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Forschungsnewsletter
Elise-Richter-Programm des FWF
Elise-Richter-Programm
Redaktion am 20. Januar 2007

Im Frühjahr 2006 vergab der Wissenchaftsfonds FWF erstmals die Elise-Richter-Stellen für Senior-Postdoc-Wissenschafterinnen. Das Programm ? es ersetzt das Charlotte-Bühler-Programm ? will bereits etablierte Wissenschafterinnen fördern. Das Ziel: Sie sollen sich anschließend um eine in- oder ausländische Professur bewerben können. Im Forschungsnewsletter der Universität Wien werden die Elise-Richter-Stipendiatinnen regelmäßig vorgestellt.

Silvia Stoller, Institut für Philosophie

Jenseits von Mann und Frau  
Die Philosophin Silvia Stoller ist seit Mai 2006 Elise-Richter-Preisträgerin, einem Förderprogramm des FWF speziell für hoch qualifizierte Senior-Postdoc-Wissenschafterinnen. Die gebürtige Kärntnerin wird nun ihre Habilitation "Existenz ? Differenz ? Konstruktion. Eine Phänomenologie der Geschlechtlichkeit" fertig stellen, in der sie die drei Hauptrichtungen der feministischen Theorie zusammenbringen will. (FNL Jänner 2007)


Ulrike Aust vom Department für Neurobiologie und Verhaltenswissenschaften

Von Tauben und Menschen  
Tauben sind in der Lage, Fotos von Menschen von Fotos mit anderen Inhalten zu unterscheiden ? doch erkennen sie auch, dass die Bilder reale Menschen darstellen? Die Elise-Richter-Stipendiatin Ulrike Aust vom Department für Neurobiologie und Verhaltenswissenschaften untersucht die Bild-Objekt-Erkennung bei Tauben und die ihr zugrunde liegenden Mechanismen. Für die Versuche hat sie mit der "Complementary Information Procedure" (CIP) eine Methode entwickelt, welche die Vögel richtig fordert. (FNL Dezember 2006)
Kaja Hart
er-Uibopuu, Institut für Alte Geschichte und Altertumskunde, Papyrologie und Epigraphik Rechtssprechung im griechisch-römischen Kleinasien
Kaja Harter-Uibopuu vom Institut für Alte Geschichte und Altertumskunde, Papyrologie und Epigraphik widmet sich in ihrer aktuellen Forschungsarbeit epigraphischen Quellen. Diese antiken Inschriften erlauben spannende Einblicke in die Alltagswelt und die Rechtskultur der römischen Provinz in Kleinasien von der ausgehenden Republik bis zur hohen Kaiserzeit. Die Elise-Richter-Stipendiatin erforscht in den nächsten drei Jahren das Spannungsfeld zwischen römischer Reichsverwaltung und städtischer Autonomie in der Rechtssprechung. (FNL November 2006)
Verena Jantsch-Plunger, Department für Chromosomenbiologie:
Meiose: Wie kommt es zu Fehlern bei der Chromosomenverteilung? 
Bei der Suche nach Ursachen von Krankheiten blickt man schon längst auf die kleinsten Bausteine im Körper. Mit der Charakterisierung von Genen, die eine Rolle bei der richtigen Aufteilung von Chromosomen bei der meiotischen Zellteilung spielen, beschäftigt sich die Elise-Richter-Preisträgerin Verena Jantsch-Plunger vom Department für Chromosomenbiologie. Die so gewonnenen Erkenntnisse sollen zu einem besseren Verständnis genetischer Risikofaktoren, die reduzierte Fruchtbarkeit und Geburtsfehler nach sich ziehen können, führen. (FNL Oktober 2006)

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