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Die Freud-Büste steht derzeit nicht im Arkadenhof, sondern in der rechten Seitenaula.



Archiv der Universität Wien Artikel zum Freud-Jahr: Sigmund Freud: Wissenschafter abseits der Universität Zum 150. Geburtstag Freuds: Ein Abstecher ins Bewusstsein Sigmund Freud und die Religion Peter Kampits: Manifest zum Freud-Jahr  
Sigmund-Freud-Büste temporär in der Aula des Hauptgebäudes
Service, 150. Geburtstag Freuds
Redaktion am  5. Mai 2006

Anlässlich des 150. Geburtstages von Sigmund Freud am 6. Mai gedenkt die Universität Wien des berühmten Wissenschafters, der an der Alma Mater studiert und gelehrt hat. Seit 1955 befindet sich im Arkadenhof des Hauptgebäudes ihm zu Ehren ein Denkmal. Als Ausdruck der Wertschätzung wird diese Büste temporär in die Aula verlagert.

Sigmund-Freud-Denkmal im Arkadenhof  Im Jahr 1920 ließ Max Eitingon (1881–943), ein Freund und Schüler Freuds, vom Wiener Bildhauer (David) Paul Königsberger eine Porträtbüste des verehrten Lehrers anfertigen. Freud selbst saß dafür Modell. Sie wurde ihm von seinen Schülern und Freunden 1921 zum 65. Geburtstag überreicht. 1951 wurde von Prof. Hans Hoff, Vorstand der Psychiatrisch-neurologischen Universitätsklinik, der Antrag gestellt, im Arkadenhof der Universität Wien ein Denkmal für Sigmund Freud zu errichten. Der Freud-Biograph Ernest Jones, selbst einst Mitglied des Schüler-Kreises, brachte aus England eine von ihm gestiftete Kopie der Büste von Paul Königsberger, welche schließlich am 4. Februar 1955 mit einer feierlichen Zeremonie im Arkadenhof der Universität Wien enthüllt wurde. Der eigens dafür angefertigte Marmorsockel trägt als Aufschrift den Namen Freuds, darunter die Jahre seiner Lehrbefugnis an der Wiener Universität (1885–934) und schließlich ein Zitat aus "König Ödipus" von Sophokles. Sigmund Freud Am 6. Mai 1856 in Príbor geboren, übersiedelte Sigmund Freud 1859 von Mähren nach Wien und besuchte das Leopoldstädter Gymnasium. Er studierte an der Universität Wien und promovierte 1881 zum Doktor der Medizin. Sehr bald schon begann er sich mit der Erforschung des Nervensystems zu beschäftigen und konnte sich 1885 für das Fach Neuropathologie habilitieren.

Nach einem Forschungsaufenthalt in Paris ließ er sich in Wien als praktischer Arzt nieder. Er war weiterhin wissenschaftlich tätig und wandte sich mehr und mehr der Erforschung seelischer Krankheiten ohne organischen Befund zu. Über seine Theorie der Neurosenentwicklung gelangte Freud zu grundlegend neuen Ansichten über das Seelenleben und entwickelte daraus die Wissenschaft von den unbewussten seelischen Vorgängen. Freud entwickelte das psychoanalytische Therapieverfahren (Psychoanalyse), bei dem er zugleich seine Einsichten in die Triebstruktur menschlichen Verhaltens gewann.

Zu seinen wichtigsten Werken zählen u.a. "Die Traumdeutung" (1900/01), "Totem und Tabu" (1913) und "Das Ich und das Es" (1923). 1902 wurde ihm der Titel eines außerordentlichen Professors, 1919 eines ordentlichen Professors verliehen, was jedoch an seinem Status als "Privatdozent" an der Universität nichts änderte. 1934 erlosch Freuds Lehrbefugnis an der Universität Wien; allerdings hatte er schon seit 1918 keine Lehrveranstaltungen mehr abgehalten. Von einer schweren Krankheit gezeichnet, musste er 1938 vor der nationalsozialistischen Verfolgung nach England emigrieren, wo er 1939 starb. (Archiv der Universität Wien)  

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