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eLearning und soziale Kompetenz: Gegensatz oder Ergänzung? |
| eLearning |
| Eszter Bokor (Redaktion) am 31. März 2004 |
Am Institut für Informatik und Wirtschaftsinformatik werden unter der Leitung von ao. Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. Renate Motschnig eLearning-Konzepte entwickelt, umgesetzt und evaluiert, die nicht nur die technischen und inhaltlichen Kenntnisse von Studierenden verbessern sollen, sondern auch ihre soziale Kompetenz. |
Das Aufkommen neuer Technologien in der Lehre eröffnet spannende neue Möglichkeiten und Zugänge. Der Einsatz von Informationstechnologien (IT) an sich garantiert jedoch noch keine qualitätvolle Lehrveranstaltungen - es müssen spezielle didaktische Designs entwickelt werden, um die Vorteile der neuen Technologien zur Geltung zu bringen. Dabei ist die Kernfrage, was besseres Lernen heute bedeutet - das Projekt "Person-Centered e-Learning" (PCeL) am Institut für Informatik und Wirtschaftsinformatik versucht darauf Antworten zu finden. PCeL Person-Centered e-Learning basiert auf dem Ansatz des amerikanischen Psychologen Carl Rogers, der jene Bedingungen untersuchte, die für die ganzheitliche menschliche Entwicklung förderlich sind. Er erarbeitete personenzentrierte Grundsätze wie Transparenz, Offenheit, Authentizität, Akzeptanz, Verstehen und Begleiten statt Lenken. Das Ziel ist die Förderung der persönlichen Entfaltung und Kreativität sowie die Vermittlung von sozialen Kompetenzen. Dieser personenzentrierte Ansatz ist die Grundlage für Prof. Motschnigs eLearning-Konzepte. Sinnvoller Einsatz statt Selbstzweck "Unser Kernanliegen war zu zeigen, dass die Einbindung von Computern in der Lehre nicht bedeutet, dass die virtuelle Plattform die Präsenzlehre abschafft. Das liegt auch nicht im Interesse der Wirtschaft: Unsere Erhebungen haben gezeigt, dass social skills besonders wichtig sind und gefördert werden müssen. Daher müssen eLearning und die Förderung von kommunikativer und sozialer Kompetenz immer Hand in Hand gehen, um eine effektive, wirtschaftsadäquate Ausbildung zu garantieren", betont Renate Motschnig. eLearning? Blended Learning! Die virtuelle Lernplattform ersetzt jedoch keinesfalls die Lehrveranstaltung: "Aus unserer Studie geht klar hervor, dass der zunehmende Computereinsatz beim Lernen durch ein Angebot an Präsenzveranstaltungen oder -phasen ausgewogen werden muss, die derart angelegt sind, dass sie soziale Kompetenz und Kommunikation erfahrbar machen", meint Prof. Motschnig. Diese Kombination aus Präsenzlehre und eLearning wird als "Blended Learning" bezeichnet und zeigt beachtliche Erfolge: "Effektives Blended Learning bedeutet neben Medienkompetenz auch eine Herausforderung an persönlichen Kompetenzen, um lebenslange Weiterentwicklung zu fördern", fasst sie zusammen.
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