Am 24. November vor 150 Jahren erschien "Origin of Species", das epochale Werk von Charles Darwin. Dieser Jahrestag liefert den Rahmen für den offiziellen Start der interuniversitären Initiative "evolVienna", die von verschiedenen EvolutionsforscherInnen in und um Wien getragen wird. Beim feierlichen Gründungstreffen im Biozentrum Althanstraße am 24. November 2009 stellen sich die Mitglieder der Initiative einer breiteren Öffentlichkeit vor. |
WissenschafterInnen vom Fakultätsschwerpunkt Evolution der Fakultät für Lebenswissenschaften organisieren am 24. November 2009 die Gründungsveranstaltung der Initiative "evolVienna", um die Evolutionsforschung in Wien zu feiern. Wien hat in der Evolutionsforschung international eine einzigartige Stellung: Mit VertreterInnen von höchstem Rang und über 30 Arbeitsgruppen in diesem Bereich gibt es derzeit in Europa kaum einen vergleichbaren Standort. "Weltweit beneiden uns unsere KollegInnen um dieses Forschungspotenzial", sagt Joachim Hermisson, WWTF-Stiftungsprofessor für Mathematik und Lebenswissenschaften an der Fakultät für Mathematik und an den Max F. Perutz Laboratories.
Integration und Repräsentation …
Diese Stärke gründet einerseits auf der langen Tradition Wiens in der Evolutionsforschung und andererseits auf der Vielfalt der Wiener Forschungslandschaft mit ihren zahlreichen Universitäten und Instituten. Die Vielzahl an Standorten und neuen Forschungsgruppen machten eine stärkere Vernetzung untereinander notwendig, die mit der interuniversitären Initiative "evolVienna" realisiert wird. Sie soll als Plattform zur Integration und Repräsentation die Kommunikation nach Innen und Außen fördern sowie den Rahmen für regelmäßige Treffen der Wiener EvolutionsforscherInnen liefern.
… der Evolutionsforschung in Wien
Am 24. November - dem Tag, an dem vor 150 Jahren Darwins "Origin of Species" erschien - findet die Gründungsfeier der Initiative "evolVienna" im Biozentrum Althanstraße statt. Der Evolutionsbiologe und Initiator der Initiative, Joachim Hermisson, erwartet VertreterInnen aller teilnehmenden Arbeitsgruppen, die sich unter dem Motto "This is evolutionary biology in Vienna" kurz vorstellen werden. Bei den Festvorträgen im Anschluss sprechen die beiden Spitzenforscher Magnus Nordborg, Direktor des Gregor Mendel Instituts für Molekulare Pflanzenbiologie, und Ulrich Technau, Leiter des Departments für Molekulare Evolution und Entwicklung an der Universität Wien, über "The genetic basis of evolutionary change" und "Nematostella vectensis: an emerging model system for understanding the evolution of key bilaterian traits".
Vernetzung zwischen Universitäten und Forschungsinstituten
Die Universität Wien trägt bei der interuniversitären Initiative "evolVienna" den Hauptanteil: Die Alma Mater ist in der Initiative mit über 20 Arbeitsgruppen - mindestens zwölf in der Biologie und den Max F. Perutz Laboratories, drei in der Chemie und mindestens sechs in der Mathematik und Statistik - stark vertreten.
Ergänzt werden die Arbeitsgruppen der Universität Wien durch mehrere Gruppen an der Veterinärmedizinischen Universität und einigen sehr profilierten Einzelgruppen an verschiedenen Forschungsinstituten: dem Institute of Science and Technology (IST) Austria, dem Gregor Mendel Institut der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, dem Naturhistorischen Museum sowie dem International Institute for Applied Systems Analysis (IIASA) in Laxenburg und dem Konrad Lorenz Institut in Altenberg. Außerdem gibt es noch einzelne Forschungsgruppen an der Universität für Bodenkultur und der Medizinischen Universität in Wien. (ps)
First evolVienna Meeting Dienstag, 24. November 2009, 17.00 Uhr Biozentrum Althanstraße, Hörsaal 1, Zoologie Althanstraße 14, 1090 Wien Programm (PDF)
Die Veranstaltung wird in englischer Sprache abgehalten und es ist keine Anmeldung erforderlich. |