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ScienceCenter-Projektleiterin Sara Hossein stellte sich den Fragen der Kinderuni-ReporterInnen.


Vor dem wichtigen Interview mit Margit Fischer nutzten die NachwuchsjournalistInnen die Zeit am ScienceCenter-Stand für ein lehrreiches Spiel zum Thema Armutsgrenzen.


Die Kinder mussten einzelne Bilder ...


... verschiedenen Geschichten zuordnen und sich überlegen, wer dabei als "arm" bzw. als "reich" gilt. Das war gar nicht so einfach. Denn ist man nur arm, wenn man kein Geld hat?


Verein ScienceCenter-Netzwerk Projekt GrenzGenial  
ScienceCenter auf der Kinderuni: "Wollen Wissenschaft spielerisch vermitteln"
KinderuniWien 2010, Service
Kinderuni-ReporterInnen Vito (9), Michael (10), und Marah-Lena (8) am 14. Juli 2010

Die Kinderuni-ZeitungsreporterInnen Marah-Lena, Michael und Vito nutzten die Gelegenheit, sich vor dem wichtigen Interview mit Margit Fischer über das ScienceCenter-Netzwerk zu informieren. Im Gespräch mit Projektleiterin Sara Hossein konnten die NachwuchsjournalistInnen nicht nur herausfinden, welche Aufgaben und Ziele sich das Netzwerk gesetzt hat und wie es mit der Armut auf der Welt aussieht, sondern erfuhren auch, warum sich gerade die Ehefrau des Bundespräsidenten im Kampf gegen Armut engagiert.

Kinderuni-ReporterInnen: Was ist das ScienceCenter-Netzwerk?
Sara Hossein: Wir sind ein Verein für Wissenschaftskommunikation, der mit sehr vielen verschiedenen Institutionen und Menschen aus den Bereichen Bildung, Wissenschaft und Forschung, Ausstellungsdesign, Kunst, Medien und Wirtschaf zusammenarbeitet. Allen gemeinsam ist, dass sie Wissenschaft lustig und spielerisch vermitteln wollen.

Kinderuni-ReporterInnen: Was ist das Ziel des ScienceCenter-Netzwerks?
Sara Hossein: Ziel ist es, die Menschen dazu zu bringen, sich mit Wissenschaft auseinanderzusetzten. Wir wollen zeigen, dass Wissenschaft mehr ist als das bloße Zuhören in einer Vorlesung, sondern etwas, das man selbst erleben und ausprobieren kann.

Kinderuni-ReporterInnen: Was halten Sie eigentlich von Armut?
Sara Hossein: Ich finde, dass gerade in einem Land wie Österreich Armut nicht unbedingt sein müsste. Das gilt insbesondere für Kinder, die eigentlich nicht von Armut betroffen sein sollten. Ich glaube, da muss die Politik etwas dagegen tun. Es fängt aber schon beim einzelnen Menschen an: Jeder, der mit offenen Augen durch seinen Alltag geht, kann etwas gegen Armut tun.

Kinderuni-ReporterInnen: Wie stark ist Armut auf der Welt verbreitet?
Sara Hossein: Das ist sehr unterschiedlich. Generell ist es aber erschreckend zu sehen, dass die Armut auf der Welt deutlich zunimmt und auch die Kluft zwischen Arm und Reich immer größer wird. Die Mittelschicht - die Menschen, die mit ihrem Geld gut auskommen - wird immer kleiner. Das ist eine sehr besorgniserregende Entwicklung.

Kinderuni-ReporterInnen: Warum hat gerade Frau Fischer den Vorsitz des ScienceCenters übernommen?
Sara Hossein: Frau Fischer hat selbst zwei Kinder und war vor einigen Jahren in Kanada in einem Science Center. Sie war sofort begeistert von dieser spannenden Idee, Kindern Wissenschaft spielerisch näher zu bringen und hat sich dann überlegt, wie sie diese Form der Wissenschaftsvermittlung auch nach Österreich bringen kann.

Kinderuni-ReporterInnen: Wie lange arbeiten Sie schon im Verein und was ist Ihre Aufgabe?
Sara Hossein: Ich arbeite seit drei Jahren im Verein. Meine Aufgabe ist es, verschiedene Wissenschaftsprojekte zu leiten. Aktuell zum Beispiel das Projekt "Grenzgenial", das ich gemeinsam mit meiner Kollegin Kathrin Unterleitner durchführe. Mit dem Projekt will das ScienceCenter-Netzwerk den Menschen die unterschiedlichsten Grenzen bewusst und verständlich machen und lädt zur Auseinandersetzung mit Wissenschaft und Technik ein. Vor kurzem hatten wir in diesem Rahmen eine Ausstellung im Technischen Museum Wien.

Die Fragen haben Kinderuni-ZeitungsreporterInnen Marah-Lena Gletthofer und Michael Gustav Baer gestellt. Marah-Lena ist 8 Jahre alt und kommt in die vierte Klasse Volksschule. Michael ist zehn Jahre alt und kommt ins erste Gymnasium.
Fotografiert hat Kinderuni-Reporter Vito Millauer. Er ist neun Jahre alt und kommt in die vierte Klasse Volksschule.


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