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Mit zwei speziellen Programmen fördert der FWF die wissenschaftlichen Karrieren von Frauen - auch von Forscherinnen der Universität Wien.


Hertha-Firnberg-Programm des FWF Elise-Richter-Programm des FWF  
Hertha-Firnberg- und Elise-Richter-Stellen
Personalia, Forschungsprojekte, Hertha-Firnberg-Programm, Elise-Richter-Programm
Redaktion am 11. Januar 2007

Im November 2006 vergab der FWF 15 weitere Stellen zur Förderung von hoch qualifizierten Wissenschafterinnen: sechs Hertha-Firnberg-Stellen (davon fünf an der Universität Wien) und neun Elise-Richter-Stellen (davon eine an der Universität Wien). Insgesamt wurden 2006 31 neue Arbeitsplätze für Spitzenforscherinnen in Österreich geschaffen, so der FWF in einer Aussendung.

Der Wissenschaftsfonds FWF zieht Bilanz über ein erfolgreiches Jahr an Frauenförderung, denn noch nie konnte der FWF so viele Wissenschafterinnen in den Frauenprogrammen fördern.
2006 wurden erstmals die Elise-Richter-Stellen für Senior-Postdoc-Wissenschafterinnen vergeben: sieben im Mai und neun im November - fünf der 16 geförderten Wissenschafterinnen forschen an der Universität Wien. Das neue Programm löste das im September 2005 eingestellte Programm "Charlotte Bühler" ab. Ziel ist die Qualifikation zur Bewerbung um eine in- oder ausländische Professur.

Im Rahmen des Hertha-Firnberg-Stipendiums wurden 2006 insgesamt 15 Forscherinnen gefördert, darunter neun an der Universität Wien. Erstmals gab es für dieses Programm zwei Ausschreibungs- und Entscheidungsrunden (neun Bewilligungen im Juli, sechs im November). Die halbjährliche Ausschreibung, Einreichung und Vergabe wird sowohl für die Hertha-Firnberg- als auch die Elise-Richter-Stellen beibehalten. Das Postdoc-Programm Hertha Firnberg fördert Frauen am Beginn ihrer wissenschaftlichen Karriere.

Insgesamt wurden also 31 von 103 Bewerbungen im Bereich der Förderkategorie "Karriereentwicklung für Wissenschafterinnen" bewilligt - das entspricht einer Bewilligungsquote von 30 Prozent.


In der ersten Bewilligungsrunde im Frühsommer 2006 waren acht Wissenschafterinnen der Universität Wien erfolgreich:
4 von 7 Elise-Richter-Preisträgerinnen an der Universität Wien (Mai)
4 von 9 Hertha-Firnberg-Preisträgerinnen an der Universität Wien (Juli)


Bei der zweiten Vergaberunde im November 2006 waren sechs Wissenschafterinnen der Universität Wien erfolgreich: Fünf der sechs Hertha-Firnberg-Stellen und eine der neun Elise-Richter-Stellen gehen an Forscherinnen der Universität Wien.

Hertha-Firnberg-Stipendiatinnen

Tamara Djordjevic, Institut für Mineralogie und Kristallographie: "Zur Kristallchemie der M1-M2-H-Arsenate und -Vandate"

Claudia Kreuzsaler, Institut für Alte Geschichte und Altertumskunde, Papyrologie und Epigraphik: "Außergerichtliche Streitbeilegung in der römischen Antike"

Ivana Ljubic, Institut für Statistik und Decision Support Systems: "Algorithmische Lösungen für Last-Mile-Netzwerke"

Annemarie Steidl, Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte: "Migrationssysteme in den Ländern der Ungarischen Krone"

Konstanze Zwintz, Institut für Astronomie: "Physik junger Sterne"

Die sechste Hertha-Firnberg-Stelle, die im November bewilligt wurde, hat Andrea Schnepf von der Universität für Bodenkultur Wien inne.

Die Firnberg-Stipendiatinnen werden regelmäßig in der Online-Zeitung der Universität Wien porträtiert.


Elise-Richter-Programm

Cécile Brocard, Department für Biochemie/ Max F. Perutz Laboratories: "Dysferlin-erhaltende Proteine und Peroxisomvermehrung" Die anderen Preisträgerinnen sind: Laurie Cohen (Institut für Politikwissenschaft, Universität Innsbruck), Elisabeth Schlosser (Institut für Meteorologie und Geophysik, Universität Innsbruck), Heidelinde Fiegl (Tiroler Krebsforschungsinstitut, Medizinische Universität Innsbruck), Birgit Fürst-Waltl (Institut für Nutztierwissenschaften, Universität für Bodenkultur Wien), Monika Hanesch (Institut für Geophysik, Montanuniversität Leoben), Christine Hinterhofer (Klinik für Orthopädie bei Huf- und Klauentieren; Department für Kleintiere und Pferde; Veterinärmedizinische Universität Wien), Katharina Pewny (Fachbereich Bewegungswissenschaft, Universität Hamburg (Forschungssubvention)), Annemarie Siegetsleitner (Fachbereich Philosophie an der Kultur- und Geisteswissenschaftlichen Fakultät, Universität Salzburg).

Die Elise-Richter-Stelleninhaberinnen werden seit Oktober 2006 regelmäßig im Forschungsnewsletter porträtiert.

Karriereentwicklung für Wissenschafterinnen Die Programme "Hertha Firnberg" (für Postcos) und "Elise Richter" (für Senior-Postdocs) werden vom FWF im Auftrag des Wissenschaftsministeriums abgewickelt. Sie bieten hervorragend qualifizierten Wissenschafterinnen, die eine Universitätslaufbahn anstreben, die Möglichkeit, im Rahmen einer zweistufigen Karriereentwicklung insgesamt sechs Jahre Förderung in Anspruch zu nehmen. (mh)

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