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Referat Frauenförderung und Gleichstellung
Internationaler Frauentag 2005 (2): Zur Geschlechtergerechtigkeit an der Universität Wien
Internationaler Frauentag
Tamara Ehs (Redaktion) am  8. März 2005

Rechtzeitig zum Internationalen Frauentag am 8. März erhalten alle MitarbeiterInnen der Universität Wien die neue Datenbroschüre "Hinter den Kulissen. Frauen und Männer an der Universität Wien" übermittelt. Diese liefert geschlechtsspezifische Fakten zum Status quo der Gleichstellung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und dient als Grundlage für weitere strategische Maßnahmen im Sinne des Gender Mainstreaming.

Die Broschüre "Hinter den Kulissen. Frauen und Männer an der Universität Wien" ? erstellt und herausgegeben vom Referat Frauenförderung und Gleichstellung ? bietet einen Einblick in den Status quo der Gleichstellung von Frauen und Männern an der Universität Wien für den Erhebungszeitpunkt November 2003 und, so die Vizerektorin für Personalwesen und Frauenförderung, Martha Sebök, "dient damit der Dokumentation der Frauen- und Männeranteile in der Universitätsstruktur nach dem UOG 1993". Als Vorlage fungierte die unter der damaligen Vizerektorin Gabriele Moser im Jahr 2002 publizierte Broschüre "Im Blickpunkt", die die Unterrepräsentanz von Frauen an der Universität Wien in Form von Daten sichtbar und öffentlich machte, um zu einer Bewusstseinsbildung für Diskriminierung aufgrund des Geschlechts beizutragen. Gläserne Decke "Auch die nun präsentierten Daten des Zentralen Informatikdienstes belegen, dass trotz der hohen Studentinnenquote und einer relativ hohen Zahl von Frauen auf AssistentInnenstellen sowie dem hohen Frauenanteil im Verwaltungsbereich die gläserne Decke für Frauen nach oben hin nach wie vor existiert", fasst Vizerektorin Martha Sebök zusammen. Der vom Bundesgleichbehandlungsgesetz vorgegebene Anteil von mindestens 40 Prozent Frauen in allen Kategorien von Universitätsangehörigen ist trotz der großen Zahl hoch qualifizierter Frauen noch lange nicht erreicht. Denn an der Universität Wien  besteht ? wie an allen österreichischen Universitäten ? noch immer eine deutliche hierarchische Geschlechterordnung, was vor allem die Unterrepräsentation von Frauen in höheren akademischen Positionen zeigt. Die Kenntnis statistischer Angaben ist daher für die Universitätsleitung eine unabdingbare Voraussetzung für entsprechende Maßnahmen zur Gleichstellung der Geschlechter und zur Frauenförderung. Frauenförderung an der Universität Wien Und frauenfördernde Maßnahmen wurden in den letzten Jahren an der Universität Wien einige initiiert, etwa das Mentoring-Programm, das vor kurzem zum zweiten Mal startete und in dem 40 Nachwuchswissenschafterinnen von zehn ausgewählen Mentoren und Mentorinnen über einen Zeitraum von zwei Jahren intensiv betreut und gefördert werden. Das dreisemestrige Curriculum  "Potenziale erkennen. Visionen entwickeln. Zukunft gestalten." zur Karriereplanung für Wissenschafterinnen findet aufgrund des großen Erfolges gar schon zum vierten Mal statt. Aber auch das Coaching-Projekt oder die wissenschaftlichen Schreibwerkstätten für Diplomandinnen und Dissertandinnen haben dazu beigetragen, dass Frauen ihre wissenschaftliche Karriere erfolgreich ein Stück vorantreiben konnten. Maßnahmen für Chancengleichheit Nur eine Veränderung der männerdominierten Universitätskultur und die Integration von Gender Mainstreaming in alle universitären Aktivitäten kann langfristig Geschlechtergerechtigkeit und Chancengleichheit ermöglichen. "Chancengleichheit für Frauen bedeutet einen wesentlichen Beitrag zur Leistungssteigerung und Qualitätssicherung einer modernen Universität", gibt Sebök zu bedenken. Regelmäßige Datenerhebungen sind daher notwendige Voraussetzung für die zu treffenden Fördermaßnahmen, in die die Broschüre ebenfalls Einblick gibt. (te/mh) Exemplare von "Hinter den Kulissen. Frauen und Männer an der Universität Wien" können im Referat Frauenförderung und Gleichstellung unter femail@univie.ac.at bezogen werden.

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