| Quantenkonferenz QUPON Plakat zur Konferenz (pdf) Institut für Experimentalphysik Universitätsbibliothek Berliner Einstein-Ausstellung |
Internationale Quantenkonferenz an der Universität Wien |
| Jahr der Physik |
| Roland Dreger (Redaktion) am 17. Mai 2005 |
Vom 20. bis 26. Mai 2005 trifft sich die internationale Elite der Quantenphysik zur Konferenz "Quantum Physics of Nature" an der Universität Wien. Die Themen der vom Institut für Experimentalphysik organisierten Konferenz reichen von den experimentellen und theoretischen Grundlagen bis zu den Perspektiven in der technologischen Anwendung. |
1905 revolutionierte Albert Einstein mit seiner Lichtquantenhypothese die Physik. 100 Jahre später ist die Quantenphysik tägliches Brot für theoretische PhysikerInnen ebenso wie für Experimental- oder AstrophysikerInnen. Und neue Gebiete wie etwa die Quanteninformationen ? eine Kombination aus Informationswissenschaft und der Quantenphysik ? überschreiten zunehmend die Grenzen zur Physik.
Von Materiewellen bis zu Ionenfallen
Dementsprechend vielfältig sind auch die Themen der internationalen Quantenkonferenz in Wien. Auf dem Programm stehen kollektive Quantenphänomene, Interferometrie von Materiewellen, Quanten-Informationsverarbeitung, Atom- und Ionenfallen, fundamentale Quantentheorien und Festkörper-Quanteneffekte. Organisiert wird die Konferenz unter der Federführung von Markus Arndt vom Institut für Experimentalphysik der Universität Wien. Die WissenschafterInnen des Instituts zählen zu den weltweit führenden QuantenphysikerInnen.
Hochkarätig besetzt
Rund dreihundert QuantenphysikerInnen aus insgesamt 36 Ländern und allen fünfKontinenten folgen der Einladung der Wiener Quantengruppe zur international und prominent besetzten Konferenz "QUPON ? Quantum Physics of Nature". In Wien erwartet werden neben den SpitzenforscherInnen des Fachs aus Österreich (Reinhold Bertlmann, Rainer Blatt, Rudi Grimm, Helmut Rauch und Peter Zoller) internationale Größen wie etwa der britische Mathematiker Sir Roger Penrose (Oxford University), Daniel Greenberger (City College, New York) oder der theoretische Physiker Lee Smolin (Perimeter Institute for Theoretical Physics in Waterloo, Kanada).
The unfinished revolution
In mehr als 100 Vorträge und 100 Posterpräsentationen werden die neuesten Forschungsergebnisse aus den Bereichen "Quanteninformation" und "Quantenoptik" vorgestellt. Mit zwei öffentlich zugänglichen Abendvorträgen wendet sich die Konferenz auch an ein interessiertes Laien-Publikum: Am Sonntag, 22. Mai 2005, wird Lee Smolin im Lesesaal der Universitätsbibliothek der Universität Wien zum Thema "The unfinished revolution: Finishing what Einstein started" sprechen. Und am Mittwoch, 25. Mai 2005, geht Sir Roger Penrose im Rahmen der "Einstein Lectures" der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) der Frage nach: "Ist die Quantenmechanik unvollständig und helfen Einsteins Gesetzmäßigkeiten, sie zu vervollständigen?"
Einstein-Ausstellung im Foyer der UB
Im Rahmen der Konferenz erfolgt zudem am Sonntag, 22. Mai 2005, die Eröffnung der Ausstellung "Albert Einstein ? Ingenieur des Universums". Die Ausstellung ist Teil der großen Berliner Einstein-Schau, die vom Berliner Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte unter der Leitung von Professor Jürgen Renn konzipiert wurde. Sie ist bis zum 16. Juni 2005 im Foyer der Universitätsbibliothek der Universität Wien zu besichtigen.
Ein weiteres kulturelles Event ist das Orgelkonzert des Wiener Physikers Walter Thirring. Am Samstag, den 21. Mai präsentiert er um 19.30 Uhr in der Schubertkirche im 9. Bezirk neben Werken von Schubert und Bach auch erstmals eine speziell für Anton Zeilinger zu dessen 60. Geburtstag angefertigte Komposition, die den Titel "Entanglement/Verschränkung" trägt. (ro)
UB-Ausstellung: "Albert Einstein ? Ingenieur des Universums. Ein Lebensweg" |
