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European University Association (EUA) "EUA Seminar on Higher Education and Research in South East Europe"
Hochschulbereich in Südosteuropa stärken
Forschungspolitik, EU und Universität Wien
Michaela Hafner (Redaktion) am  1. März 2006

Über 100 TeilnehmerInnen aus elf Ländern werden zu einer von der European University Association und der Universität Wien gemeinsam organisierten Konferenz am 2. und 3. März 2006 erwartet. Diskutiert wird, wie Universitäten und Forschung in Südosteuropa gestärkt werden können.

Georg Winckler kann die über 100 TeilnehmerInnen, darunter zahlreiche Rektoren von Universitäten in südosteuropäischen Ländern, am Donnerstagfrüh gleich in zwei Funktionen begrüßen: als Rektor der Universität Wien und als Präsident der European University Association (EUA, Europäische Rektorenkonferenz). Im Rahmen der österreichischen EU-Präsidentschaft organisiert die EUA gemeinsam mit der Universität Wien die Konferenz "Strengthening Higher Education and Research in South East Europe: Priorities for Regional and European Cooperation". Die Konferenz wird sich auf drei Themen konzentrieren: Forschung und Innovation, den Bologna-Prozess sowie institutionelle Reformen und Entwicklungen. "Wichtig ist, dass die Universitäten Teil einer gestärkten Zivilgesellschaft sind und eine aktive Rolle im Europa des Wissens wahrnehmen können", sagt Georg Winckler. Bildung kurbelt Entwicklung an Die Länder des westlichen Balkans befinden sich derzeit in einem rasanten Entwicklungsprozess und einem Schlüsselmoment ihrer Geschichte, stellte eine EU-Mitteilung kürzlich fest. Dem Bildungs- und Forschungssektor kommt dabei eine kritische Rolle zu, um eine dauerhafte und nachhaltige Entwicklung zu garantieren.
Gegenwärtig sehen sich die Hochschuleinrichtungen der Region mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert: chronische Unterbudgetierung, Schwierigkeiten im Struktur- und Personalbereich und vielerorts fehlende Uni-Autonomie. Die EUA möchte diese Probleme dringend behandeln. Eckpunkte für Aktionsplan erarbeiten Daher werden Rektoren, Vizerektoren, DekanInnen und andere institutionelle VertreterInnen (etwa Uni-PR-Beauftragte, Generalsekretäre der jeweiligen Rektorenkonferenzen, Studierendenorganisationen) aus Südosteuropa ? Bosnien und Herzegowina, Serbien und Montenegro, Kroatien, Slowenien, Mazedonien, Rumänien, Bulgarien und der Türkei? gemeinsam mit VertreterInnen der Europäischen Kommission, des Europarates, der EUA und UNECSO-CEPUS Eckpunkte für einen Aktionsplan ausarbeiten. Dieser soll die Hochschulbildung und die Forschung in der Region stärken und die volle Integration in die europäischen Kooperationsstrukturen vorantreiben.
Beraten wird weiters, wie die Unterstützung der EU am effektivsten eingesetzt werden kann, um Lehre und Forschung zu stärken. Jene Vorschläge, die kürzlich in der "Novi-Sad-Initiative" vorgebracht wurden, sollen weiter diskutiert werden. Themen Ausgearbeitet werden soll der Aktionsplan in verschiedenen parallel laufenden Workshops am Donnerstagnachmittag (zu Infrastrukturentwicklung, zum Bologna-Prozess, zur institutionellen Reform: Staat vs. Autonomie).
Zuvor liefern Vortragende im Kleinen Festsaal Input, darunter Raffaele Liberali von der Europäischen Kommission (DG Forschung), Sjur Bergan vom Europarat (Department of Higher Education and History Teaching) und Lazar Vlasceanu (UNESOCO-CEPES). So beschäftigt sich etwa die erste Plenardiskussion unter der Leitung von Rektor Winckler allgemein mit den Herausforderungen der europäischen Hochschulbildung und Forschung, anschließend wird in einer zweiten Runde die Rolle der Universitäten bei der Entwicklung der südosteuropäischen Region diskutiert.
Die Ergebnisse der Konferenz werden beim informellen Treffen der Bildungsminister am 16./17. März in Wien präsentiert. (mh)

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