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Verein der Freunde des Botanischen Gartens |
| Botanischer Garten |
| Dieter N. Unrath (Redaktion) am 6. Februar 2004 |
Der "Verein der Freunde des Botanischen Gartens der Universität Wien" ist ein Förderverein für den Hortus Botanicus Vindobonensis (HBV). Zu seinen wichtigsten Aufgaben zählen die Mithilfe bei der Bereitstellung von Informationen über den Botanischen Garten und bei der Organisation von Veranstaltungen sowie die finanzielle Unterstützung von Aktivitäten des Gartens. |
So ermöglichen die "Freunde des Botanischen Gartens" z.B. das Führungsprogramm für Schulen oder fördern allgemeine Führungen im Garten und Gastvorträge von WissenschafterInnen am Institut für Botanik. Der Verein wurde 1991 vom jetzigen Vizepräsidenten Dr. Michael Kiehn gegründet. Als Vorbild dienten die "Freunde des Naturhistorischen Museums Wien", die heute über 4000 Mitglieder haben. "Ich kannte bereits die Effektivität solcher Fördervereine im angloamerikanischen Raum. Zudem dachte ich mir, dass es - da es ja kulturelle Unterstützungsvereine in Österreich gibt - doch auch im Rahmen des Botanischen Gartens möglich sein müsste, einen solchen Verein einzurichten", so Kiehn. Angebote für FreundInnen Für Mitglieder des Vereins werden zusätzliche Aktivitäten organisiert. Sie erhalten Aussendungen mit Hinweisen auf Veranstaltungen und auf Besonderheiten im Garten. Mitglieder können an speziellen Führungen wie solchen durch die Gewächshäuser teilnehmen, weiters haben sie freien Eintritt zu Sonderschauen. Zudem gibt es die Möglichkeit, bei Exkursionen im In- und Ausland mitzumachen, wie im heurigen Mai, wo eine Reise nach Griechenland organisiert wird. In den vergangenen Jahren war der Verein bereits auf den Kanarischen Inseln und in Südafrika. Für die Zukunft ist auch eine Hawaii-Exkursion geplant. Eine der wichtigsten Aufgaben der "Freunde des Botanischen Gartens" ist die finanzielle Unterstützung von Anliegen des HBV. So gab es z.B. im Winter 2002/03 die Notwendigkeit, seltene Orchideen aus Madagaskar, die zu Zwecken der Forschung und des Artenschutzes im HBV kultiviert werden sollten, nach Wien zu befördern. Zwar bestand ein Angebot, die Orchideen kostenlos, aber mit Zwischenlandung in Paris zu transportieren. So eine Zwischenlagerung im Winter wäre aber für die Orchideen unter Umständen tödlich verlaufen. Der Verein, der sich ausschließlich über Spenden und Mitgliedsbeiträge finanziert, ermöglichte schließlich den Direktflug der Pflanzen nach Wien. Mitglieder werden hauptsächlich durch Mundpropaganda gewonnen, eigene PR- und Werbemaßnahmen werden nicht gesetzt. StudentInnen zahlen jährlich einen Betrag von EUR 14,50, ordentliche Mitglieder EUR 22,50, Firmen und Familien EUR 40. Förderer zahlen EUR 225 und Stifter sogar EUR 2250. Einen großzügigen Stifter konnte der Verein noch nicht gewinnen. "Leider haben wir keinen Großspender. Außerdem mussten Förderer - meistens Firmen - aufgrund der schlechten Wirtschaftslage ihre Mitgliedschaft kündigen", beklagt Kiehn. Zusammenarbeit mit anderen Vereinen Der Verein wird von acht Vorstandsmitgliedern geführt, der Präsident des Vereins ist emer. o. Prof. Dr. Kubelka (Institut für Pharmakognosie). Es besteht eine enge Zusammenarbeit mit anderen Vereinen wie mit der Österreichischen Mykologischen Gesellschaft (z.B. bei einer derzeit am Institut gezeigten Ausstellung "Pilze an Holz") und mit dem Verein zur Erforschung der Flora von Österreich, mit welchem gemeinsame Exkursionen durchgeführt werden. Ebenso gibt es immer wieder gemeinsame Veranstaltungen mit dem Alumniclub der Universität Wien, den "Freunden des Naturhistorischen Museums Wien" oder mit der Österreichisch-Chinesischen Gesellschaft. (du) Verein der Freunde des Botanischen Gartens der Universität Wien |
