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Referatsleiterin Anita Neprasek, empfiehlt an den Vormittagen und in der Mitte der Frist zur Zulassung zu kommen. Fotos: H. Huber


Schlangenmanagement: Um langes Anstellen zu verhindern, versucht man, die Schlangen praktisch zu managen.


Dokumente vorweisen ?


? Studienunterlagen und neuen Ausweis einpacken.


Abteilungsleiterin für die nationale Zulassung Andrea Majnaric hat die Übersicht über neue Entwicklungen am Bildungsmarkt.


Referat Studienzulassung Student Point Studierendenportal der Universität Wien  
Referat Studienzulassung: Willkommen an der Universität Wien
Vielfältiger Uni-Alltag
Heidrun Huber (Redaktion) am 17. August 2006

Die Zulassungsfrist hat begonnen und hinter den Kulissen geht es rund. Wenn man sich die Zulassung, die der erste Schritt ins Universitäts- und Studierendenleben ist, als Schleuse denkt, dann ist das Referat Studienzulassung das Schleusentor. 12.000 StudienwerberInnen werden hier jährlich durchgelotst. Dafür ist Organisation, Geduld und Ausdauer notwendig.

Wer dieses Büro erfolgreich verlässt, hat einen frisch folierten Studierendenausweis in der Tasche und gerade seine für das ganze Leben geltende Matrikelnummer bekommen. Außerdem hat der-/diejenige den ersten Schritt zum Studienbeginn an der Universität gemacht. Die Rede ist vom Referat für Studienzulassung. In den letzten Jahren wurden viele Neuerungen in der Administration eingeführt, um den Studienbeginn zu erleichtern. "Im Idealfall ist es so, dass sich die Studierenden online vorerfassen, das Antragsformular ausdrucken und dieses mit den erforderlichen Dokumenten an uns per Post senden. Wir erfassen die Unterlagen, schicken alles Nötige zu und bereiten alles vor, damit die Studierenden nur noch mit ihrem Pass zur Überprüfung, einem Foto für den Ausweis und eventuell der EC-Karte vorbeikommen müssen. Dann sind sie auch schon zugelassen", erklärt die neue Referatsleiterin Mag. Dr. Anita Neprasek. "Den Ausweis hab ich im Auto, soll ich ihn holen?" Vorausgesetzt der/die AnwärterIn für ein Studium hatte alle Dokumente dabei. Eine genaue Auflistung ist am Studierendenportal abrufbar. Am häufigsten werden das Reifezeugnis und der Ausweis vergessen, weiß die Abteilungsleiterin für die nationale Zulassung, Andrea Majnaric, die bereits viele Jahre in der Abteilung arbeitet. "Den Ausweis hab ich jetzt im Auto, soll ich ihn holen?", beschreibt sie eine typische Situation im Alltag mit zahlreichen StudienanfängerInnen lachend. Diejenigen müssen sich dann nicht noch mal anstellen, sondern dürfen sofort nach vorne, betonen Neprasek und Majnaric einstimmig.

"Schlangenmanagement"
Viele Universitäten stehen in der Zulassungsfrist vor der Herausforderung, den Studierendenzustrom zu "managen". Erklärtes Ziel ist, die Schlangen bei der Zulassung möglichst gering zu halten. Jede/r StudentIn kann eine eigene Anekdote über diese erzählen. Und auch auf der anderen Seite der Türe bekommt man Spitzenzeiten enorm zu spüren. "Am Beginn der Zulassungsfrist im Juli ist das Aufkommen immer etwas intensiver, dann gibt es eine kleinere Abflachung im Strom der Studierenden und danach steigt das Ganze im September wieder an", beschreibt Neprasek die Situation. Um einen regelmäßigeren Zustrom zu erreichen, hat man die Zulassungsfrist heuer beginnend mit 3. Juli auf den 16. Oktober vorverlegt. Generell empfiehlt die Abteilungsleiterin den Studierenden, die Zulassung zum Studium möglichst früh abzuschließen und nach Möglichkeit nicht am Nachmittag, sondern an den weniger frequentierten Vormittagen in der Mitte der Zulassungsfrist zu kommen: "Wenn Schlangen da sind, ist das für beide Seiten nicht optimal, also besser am frühen Vormittag kommen, sofern dies möglich ist." Diese Informationen werden auch von Student Point an die StudienbeginnerInnen weitergegeben, so dass regelrecht von "Schlangenmanagement" gesprochen werden kann. Richtung Internationalisierung Die Universität Wien freut sich über das rege Interesse von internationalen Studierenden und ist deshalb bemüht, gerade in diesem Bereich weitere Verbesserungen einzuführen. Generell ist es nämlich so, dass die internationale Zulassung weit arbeitsaufwändiger als die nationale. Zu kontrollieren, ob zum Beispiel die vorgelegten Unterlagen einem österreichischen Reifezeugnis gleichwertig sind, erfordert eine intensivere Befassung und damit mehr Zeitaufwand. Immerhin sind 18 Prozent der Studierenden an der Universität Wien ausländische Staatsangehörige.
Dementsprechend wird die Ausrichtung des Referates Studienzulassung in Richtung Internationalisierung immer weiter getrieben, was sich in mehrsprachigen Informationen und den Sprachkompetenzen der MitarbeiterInnen niederschlägt. "Am Weg der Internationalisierung sind wir schon auf halber Strecke und verfolgen die Richtung konsequent weiter", freut sich Neprasek über Erfolge. Froh ist man auch über die gewonnene Arbeitserleichterung durch die elektronische Voranmeldung. Prinzipiell versucht man laufend, noch serviceorientierter zu werden. Beobachtete Tendenzen in der akademischen Bildung Aus ihrer täglichen Arbeit erkennen die MitarbeiterInnen am Referat für Studienzulassung Tendenzen am Bildungsmarkt. "Momentan zeichnet sich ab, dass sich 'ältere Semester' vermehrt als DissertantInnen anmelden", weiß Majnaric. Außerdem merkt man hier auch, dass immer mehr Studierende immer mehr Fächer gleichzeitig inskribieren. "Dies spiegelt auch wider, dass in der Arbeitswelt eine breite, fundierte Ausbildung immer wichtiger ist", so Majnaric. (hh) Das Referat Studienzulassung ist eines von neun Referaten der Dienstleistungseinrichtung Studien- und Lehrwesen der Universität. Hier werden jedes Jahr über 12.000 StudienwerberInnen beraten und zugelassen. Außer- und innerhalb der Zulassungsfristen betreuen die 22 MitarbeiterInnen des Referats Ad-hoc-Anliegen wie zum Beispiel das Ausstellen von Duplikaten, die Aktualisierung persönlicher Daten usw. Außerdem ist das Referat für Studienzulassung Anlaufstelle für die Studienberechtigungsprüfung, die Beurlaubung vom Studium sowie für Erlass und Rückerstattung von Studienbeiträgen.
 

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