![]() Tamara Djordjević bei der Auswertung der Daten der Röntgendiffraktometrie. Fotos: Harald Zwilling ![]() Bunt und klein: Arsenat-Kristalle. Obere Reihe: Grüne Kristalle von Nickel, blaue von Kupfer gefärbt. Untere Reihe: Pink durch Kobalt und grün durch Nickel. ![]() Damit nichts durcheinander kommt, werden die "Hydrothermalbomben" im Labor mit dem Namen beschriftet. ![]() Nicht zum Verzehr geeignet: Arsen. ![]() Noch etwas Wasser: Beim hydrothermalen Kristalle-Kochen ist es eine entscheidende Zutat. ![]() "Hydrothermalbombe" im Ofen Institut für Mineralogie und Kristallographieder Fakultät für Geowissenschaften, Geographie und Astronomie |
Neue Kristalle für Wissenschaft und Technik |
| Forschungsprojekte, Hertha-Firnberg-Programm |
| Harald Zwilling (Redaktion) am 20. März 2007 |
Kristalline Materialien haben vielfältige und erstaunliche physikalische Eigenschaften: Vom Schwingquarz in der Quarzuhr über den Halbleiterkristall im Laserpointer oder die Flüssigkristalle in unseren LCD-Displays erfüllen sie in der modernen Technik die unterschiedlichsten Aufgaben. Tamara Djordjević synthetisiert im Rahmen eines Hertha-Firnberg-Programms verschiedene Salze der Arsen- und Vanadiumsäure, die interessante Materialeigenschaften versprechen. |
Oft bunt und bisweilen gefährlich. Das sind zwei der offensichtlicheren Eigenschaften der Kristalle, die Dr. Tamara Djordjević am Institut für Mineralogie und Kristallographie synthetisiert. Gefährlich sind sie, weil die Metalle Arsen und Vandium, um deren Verbindungen es im FWF-Projekt geht, giftig sind.
Tamara Djordjević geht es um weniger Offensichtliches: Die untersuchten Stoffe aus den Gruppen der Arsenate und Vanadate sind weitgehend unerforscht und versprechen nützliche physikalisch-chemische Eigenschaften wie etwa die Fähigkeit, Licht auszustrahlen, gezielt gewisse Stoffe zu binden oder als Katalysator chemische Reaktionen zu beschleunigen. Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten, wie sich die im Projekt untersuchten Metall-Ionen (Strontium, Barium, Cadmium und Bismuth sowie Magnesium, Mangan, Eisen, Kobalt, Kupfer und Zink) mit Arsensäure bzw. Vanadiumsäure zu Arsenaten und Vanadaten verbinden können. "Ich werde in den kommenden drei Jahren grob geschätzt 40 bis 50 Materialien herstellen und beschreiben - das sind aber noch lange nicht alle möglichen Verbindungen", erklärt Djordjević. |






