| |
Georg Winckler (2): Große Aufgaben, Investitionen und Weiterentwicklung |
| UG 2002 |
| Michaela Hafner (Redaktion) am 2. Januar 2004 |
Im zweiten Teil des Interviews nimmt Rektor Georg Winckler Stellung zum Zeitplan bei der Umsetzung des Universitätsgesetzes 2002, zum provisorischen Organisationsplan und zur Budgetsituation der Universität Wien im Jahr 2004. |
Redaktion: Sie haben kürzlich den zu knappen Zeitplan bei der Umsetzung des Universitätsgesetzes 2002 kritisiert. Warum ist sich die Umsetzung nicht gänzlich ausgegangen? Georg Winckler: Man muss zunächst - das wird in der Öffentlichkeit zu wenig gesehen - die große Zahl der durch das Universitätsgesetz 2002 bedingten technisch-administrativen Änderungen in Betracht ziehen. Das reicht von der Einführung einer Lohnverrechnung, von der Neugestaltung des Drittmittelbereichs bis hin zur Neuorganisation der Verwaltung. Da sind viele Maßnahmen notwendig und man muss mit vielen Personen sprechen. Das allein ist eine Aufgabe, die drei Monate umfassen könnte. Daneben sind Satzungsfragen zu gestalten, insbesondere im Studienbereich, damit die Studienangelegenheiten nach dem 1.1.2004 gut erledigt werden können. Das ist ebenfalls eine sehr große Aufgabe. Drittens musste im letzten Quartal 2003 der Entwurf eines neuen Organisationsplanes vorgelegt werden. Drei Monate sind, um es rückblickend zu betrachten, zu kurz, um alle diese Maßnahmen zu ergreifen. Das Gesetz kennt zum Glück die Notbremse des provisorischen Organisationsplanes. Der provisorische Organisationsplan der Universität Wien enthält in manchen Bereichen schon Strukturen, wie sie endgültig sein sollen, etwa im Verwaltungsbereich mit zehn Dienstleistungsbereichen. Was die wissenschaftlichen Organisationseinheiten anbelangt, ist er sicherlich noch unbefriedigend. Hier wird ab 1.1.2004 vorläufig der Status quo fortgesetzt, allerdings mit dem Unterschied, dass die Institute nicht mehr eigene Organisationseinheiten sind, sondern Subeinheiten der provisorischen Organisationseinheiten Fakultät in der jetzigen Form. Das Prinzip des provisorischen Organisationsplans lautet, dass dieselben Personen, die bis 31.12.2003 entschieden haben, auch weiterhin entscheiden werden, allerdings auf der Grundlage neuer Ermächtigungen und geänderter gesetzlicher Bestimmungen. Redaktion: Wie sieht die Budgetlage der Universität Wien für das nächste Jahr aus? Redaktion: In welche Bereiche wird nächstes Jahr investiert werden? Redaktion: Das UOG '93 war seit 1.1.2000, also vier Jahre, in Kraft. Wann erwarten Sie das nächste Gesetz? Lesen Sie hier den ersten Teil des Interviews mit Rektor Georg Winckler. |
