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Internationaler Frauentag 2001 (5): Mentoring für Nachwuchswissenschafterinnen
Internationaler Frauentag
Herta Nöbauer und Waltraud Schlögl am  8. März 2001

Am Projektzentrum Frauenförderung wird derzeit von Herta Nöbauer und Waltraud Schlögl unter der Leitung von Vizerektorin Gabriele Moser im Rahmen eines dreijährigen Pilotprojekts ein Mentoringprogramm für Nachwuchswissenschafterinnen an der Universität Wien entwickelt.

Das Programm, das vom bm:bwk und vom Europäischen Sozialfonds unterstützt und finanziert wird, ist als Maßnahme zur Frauenförderung im universitären Feld gedacht und zielt über die Herstellung von Beziehungen zu fördernden MentorInnen auf die Verbesserung der Berufszugänge und Berufspositionen von Dissertantinnen und Habilitandinnen ab. An der Pilotphase nehmen ausgewählte Institute, hauptsächlich der Naturwissenschaftlichen, der Rechtswissenschaftlichen und der Human-und Sozialwissenschaftlichen Fakultät teil. Die DekanInnen dieser Fakultäten haben sich bereit erklärt, das Projekt zu unterstützen.  

Projektinhalte sind:  

  • Aufbau eines formalisierten Mentoring-Pilotprogramms an der Universität Wien explizit für Frauen.
  • Vermittlung von Wissen und Erfahrungen der MentorInnen an die Mentees.
  • Schulungen, Coaching und Supervision für MentorInnen und Mentees.
  • Neben der Betreuung aller ProjektteilnehmerInnen das Initiieren von weitreichenden Prozessen zur Mentoring-Entwicklung an der Universität Wien.
  • Informationsveranstaltungen und Herausgabe einer Mentoring-Broschüre.
  Zu den Zielsetzungen des Programms zählen:  
  • Die Unterstützung von Mentees in der Umsetzung ihrer beruflichen Bedürfnisse und Ziele.
  • Nachwuchswissenschafterinnen den Zugang zu Förderbeziehungen und informellen Netzwerken zu ermöglichen.
  • Den Berufszugang für Frauen in den Wissenschaftsbetrieb zu erleichtern und die Berufsposition von Frauen im Wissenschaftsbetrieb zu stärken.
  • Transparenz der herrschenden Beförderungs- und Aufstiegsmechanismen herzustellen und Veränderungen herbeizuführen.
  • Die berufslaufbahnorientierten Qualifikationen von Frauen im universitären Feld zu forcieren.

  Inhaltlich baut das Projekt auf der Studie "In den Fußstapfen der Pallas Athene?: Möglichkeiten und Grenzen des Mentoring von unterrepräsentierten Gruppen im universitären Feld" von Sabine Strasser und Eva Schliesselberger (1998) auf, in der neben der großen Bedeutung von Mentoring als effektive Karrieremaßnahme vor allem auch auf die Gefahren, die damit einhergehen können, hingewiesen wurde. An diese Analysen anschließend werden im Mentoringprogramm Formalisierung, Transparenz und Gruppenmentoring einen besonderen Stellenwert einnehmen.  

E-Mail-Kontakt: mentoring.frauenfoerderung@univie.ac.at Telefonkontakt: 4277 - DW 183 64 und 65.  Die Autorinnen sind Mitarbeiterinnnen im Mentoring-Projekt des Projektzentrums Frauenförderung der Universität Wien

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