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Liebe ist ? |
| Liebe |
| Redaktion am 30. Mai 2005 |
Was ist Liebe? Zum Abschluss unseres Schwerpunktes zum Thema Liebe aus wissenschaftlicher Sicht baten wir WissenschafterInnen der Universität Wien um die Vervollständigung des Satzes "Liebe ist ?". |
"Liebe ist, die Liebe zu lieben. (Abu Nuwas, Dichter)" Rüdiger Lohlker, Orientalist "Liebe ist, zum anderen zu stehen." Irene Wicher, Tibetologin "Liebe ist ?? Vielleicht würden wir uns nie verlieben, wenn wir nicht davon gehört hätten. (La Rochefoucauld)" Jana Salat, Kultur- und Sozialanthropologin "Liebe ist absolut notwendig für das Wohlbefinden des Menschen. Sie sollte Vorrausetzung für eine erfolgreiche Reproduktion sein, wobei wir natürlich wissen, dass Liebe nicht notwendig ist, um sich erfolgreich reproduzieren zu können." Sylvia Kirchengast, Humanbiologin "Liebe ist als Forderung uneinlösbar." Barbara Schaff, Literaturwissenschafterin, Anglistin, Käthe-Leichter-Gastprofessorin Sommersemester 2005 "Die Liebe ist eine Lehrerin. (Dostojewskij)" Richard Heinrich, Philosoph "Liebe ist, zusammen glücklich zu sein." Klaus S. Dawidowicz, Judaist "Liebe aus buddhistischer Sicht ist, dass alle Lebewesen frei von Leid sind und das Nirwana erfahren." Anne MacDonald, Buddhismuswissenschafterin "Liebe ist ein höchst komplexes Gebilde aus Emotionen, Intimität, Vertrauen, sozialer Unterstützung, Partnerschaftlichkeit, wirtschaftlichen Interessen ?" Susanne Heine, evangelische Theologin "Liebe ist die Fähigkeit zweier Individuen, sich gemeinsam in der Welt zurechtzufinden, indem sie physiologische Prozesse und Verhaltensweisen synchronisieren und Stressmanagement betreiben. Liebe lässt sich auch negativ definieren: Der Aufwand, den man zu leisten bereit ist, um den Partner zu gewinnen, oder spätestens der Entzug der Bindung zeigen, was Liebe ist." John Dittami, Neurobiologe und Verhaltenswissenschafter |
