![]() Vorlesung "Warum ist der Himmel blau?". Alle Fotos: Theresa Dirtl ![]() Kinderuni-Reporter Benedikt und Tobias (letzte Reihe). ![]() ![]() Interview mit Josef Tomiska. ![]() Benedikt und Tobias bei der Arbeit in der Redaktion. |
KinderuniWien 2008: Warum ist der Himmel blau? |
| KinderuniWien 2008, Service |
| Kinderuni-ReporterInnen am 15. Juli 2008 |
Bei blauem Himmel und strahlendem Sonnenschein haben wir im Sommer die optimalen Bedingungen, um ins Freibad zu gehen. Darüber, warum der Himmel blau ist, zerbrechen wir uns normalerweise nicht den Kopf. Aber eigentlich ist es doch spannend zu überlegen, warum der Himmel nicht giftgrün ist oder schwarz oder rot. Genau darüber haben die Kinderuni-Studierenden in der Vorlesung des Physikers Josef Tomiska nachgedacht. |
Um zu verstehen, warum der Himmel blau ist, muss man zuerst die Sonne und ihr Licht untersuchen. Josef Tomiska vom Institut für Physikalische Chemie zeigt: Die Sonne ist viel größer als die Erde und tausende Kilometer von ihr entfernt. Trotzdem schaffen es die Sonnenstrahlen, die Erde zu erreichen. Das Sonnenlicht ist weiß und wie alle Kinder im Hörsaal wissen, ist das keine eigene Farbe, sondern eine Mischung aus allen Farben. Wenn das weiße Licht auf der Lufthülle der Erde auftrifft, dann wird das blaue Licht abgespalten.
Das ist so, weil Licht aus vielen Teilchen wie zum Beispiel Stickstoff und Sauerstoff besteht. Wenn das Licht auf diese Teilchen trifft, dann wird zuerst das blaue Licht herausgebeugt. Je direkter das Licht auf der Erde auftritt, desto kürzer ist der Luftweg und desto blauer ist das Licht. Am Abend fällt das Licht schräg ein, der Weg ist länger und daher ist der Himmel rot.
Flüssige Luft
Luft ist sowieso etwas ganz Einzigartiges, lernen die Kinder. Nicht nur, dass sie aus Teilchen besteht, sondern sie kann auch flüssig sein. Wasser ist flüssig und verdampft bei 100 Grad - aber Luft? Auch Luft kann flüssig sein, nämlich wenn sie kälter als 200 Grad ist. Prof. Tomiska hat einen ganzen Behälter flüssiger Luft in den Hörsaal mitgebracht. Er lässt die eisige Luft dann frei. Es dampft im Hörsaal und die Kinder klatschen und schreien. Schließlich legt er eine Blume und eine Tomate in die kalte, flüssige Luft. Beide Gegenstände gefrieren in wenigen Minuten und zersplittern nach dem Herausnehmen wie Glas. Alle wollen das am Ende der Stunde selbst ausprobieren.
Interview mit Josef Tomiska: |





