unterstützung von gruppenorientierten Lernprozessen,
  • zum Reputationsgewinn durch die Entwicklung von anspruchsvollen Lehrszenarien,
  • zur Entlastung in administrativen Aufgaben (Unterstützung durch elektronische Administration und Services).

Vorteile für Studierende

Die Plattform bzw. die damit beförderten Lehr- Lernkonzepte bieten Studierenden viele Vorteile. Sie erleichtern den Zugang zum universitären Bildungssystem und begünstigen insbesondere Studierende mit erhöhtem Bedarf an örtlicher und zeitlicher Flexibilisierung (berufstätige Studierende, Studierende mit Familie). Mit der eLearning-Integration ergeben sich als Vorteile u.a.

  • größere Transparenz des Lehrangebotes,
  • Online-Zugang zu Lehrinhalten,
  • Online-Betreuung durch LehrveranstaltungsleiterInnen,
  • Online-Kommunikation mit Mitstudierenden,
  • Erwerb von metafachlichen Kompetenzen wie Studienkompetenz, Team- und Medienkompetenz durch angeleitetes Selbststudium, peer-to-peer-Lernprozesse, team- und problembasierte Lernszenarien,
  • Leistungsverbesserung durch selbstgesteuertes Lernen,
  • Ermöglichung des Einstiegs in anspruchsvolle, meist Bologna-Prozess-konforme Magisterstudiengänge und damit Teilhabe am europäischen Hochschulraum,
  • Vereinfachung bei der Anmeldung zu einer Lehrveranstaltung.

Lesen Sie hier die Fortsetzung des Artikels. (pdf)

Projektzentrum Lehrentwicklung .

Präsentationstermine der ePlattform WebCT Vista


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