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Neuorganisation der Universität Wien ab 1. Oktober 2004 |
| Forschungspolitik, UG 2002 |
| Michaela Hafner (Redaktion) am 22. September 2004 |
Neben der Eröffnungsbilanz waren die organisatorischen Neuerungen an der Universität Wien ab dem Wintersemester 2004/05 das zweite große Thema bei der gemeinsamen Pressekonferenz von Rektor Georg Winckler und Universitätsratsvorsitzendem Max Kothbauer. |
"Die Implementierung der Neuorganisation der Universität Wien ist mit 30. September 2004 großteils abgeschlossen", erklärte Rektor Georg Winckler und hob hervor, dass die Implementierung des Organisationsplanes programm- und zielmäßig erfolgt ist. Nach den intensiven Diskussionen zur Neuorganisation auf Grund des UG 2002 und der Annahme des neuen Organisationsplans durch den Universitätsrat am 11. März 2004 stand das Jahr 2004 im Zeichen der Implementierung dieser neuen Organisationsstruktur. "Zu klären ist in den kommenden Monaten noch die Binnenstruktur der Fakultäten und die Institutsgliederung, die ab 1. Jänner 2005 gelten wird", so Winckler weiter. Zeitlicher Ablauf der Implementierung Im Bereich der Dienstleistungseinrichtungen (Verwaltung) ist die Neuorganisation bereits seit 1. Jänner 2004 in Kraft. In einer zweiten Phase wurden die FunktionsträgerInnen bestellt: die 15 DekanInnen und zwei Zentrumsleiter (bis 14. Mai) und die 35 StudienprogrammleiterInnen (bis 2. Juni), die mit 1. Oktober 2004 ihre Funktionen antreten werden. Bis Ende Juni 2004 waren die Wahlen zu den Fakultäts- und Zentrumskonferenzen abgeschlossen. Die Fakultäten und Zentren, die von DekanInnen bzw. ZentrumsleiterInnen geleitet werden, sind künftig die wissenschaftlichen Organisationseinheiten der Universität Wien und mit Forschungs- und Lehraufgaben betraut. Die neuen Fakultäten und Zentren sind die Partner des Rektorats u.a. beim Abschluss der Zielvereinbarungen und bei der Erarbeitung der Entwicklungspläne. Die gewählten Fakultäts- bzw. Zentrumskonferenzen beraten die DekanInnen und Zentrumsleiter bei organisatorischen und strategischen Vorhaben der Fakultätsleitung, u.a. bei der Änderung der Binnenstruktur und bei der Entwicklungsplanung. Die Studienprogrammleitungen sind primär auf die spezifischen Bedürfnisse des Studien- und Lehrbetriebs abgestimmt ist. Sie sind die Verantwortlichen für die Studienorganisation und den Studienbetrieb und übernehmen studienorganisatorische und studienrechtliche Aufgaben, insbesondere die Planung und Organisation des Lehrveranstaltungsangebots und des Prüfungsbetriebs. Beraten werden die StudienprogammleiterInnen von den Studienkonferenzen, die sich jeweils zur Hälfte aus Studierenden und Lehrenden zusammensetzen Binnenstruktur der Fakultäten und Zentren Die letzte Phase der Implementierung befasst sich mit der Binnenstruktur der Fakultäten und Zentren. Bis Ende des Jahres bleiben noch die Institute nach UOG '93 entsprechend der Neugliederung der Fakultäten und Zentren bestehen. Bis Mitte November 2004 laufen die Budgetverhandlungen und Zielvereinbarungsgespräche zur künftigen Binnenstruktur, die im Jänner 2005 in Kraft treten soll. Die neue Binnenstruktur soll auf Vorschlag des Dekans/der Dekanin erstellt werden unter Berücksichtigung der Evaluationsergebnisse, der Vorschläge von WissenschafterInnen aus der Fakultät und der bisherigen Struktur der Fakultät. Nach einer Stellungnahme der Fakultätskonferenz wird die Binnenstruktur der Fakultät in den Zielvereinbarungsgesprächen zwischen dem/der DekanIn und dem Rektorat festgelegt. "Die Fächer sollen sich dynamisch entwickeln können", erklärte Winckler das dahinter liegende Ziel. Zur Unterstützung der Forschung und zur Etablierung innovativer, an der Universität Wien noch nicht verankerter Forschungsgebiete können inter- und intrafakultäre Forschungsplattformen eingerichtet werden. Wissenschaftliche Beiräte, die sich aus externen, in Forschung und Lehre international renommierten WissenschafterInnen zusammensetzen, sind auf gesamtuniversitärer Ebene und auch auf der Ebene der Fakultäten und Zentren vorgesehen. (mh) |
