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"Dutch Language, Literature and Culture in a Central European Context" (DCC) Abteilung Nederlandistik am Institut für Europäische und Vergleichende Sprach- und Literaturwissenschaft
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Mit dem Joint Bachelor zu einer europäischen Nederlandistik
Joint-Degree-Studien an der Universität Wien, Studium/Lehre
Simone Kremsberger (Redaktion) am 10. März 2006

Der Nederlandistik-Professor Herbert Van Uffelen erarbeitet mit sechs Partneruniversitäten das Joint-Bachelor-Programm "Dutch Language, Literature and Culture in a Central European Context" (DCC), das junge NederlandistInnen auf die Arbeit im mitteleuropäischen Raum vorbereiten soll. Herzstück ist eine virtuelle Universität, wo die versammelte Expertise zusammenlaufen soll.

Neben drei Joint-Master-Programmen, die zurzeit in den Bereichen Kultur- und Sozialanthropologie, Kognitionswissenschaft und Wirtschaftsinformatik an der Universität Wien mit Partnern aus ganz Europa entwickelt werden, entsteht auch ein Joint Bachelor für Nederlandistik: Univ.-Prof. Mag. Dr. Herbert Van Uffelen vom Institut für Europäische und Vergleichende Sprach- und Literaturwissenschaft koordiniert das innovative Joint-Bachelor-Programm "Dutch Language, Literature and Culture in a Central European Context" (DCC).

Basiscurriculum im CEEPUS-Netzwerk

Mit den sechs Partneruniversitäten in Osteuropa - Brno und Olomouc (Tschechien), Bratislava (Slowakei), Wroclaw (Polen), Budapest und Debrecen (Ungarn) - arbeitet die Wiener Nederlandistik schon seit über zehn Jahren im CEEPUS-Netzwerk zusammen, um den Studierenden- und DozentInnenaustausch zu fördern. "Gemeinsam haben wir auch ein Basiscurriculum Nederlandistik ausgearbeitet und uns abgestimmt, welche Kurse in der Einführungsphase, im zweiten und dritten Semester unbedingt erforderlich sind", schildert Herbert Van Uffelen. "Damit haben wir eine bessere Basis für den Austausch und einen guten Ausgangspunkt für dieses Curriculumsprogramm."

Interkulturalität und Mobilität

Mit DCC wollen die beteiligten Universitäten ein Konzept für eine mitteleuropäische Nederlandistik realisieren. In den sechs Semestern durchlaufen die Studierenden eine umfassende Ausbildung: Basis sind der Niederländisch-Erwerb sowie Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaft. Hinzu kommen Lehrinhalte wie interkulturelle Kompetenz, Kommunikation und Medien, EU, mitteleuropäische Geschichte, Wirtschaft und Übersetzen, wobei jedes Institut individuelle Schwerpunkte setzen kann.
Ein Auslandssemester an einer der Partneruniversitäten ist obligatorisch - verbunden mit dem Erlernen der jeweiligen Landessprache.

Virtuelle Universität


"Die Besonderheit an diesem Programm ist, dass wir nicht nur reell, sondern auch virtuell kooperieren", sagt Prof. Van Uffelen. "Wir planen eine virtuelle Universität. Jede der beteiligten Universitäten wird das Beste, das sie im Angebot hat, in einen E-Learning-Pool einbringen." In Wien werden das etwa Lehrveranstaltungen zu Wirtschaftsniederländisch, Landes- und Kulturkunde und Literatur im Kontext sein - zu letzterer hat Van Uffelen mit seinem Team bereits das Internet-Tool "Literatur im Kontext" erarbeitet, das mit der virtuellen Universität verbunden sein wird.
Über dieses "Expertise-Zentrum" sollen Studierende rund 21 Kurse über Blended Learning oder autonomes Lernen absolvieren können. Mit "Virtual Classrooms" hat der Nederlandist bereits positive Erfahrungen gesammelt: Zuletzt hat er im Wintersemester 2005/06 eine virtuelle Lehrveranstaltung zur Kolonialliteratur gleichzeitig an den Universitäten Wien, Debrecen und Poznan (Polen) angeboten.

Theorie und Praxis


Das Bachelor-Programm schließt mit einem theoretischen und einem praktischen Teil ab: Ersterer besteht in der Abgabe einer Bakkalaureatsarbeit. Zweiterer kann ein Berufspraktikum oder ein Projekt nach Wahl sein - "etwa die Planung und Durchführung einer Lesereihe von Autoren oder die Vorbereitung einer Zeitschriftennummer oder auch die Erstellung einer CD-ROM", meint der Nederlandist.

Von Kulturvermittlung bis Wirtschaft


DCC soll stärker berufsorientiert ausgerichtet sein als der "normale" Bachelor Nederlandistik, der eher philologisch orientiert sein wird. "Den AbsolventInnen stehen verschiedene Berufsfelder offen", sagt Herbert Van Uffelen. "Sie können als 'Kulturvermittler', als Übersetzer, im Medienbereich oder in der Wirtschaft arbeiten. Sie werden drei bis vier Sprachen können: ihre Muttersprache, Niederländisch, Englisch und eine zweite mitteleuropäische Sprache." Oder die frisch gebackenen Bachelors setzen ihre akademische Ausbildung fort: Denn sobald das Curriculum fertig geplant ist und die ersten Studierenden im Wintersemester 2007 starten können, ist ein Antrag für ein gemeinsames Master-Curriculum geplant. (sk)

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