![]() Der Große Ameisenbläuling (Maculinea arion) ist zwar vom Aussterben bedroht, kommt aber in Österreich - insbesondere in den Alpen - noch vor. Fotos: Martin Wiemers ![]() Regensburger Gelbling (Colias myrmidone) steht in der Kategorie "endangered" bzw. "critically endangered". ![]() Kanaren-Weißling (Pieris cheiranthi) ist ein Endemit der Kanarischen Inseln und steht in der Kategorie "endangered". ![]() Das Große Wiesenvögelchen kommt nur in Moorgebieten vor. ![]() Der Apollofalter ist eine Gebirgsart, die in den letzten Jahrzehnten in den meisten Mittelgebirgsregionen verschwunden ist. European Red List European Red List of Butterflies (PDF) International Union for Conservation of Nature (IUCN) Butterfly Conservation Europe (BCE) Butterfly Conservation Department für Biodiversität der Tiere der Fakultät für Lebenswissenschaften |
Neue Rote Liste der Tagfalter Europas veröffentlicht |
| Jahr der Biodiversität 2010, Wissenschaft |
| Gastbeitrag von Martin Wiemers am 23. März 2010 |
Nach der neuen Europäischen Roten Liste gefährdeter Tagfalter, die Mitte März 2010 der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, sind fast ein Zehntel (8,5 Prozent) der Arten vom Aussterben bedroht. Weitere zehn Prozent stehen aufgrund starker Rückgänge in den vergangenen zehn Jahren auf der Vorwarnliste. Die neue Rote Liste wurde unter der Koordination von IUCN und Butterfly Conservation Europe von einem Team von über 50 europäischen ExpertInnen erarbeitet. Martin Wiemers vom Department für Biodiversität der Tiere ist einer der AutorInnen. |
Europa hat mit etwa 435 Arten eine sehr artenreiche Tagfalterfauna, von denen ungefähr ein Drittel endemisch ist und nur in Europa vorkommt. Von diesen sind 15 Arten somit auch global bedroht. Ein Beispiel ist der Kanaren-Weißling (Pieris cheiranthi), der in seiner natürlichen Verbreitung auf drei der Kanarischen Inseln beschränkt ist. Auf einer dieser Inseln - La Gomera - ist die Art aber seit 30 Jahren ausgestorben, und auf Teneriffa scheint sein Aussterben kurz bevor zu stehen, da in den letzten Jahren nur noch ganz vereinzelt Falter gesichtet wurden. Auch die letzten größeren Populationen auf La Palma sind vermutlich durch eingeschleppte Parasiten gefährdet. |





