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Die Astronomin Elke Pilat-Lohinger ist überzeugt, dass unser Sonnensystem nicht das einzige System ist, das Leben auf einem seiner Planeten ermöglicht.


Anhand solcher "stability maps" kann der/die BeobachterIn feststellen, in welcher Zone der entdeckte Planet liegt: blau heißt stabil, grün bis rot bedeutet chaotisch, also unstabil.


Planetenbewegung in Doppelsternen.


Institut für Astronomie der Fakultät für Geowissenschaften, Geographie und Astronomie ExoStab-Programm
Lesen Sie auch: Astronomiejahr 2009  
Gibt es eine zweite Erde?
Astronomiejahr 2009, Forschungsprojekte
Petra Schiefer (Redaktion) am 14. Januar 2009

Unsere Erde, der einzige Planet, auf dem Leben möglich ist? Bisher konnte nichts Gegenteiliges bewiesen werden. Die Astronomin Elke Pilat-Lohinger von der Fakultät für Geowissenschaften, Geographie und Astronomie ist der Überzeugung, dass unser Sonnensystem nicht das einzige System ist, das Leben auf einem seiner Planeten ermöglicht. Im Rahmen des FWF-Projekts "Dynamische Entwicklung von Planeten in der Habitablen Zone" versucht sie, der Antwort auf diese Frage einen Schritt näher zu kommen.

Seit vor einigen Jahren der erste extrasolare Planet (ein Planet außerhalb unseres Sonnensystems, Anm.) bei einem Stern, der unserer Sonne ähnlich ist, entdeckt wurde, befasst sich die Astronomie verstärkt mit der Frage, ob es einen erdähnlichen Planeten gibt. Zusammen mit ihrem Forschungsteam leistet Mag. Dr. Elke Pilat-Lohinger vom Institut für Astronomie einen wichtigen Forschungsbeitrag in diesem Bereich. Die Forscherin sagt: "Eine stabile Umlaufbahn ist u.a. eine Grundvoraussetzung, damit Leben auf einem Planeten entstehen kann. Wir untersuchen, in welchen extrasolaren Systemen die Entstehung von Leben überhaupt möglich ist."

ExoStab-Programm

"Aufbauend auf den Exocatalogue, den wir im Vorfeld zusammen mit Kollegen aus Ungarn erstellt haben, wurde im Rahmen des Projekts eine frei zugängliche Internetapplikation erarbeitet, das ExoStab. BeobachterInnen, die einen neuen Planeten in einem bereits bekannten System finden, können anhand von Stabilitätsdiagrammen sofort feststellen, ob sich der entdeckte Planet in einer stabilen Zone befindet oder nicht", meint Elke Pilat-Lohinger.

Komplexe sonnensystemähnliche Systeme

Während für die Erarbeitung dieses Programms die generelle Untersuchung von einfachen "ein Stern-ein Planet"-Systemen hilfreich war, hat Elke Pilat-Lohinger auch komplexere Systeme untersucht. Zusammen mit Kollegen aus Paris, Budapest und Jena hat sie eine Studie durchgeführt, die unter anderem Aufschluss über die Dynamiken und Wechselwirkungen von Planeten in solchen Systemen gibt. Elke Pilat-Lohinger erklärt dazu: "Diese Studie erlaubt Rückschlüsse auf das Vorhandensein eines weiteren Planeten, wenn die Beobachtung einen erdähnlichen Planeten mit Kreisbahngeschwindigkeit in bestimmten Positionen zeigt."


Lesen Sie weiter in der aktuellen Ausgabe (Jänner 2009) des Forschungsnewsletters.

Weitere Berichte:

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- Archaea: An der Grenze des Lebens
Erst durch moderne Genomforschung und biochemische Studien wurde die These bestätigt, dass Archaea eine dritte Lebewesengruppe darstellen. Die Ökogenetikerin Christa Schleper von der Fakultät für Lebenswissenschaften gilt als Spezialistin auf dem Gebiet der Archaeaforschung. In einem aktuellen EU-Projekt untersucht sie, wie Archaea auf Stress wie Hitze, Kälte oder UV-Strahlung reagieren.

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