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Martha Sebök (1): Von der Theorie in die Praxis |
| UG 2002 |
| Michaela Hafner (Redaktion) am 16. Oktober 2003 |
Im Gespräch mit DieUniversitaet-online.at erzählt die neue Vizerektorin Martha Sebök, seit 1. Oktober 2003 im Amt, warum sie sich für die Stelle beworben hat und stellt ihre Pläne in den Bereichen Personalwesen, Personalentwicklung und Frauenförderung vor. |
Redaktion: Warum haben Sie sich für das Amt der Vizerektorin an der Universität Wien beworben? Redaktion: Ich nehme an, dass Sie auch die Aufgaben - Personalbereich, Frauenförderung - interessiert haben. Mehr als zwölf Jahre lang war ich stellvertretende Vorsitzende der Bundesgleichbehandlungskommission und im Frauenförderungsbereich auch legistisch tätig. Überdies habe ich für die Universitäten Schulungen im Personalrecht und im Organisationsrecht durchgeführt. Redaktion: Wie sehen Ihre Pläne in den einzelnen Bereichen aus? Zum Personalbereich: Es scheint mir wichtig, die Personalabteilung im Hinblick auf die neuen Aufgaben, die auf sie zukommen, neu zu strukturieren. Die Personalabteilung muss eine noch bessere Serviceeinrichtung werden, mit dem Ziel, WissenschafterInnen von der Personaladministration zu entlasten. Längerfristig ist mir die Heranbildung und Förderung eines international konkurrenzfähigen wissenschaftlichen Nachwuchses besonders wichtig. Das Rektorat möchte die Universität Wien zu einer der führenden Forschungsuniversitäten Europas machen, das geht aber nur, wenn man auch in die Nachwuchsförderung investiert. In Abstimmung mit der Organisationsentwicklung möchte ich - gerade angesichts der bestehenden Rahmenbedingungen - die Verteilung der Personalressourcen sachgerechter gestalten: Personaldefizite und personelle Überkapazitäten sollten ausgeglichen werden - die derzeitige Personalausstattung ist - wie an allen Universitäten - historisch gewachsen und in manchen Organisationseinheiten entweder über- oder unterdimensioniert. Jetzt besteht die Chance, aber auch die Notwendigkeit, Ausgleiche zu finden. Ich möchte, dass ein zufriedenes, engagiertes, gut qualifiziertes Personal an der Universität arbeitet, Entwicklungsperspektiven und Karrieremöglichkeiten müssen gegeben sein. Man muss auch die Teamentwicklung soweit wie möglich fördern und für eine leistungsorientierte Honorierung sorgen. Wichtig ist auch - ich stütze mich dabei auf meine Erfahrungen als österreichische Delegierte eines EU-Forschermobilitätsprogramms - , dass man Personal mit einer internationalen Perspektive gewinnt, dass es mobil, international und vernetzt ist. Zu den Vorhaben in der Personalentwicklung: Es wird voraussichtlich einen Kooperationsvertrag mit der Medizinischen Universität geben. Im Bereich Personalentwicklung soll all das, was schon bisher gut funktioniert, weitergeführt werden. Die Angebote an Coaching und Supervision werden immer stärker wahrgenommen, auch die Auslastung der Seminarplätze ist sehr gut. Auf Grund der neuen Führungsaufgaben ist ein eigenes Trainingsprogramm für Führungskräfte notwendig, das auch eine Einführung in Themen wie Zielvereinbarungen, Arbeitsrecht etc. enthält. Sie sehen also, schon allein wegen der Umstellung der Universität auf die volle Rechtsfähigkeit kommen sehr viel neue Anforderungen auf die Personalentwicklung zu. Es wird weiter Förder- und Ausbildungsprogramme, Einschulungs- und Weiterqualifizierungsprogramme für alle MitarbeiterInnen geben. Zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses soll es ein Curriculum geben. Geplant sind auch Programme für potenzielle junge Führungskräfte. Redaktion: Was kann die Universität tun, um die MitarbeiterInnen, die teilweise durch die Umstellung auf das UG 2002 verunsichert sind, zu motivieren? Lesen hier den zweiten Teil des Interviews mit Vizerektorin Martha Sebök. Lebenslauf Personalabteilung |

