![]() KinderuniReporterin Melanie ![]() KinderuniReporterin Juliette ![]() KinderuniReporterin Sophie ![]() Ernst Seibert im Gespräch |
Lernen ? einmal nicht in der Schule! (Teil 2) |
| Kinderuni 2004 |
| Melanie Fröhlich, Juliette Khalil, Sophie Liebhart (KinderuniReporterinnen) am 14. Juli 2004 |
Heute haben wir ein paar Lehrende interviewt zu Unterschieden zwischen Uni und Schule. |
Wir haben heute über die Unterschiede zwischen Uni und Schule diskutiert. 1. Die Uni ist viel größer als irgendeine andere Schule, da sie die größte Uni in Österreich ist. 2. Die Uni verfügt über hunderte Hörsäle, eine große Schule hat ca. 60 Räume. 3. Die Uni ist eine viel höhere Schule als ein Gymnasium oder eine Volksschule. 4. An der Uni kann man kommen und gehen wann man will und man kann zu spät kommen. Doch das Beste ist, dass man sich die Fächer aussuchen kann, das bedeutet, man kann sich seinen Stundenplan selber machen ? in der Schule nicht. 5. An der Uni hat man keine Spinde, Laden, fixe Sitzplätze, Schulglocken, keine Gangaufsicht und keine für Männer und Frauen getrennten Klos. 6. Man bekommt kein Zeugnis, wo alle Fächer zusammengefasst werden, sondern für jede Lehrveranstaltung ein eigenes Zeugnis. 7. Der Kontakt zwischen Studenten und Professoren ist unpersönlicher. Vorteile an der Uni: viel mehr Freiraum + Freiheit, man kann den Stundenplan selber machen, Zuspätkommen ist erlaubt. Nachteile: schwerere Themen, manche Studierenden haben durch den größeren Freiraum Schwierigkeiten mit der Disziplin, Kontakt zwischen Kollegen und Professoren ist unpersönlicher, Studieren ist teuer. Wir haben mehrere Lehrende gefragt, was ihnen mehr Spaß macht: Kinder oder erwachsene Studierende zu unterrichten? Klara Löffler, Professorin am Institut für Europäische Ethnologie, meinte, dass Kinder mehr fragen als Studierende. Sie findet es traurig, dass das Nachfragen mit der Zeit leider verloren geht. Die Wirtschafterin Prof. Marion Rauner sagte, dass beides gleich viel Spaß macht. ?Mit den Kindern heute haben wir besonders viel Spaß gehabt.? Aber warum sind diese Lehrenden dann nicht SchullehrerInnen geworden? ?Weil ich wissenschaftlich interessiert bin und mit Studenten wissenschaftlich arbeiten kann und mit Kindern nicht?, antwortete Marion Rauner. Löffler dagegen sieht sich auch als Lehrerin, nur für eine andere Stufe. Danach fragten wir, wie sie den Stoff für Kinder und Studenten vorbereiten und ob es Unterschiede gibt. Marion Rauner und Mag. Markus Günther, die gemeinsam die Vorlesung "Bin ich ein Daniel Düsentrieb?" abhielten, erklärten, dass sie mehr Bilder verwenden und abwechslungsreiche Spiele vorbereiteten, für Studierende eher weniger. ?Wir schauen, dass die Kinder auch etwas zu zeichnen haben, dass es praxisbezogen ist.? Ernst Seibert hingegen, der eine Vorlesung zu Kinderliteratur machte, meinte, dass es keinen großen Unterschied gibt, man muss sich einfach gut überlegen, mit wem man es zu tun hat. ?Man muss die Materialien sorgfältig auswählen.? Auf die Frage, was besser sei, forschen oder unterrichten, meinten alle, dass sie beides gerne täten: ?Zwei Drittel von mir forscht lieber, ein Drittel unterrichtet gerne?, antwortete Marion Rauner. ?Ohne Unterrichten würde das Forschen keinen Spaß machen. Denn wenn ich forsche?, so Klara Löffler, ?möchte ich das auch weitergeben, besprechen und diskutieren.? Ähnlich sieht es Ernst Seibert: ?Ich möchte aufs Forschen nicht verzichten. Je mehr man forschen kann, desto besser kann man unterrichten.? Über die letzte Frage waren sich alle Befragten einig: zu spät kommen ist erlaubt, denn jeder ist für sich selbst verantwortlich. Melanie Fröhlich ist 10 Jahre alt und besucht die Schule Neustiftgasse. Juliette Khalil ist 13 Jahre alt und geht in die Schule Neustiftgasse. Sophie Liebhart ist 13 Jahre alt und geht ins Gymnasium Haizingergasse. |




