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Christa Pudles bei der Arbeit an der Frankiermaschine. Über ihr die Postfächer für die Universitätsleitung sowie die DLEs. Fotos: mh


In diesem Raum werden die Taschen für die verschiedenen Standorte, die per Auto angefahren werden, vorbereitet.


In diesem Sack werden die Briefe, die über die normale Post verschickt werden, gesammelt.


Parteienverkehr in der Poststelle. Post wird abgegeben bzw. abgeholt.


Die Frankiermaschine.


Schwupps, schon sind die Briefe mit dem richtigen Porto versehen.



Poststelle der Universität Wien
Mit freundlichen Grüßen: Die Poststelle der Universität Wien
Vielfältiger Uni-Alltag
Michaela Hafner (Redaktion) am 11. August 2006

Hier wird die gesamte interne und externe Post der Universität Wien verteilt: Amtliche Briefe, Einladungskarten, Konferenzprogramme, Projektanträge - tausende Briefsendungen gehen täglich in der Poststelle der Universität Wien ein, von wo aus sie an die Fakultäten, Institute und Dienstleistungseinrichtungen verteilt werden.

Der Arbeitsalltag beginnt zwischen 6.30 und 7 Uhr, erzählt Christa Pudles, Leiterin der Poststelle (Raum- und Ressourcenmanagement). Gleich zu Beginn werden die letzten Vorbereitungen für das Tagesgeschehen getroffen. Während einer der zwei Angestellten der Poststelle kurz vor sieben bereits auf dem Weg zum Postamt in der Wallnerstraße ist, um sich mit den eingeschriebenen Briefen, die persönlich aufgegeben werden müssen, in die Schlange zu reihen, fährt Wolfgang Blauensteiner in den Hof III des Hauptgebäudes ein.

Post per Auto

In sein Fahrzeug werden die am Vortag in der Poststelle gepackten Taschen eingeladen. Eine Tasche für jeden Standort, den Blauensteiner anfährt. Nach einem fixen Plan liefert er die Post ab, die ausgehende (Haus-)Post geben ihm die MitarbeiterInnen für die Poststelle mit. Zwölf bis 15 verschiedene Standorte werden Montag bis Freitag angefahren, darunter das Juridicum, der Uni-Campus, das Biozentrum Althanstraße, das Sportinstitut auf der Schmelz, das BWZ in Floridsdorf, die Dr.-Bohr-Gasse, das Bildungsministerium - und natürlich das zuständige Postamt in der Wallnerstraße. "Externe" Briefe werden in der Poststelle gesammelt und in einem großen Sack zur Post befördert.

Postwege ... Während Blauensteiner seine Tour fährt, beginnen im Hauptgebäude die Postwege für Christa Pudles, Alois Schmaus und Michael Jirka: Um 9 Uhr werden die ersten Briefe im Hauptgebäude verteilt, zu Mittag gibt es eine zweite "Austragungsrunde". Denn am Vormittag kommt der externe Postbote und bringt brieflichen Nachschub, der auf die einzelnen Standorte sowie die verschiedenen Institute aufgeteilt werden muss. 

...  und Parteienverkehr

Dazwischen immer wieder Parteienverkehr: MitarbeiterInnen der Universität Wien bringen oder holen Post. Denn die Institute und Einrichtungen, die nicht eigens angefahren werden, haben in der Poststelle jeweils ein Fach, in dem die Post aufbewahrt wird. "Pakete werden von uns nur bis zu einem Gewicht von zwei Kilogramm verteilt: Alles was schwerer oder zu groß ist, muss von den Botendiensten direkt an die Institute gebracht werden", sagt Christa Pudles.
Rund die Hälfte der an der Universität verteilten Post geht über die Hauspost, die andere Hälfte kommt von außen, schätzt Pudles, die seit 2000 in der Poststelle arbeitet. Insgesamt werden täglich 5000 bis 10.000 Postsendungen verteilt. Dass Briefe verloren gehen, komme trotz der großen Menge selten vor, so Pudles: "Menschen machen Fehler: Meist war der Brief in ein falsches Fach eingeordnet und taucht bei einem anderen Institut wieder auf."

Arbeitsalltag

"Zwischen dem Verteilen und Austragen der Post werden Briefe frankiert und die Taschen für den nächsten Tag hergerichtet", erzählt Pudles. Das Team betreut aber auch Massensendungen, bereitet Etiketten vor, erledigt administrative Aufgaben und kleine Botendienste oder vervollständigt die eine oder andere Adresse, wenn der Adressat aufgrund der dürftigen Beschriftung nicht auffindbar ist.
28 universitäre Einrichtungen werden weiters über ein Postkonto betreut, wofür Pudles monatliche Abrechungen erstellt. Externe Briefe, die eine Frankierung benötigen, müssen somit nicht zum Postamt gebracht oder mit Briefmarken beklebt werden, sondern können wie die Hauspost ebenfalls in der Poststelle abgegeben werden. Dort werden sie mithilfe der Frankiermaschine frankiert. Die Daten werden elektronisch erfasst und für jede Einrichtung und deren Konto genau festgehalten.

E-Mail ersetzt Snailmail nicht

Was man im privaten Bereich mitunter feststellt, nämlich dass man seit dem Anstieg der E-Mail-Nutzung abgesehen von Werbeprospekten kaum noch Briefe im Postkastl vorfindet, kann Christa Pudles für die Universität Wien nicht feststellen. "Zu Beginn hat es den Anschein gehabt, dass weniger per Post verschickt wird. Davon ist nichts mehr festzustellen." Gewisse Informationen oder Unterlagen müssten nach wie vor per Post übermittelt werden.

Fad wird Christa Pudles nicht so schnell. Denn neben ihrer Leitungstätigkeit der Poststelle arbeitet sie auch in der Hausdruckerei. Die Postanschrift ist übrigens die gleiche: Es trennt sie nur eine Tür. (mh)

Poststelle der Universität Wien
Raum- und Ressourcenmanagement
Abtg. Ressourcenmanagement, Referat 1
Hauptgebäude Hof III
Öffnungszeiten: Mo-Fr 7 bis 15 Uhr  

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