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Max Kothbauer: "Unser Motto ist: Wissen, Vision, Mut, Umsetzungskraft."
UG 2002
Andrea Buchner (Redaktion) am 24. April 2003

Die Vorsitzenden des Gründungskonvents und des Universitätsrates, Günter Haring und Max Kothbauer, präsentierten bei der Pressekonferenz am 23. April 2003 gemeinsam mit Rektor Georg Winckler ihre Vorstellungen und Pläne für die zukünftige Gestaltung der Universität Wien im Rahmen des neuen Universitätsgesetzes, das am 1. Jänner 2004 in Kraft tritt.

An der Universität Wien laufen die Implementierung und die Vorbereitungen für die Umstellungen auf das neue Universitätsgesetz auf Hochtouren: der Gründungskonvent wurde im November 2002 gewählt, die Bestellung der Universitätsräte in diesem Jahr abgeschlossen und die Wahl zum neuen Rektor gerade durchgeführt. Um am 1. Jänner 2004 einen glatten und reibungslosen Übergang zur neuen Gesetzeslage zu gewährleisten, will das Rektorat die Prinzipien des Organisations- und Entwicklungsplans bis Anfang Juli 2003 dem Gründungskonvent bzw. dem Senat und dem Universitätsrat vorlegen. Die Ausgestaltung dieser Prinzipien und die daraus abzuleitenden konkreten Umsetzungsschritte werden nach einem inneruniversitären Diskussionsprozess im Herbst erfolgen.

Rasches Einsetzen der neuen Organe

"Da der Zeitraum bis zum In-Kraft-Treten des neuen Universitätsgesetzes sehr knapp ist, war es mir wichtig, Entscheidungen rasch herbeizuführen und umzusetzen, um die neuen Universitätsorgane für die Implementierung funktionsfähig zu haben", erklärte Günter Haring, Vorsitzender des Gründungskonvents, seine Aufgabe.

 
 

Günter Haring, Max Kothbauer, Georg Winckler

Der Rektor der Universität Wien, Georg Winckler, wies darauf hin, dass die Ausschreibung der Wahlen in den Senat der Universität Wien am 23. April 2003 erfolgt und die Konstituierung des Senats für Juni vorgesehen sei. Die Bestellung von drei der vier VizerektorInnen soll bis Mitte Mai erfolgen, der vierte Aufgabenbereich Personalwesen (mit Ausnahme der ProfessorInnen), Personalentwicklung und Frauenförderung wird demnächst ausgeschrieben.

Mut zu Veränderungen

Max Kothbauer, Vorsitzender des Universitätsrates, fasste diese Bemühungen mit "speed wins" zusammen. "Uns eint das Bekenntnis zur Chance, die Zukunft der Universität Wien aus eigener Kraft zu gestalten", nannte Kothbauer den gemeinsamen Nenner der Mitglieder des Gründungskonvents, des Universitätsrates und des Rektorats. Über die Wiederwahl von Winckler zum Rektor der Universität Wien habe er sich gefreut, da Winckler "die Tradtitionen der Universität Wien und die Anforderungen der modernen Bildungs- und Wissensgesellschaft bestens kennt und die Reformen nicht nur bejaht, sondern auch mitgetragen hat." Rektor Winckler betonte, dass es ihm ein Anliegen sei, die Universitätsreform entsprechend umzusetzen und "dabei die Autonomiespielräume optimal zu nutzen." Beide betonten, dass der Rektor etwas von seiner "Allgewalt" abgeben müsse und künftig "nur" Vorsitzender des Rektorats sei: An der Spitze solle "mindestens" das Vier-Augen-Prinzip gelten.

Eine wettbewerbsfähige, europäische Forschungsuniversität

Einigkeit herrschte auch bezüglich der künftigen Rolle, die die Universität Wien im Vergleich mit anderen europäischen Universitäten spielen soll. "Die Universität Wien ist eine Forschungsuniversität im europäischen Kontext", betonte Haring, "und wir möchten ihre Stellung als eine der führenden Forschungsuniversitäten in Europa stärken." Kothbauer fügte hinzu, dass "das nur gelingt, wenn Studenten eine ausgezeichnete Ausbildung erhalten, Lehre und Forschung an hoher Attraktivität gewinnen und die Universität auch in der Gesellschaft über Akzeptanz und Ansehen verfügt." Wie diese Ziele umgesetzt werden können, wird im Organisations- und Entwicklungsplan ausgearbeitet. Rektor Winckler präsentierte einige Schwerpunkte wie die Qualitätssteigerung von Lehrveranstaltungen durch thematisch motivierte modulare Strukturen und durch die Definition von Bildungszielen ("Learning Outcomes"), die verstärkte Förderung von Joint-Study-Programmen und europäischer Kooperation im Forschungsbereich, die Förderung von jungen, innovativen WissenschafterInnen, die Schaffung von Arbeitsplätzen für Studierende in Forschung, Lehre und Verwaltung und schließlich die Einrichtung einer Planungs- und Clearingstelle, die die Verwendung der Studiengebühren für Studierende transparent machen soll. Für Jung-WissenschafterInnen will Winckler Graduierten-Studiengänge in Wissenschaftsbereichen, die sich durch hohe Reputation in der Forschung und europäische Vernetzung auszeichnen, anbieten. Als weiteres Ziel nannte er die Steigerung des Frauenanteils auf allen Ebenen des Wissenschaftsbetriebs. (ab)

Gründungskonvent
Universitätsrat
Rektorenteam

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