Der FWF hat an der Universität Wien zwei neue Doktoratskollegs bewilligt: Mitchell G. Ash vom Institut für Geschichte wird sein erfolgreiches Kolleg zur Wissenschaftsgeschichte weiterführen, und Maarten Janssen vom Institut für Volkswirtschaftslehre wird mit der "Vienna Graduate School of Economics" starten. Daneben ist die Universität Wien auch noch an zwei Kollegs mitbeteiligt, am Programm "Population Genetics" und an einem Kolleg zu Steuer-Controlling. |
Insgesamt laufen mit den neuen Bewilligungen elf FWF-Doktoratskollegs und zwölf universitär finanzierte Doktoratsprogramme - sogenannte Initiativkollegs - an der Universität Wien. Initiativkollegs dienen dem "Fitmachen" für Doktoratskollegs kompetitiver FördergeberInnen, insbesondere des FWF. "Das von Professor Ash geleitete Doktoratskolleg spielt eine besondere Stärke der Universität Wien aus und verbindet Geistes- und Naturwissenschaften", so Vizerektor Heinz W. Engl, und weiter: "Es ist besonders erfreulich, dass damit auch die Strategie erfolgreich ist, über die inneruniversitäre Vorbereitungsphase - nämlich ein Initiativkolleg - einen erfolgreichen FWF-Antrag zu stellen."
Mitchell G. Ash: "The Sciences in Historical, Philosophical and Cultural Contexts"
Das Doktoratsprogramm beschäftigt sich mit Wissenschaftsgeschichte und Wissenschaftstheorie. Die zehn Mitglieder der Faculty kommen aus den Disziplinen Geschichte, Zeitgeschichte, Philosophie, Mathematik, Physik und Lebenswissenschaften. Neben der Universität Wien sind das Institut Wiener Kreis, das Konrad-Lorenz-Institut für Evolution und Kognitionsforschung und das Erwin-Schrödinger-Institut für Mathematische Physik in das Programm eingebunden. Inhaltliche Schwerpunkte sind u.a. historische Studien der Wissenschaften in der späten Habsburgermonarchie sowie philosophische und kulturwissenschaftliche Studien der Naturwissenschaften im historischen Kontext, vor allem im 20. Jahrhundert. Das Programm baut auf das seit 2006 erfolgreich laufende Initiativkolleg “Naturwissenschaften im historischen Kontext” auf. Zentrales Merkmal ist, dass Dissertationen doppelt betreut werden, sowohl geistes- als auch naturwissenschaftlich. Mit dieser einzigartigen interdisziplinären Betreuung schlägt das Programm eine wichtige Brücke zwischen verschiedenen Wissenschaftstraditionen unterschiedlicher Fächer.
Maarten Janssen: "Vienna Graduate School of Economics" (VGSE)
Mit der neuen "Vienna Graduate School of Economics" wird in Österreich erstmals eine hochwertige wirtschaftswissenschaftliche DoktorandInnenausbildung nach internationalem Vorbild möglich. Die VGSE wird von renommierten WirtschaftswissenschafterInnen der Universität Wien, der Wirtschaftsuniversität Wien und dem Institut für Höhere Studien betreut. 14 ExpertInnen aus den Bereichen Mikroökonomie, Makroökonomie und Ökonometrie werden die jungen Talente gemeinsam an die Spitzenforschung in ihren jeweiligen Spezialgebieten heranführen. Ziel ist es, dass die AbsolventInnen der VGSE in der Lage sein werden, unabhängige Forschung auf höchstem Niveau zu betreiben.
Beteiligung an zwei FWF-Doktoratskollegs
Die Universität Wien ist an zwei weiteren Doktoratskollegs beteiligt: Gleich fünf Faculty-Member der Universität Wien sind beim Doktoratsprogramm “Population Genetics“ mit dabei: Reinhard Bürger vom Institut für Mathematik, Andreas Futschik vom Institut für Statistik und Decision Support Systems sowie Arndt von Haeseler, Ines Hellmann und Joachim Hermisson von den Max F. Perutz Laboratories. Geleitet wird das Programm von Christian Schlötterer, Professor am Institut für Populationsgenetik der Veterinärmedizinischen Universität Wien.
Die Faculty des Doktoratskollegs "DART - Doctoral Program in Accounting, Reporting and Taxation", besteht aus insgesamt sechs Mitgliedern, unter ihnen Thomas Pfeiffer vom Institut für Volkswirtschaftslehre. Geleitet wird das Programm von Alfred Wagenhofer vom Institut für Unternehmensrechnung und Controlling der Universität Graz. Beteiligt sind die Universität Wien, die Universität Graz und die Wirtschaftsuniversität Wien. (vs)
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