 |  |  |  |  |  | Gastbeitrag von Simon und David Hanak, Sara Schachinger, Schadja Sophie, Mino Ralph und Schirin Stephanie Stockinger am 18. Juli 2003
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Das Gefängnis In der Vorlesung "Warum gibt es Gefängnisse?" haben wir über Gefängnisse geredet. Gefängnisse sind da, um Verbrecher einzusperren: lebenslänglich oder ein paar Jahre. Ins Gefängnis zu kommen ist eine strenge Strafe. Wenn jemand etwas Verbotenes getan hat, wird er bestraft. Eine Möglichkeit zu bestrafen ist, ihn in ein Gefängnis zu stecken. Man kann ins Gefängnis kommen, wenn man stiehlt oder tötet. In Amerika gibt es noch die Todesstrafe. Dann haben wir einen Film gesehen, wie man im Gefängnis lebt. Danach sind die Acht- bis Neunjährigen mit dem Assistenten Robert Kert mitgegangen, die Sechs- bis Siebenjährigen sind bei Prof. Frank Höpfel geblieben. Wir haben über Gesetze geredet: das sind Regeln, an die man sich halten muss. Mino Ralph Stockinger (10 Jahre) Zur gleichen Zeit haben Schadja, Schirin und Sara die Vorlesung "Was ist Kunst?" besucht. Hier ihr Bericht: Kunst und Geschichte Künstler beschäftigen sich mit Fragen. Je genauer sie malen, desto schöner werden ihre Bilder. Wenn Maler einen Fehler machen, dann korrigieren sie es nicht, sondern sie beginnen neu. Kinder malen spontan, das heißt sie können keine richtigen Künstler sein. Mozart z.B. konnte mit fünf Jahren noch nicht so gut komponieren wie mit 25 Jahren. Schadja Sophie Stockinger (12 Jahre) Wir fragten Manfred Wagner nach der Vorlesung, ob er will, dass es die Idee der Kinderuni noch weiterhin gibt: "Auf jeden Fall. Ich glaube, man müsste es noch früher ansetzen. Ich würde gern noch die Kinder aus dem Kindergarten hereinholen, weil ich glaube, dass Kinder sehr viel lernen, weil sie von Natur aus sehr neugierig sind und sie stellen oft auch die richtigen Fragen." Am Vormittag trafen wir Vizerektorin Gabriele Moser in ihrem Büro zum Interview: DieKinderuniversitaet.at: Was sind Ihre Aufgaben an der Universität Wien? Vizerektorin Moser: Es gibt verschiedenen Aufgaben an der Uni, man nennt das Geschäftsbereich. Weil an der Universität in den höheren Ebenen wenig Frauen sind, habe ich die Aufgabe alles zu tun, damit mehr Frauen an oberste Leitungspositionen oder Professuren kommen. D.h. mein Geschäftsbereich ist Frauenförderung und auch alle Personalangelegenheiten, alles, was mit Bediensteten der Universität zu tun hat. | |  | | Vizerektorin Gabriele Moser |
DieKinderuniversitaet.at: Was halten Sie von der Idee der Kinderuni? Vizerektorin Moser: Ich finde die Idee ganz großartig. Alles was ich bis jetzt gesehen habe - ich war ja auch in einigen Vorlesungen drinnen -, die tolle Begeisterung von den Kindern, wie sie mitarbeiten, wie junge Wissenschafter Fragen stellen, diese Neugierde, die sich auch erwachsene Wissenschafter und Forscher erhalten sollten, die hat mich sehr fasziniert. Ich wäre auch gern ein kleines Kind und würde gern bei allen Vorlesungen dabei sein. Ich finde die Idee auch ganz toll, weil die Kinder jetzt etwas kennen lernen, was dann später, wenn sie groß sind und auch studieren, das ausmachen soll, nämlich das Interesse am Lernen und Forschen. DieKinderuniversitaet.at: Möchten Sie, dass die Kinderuni weiter besteht? Vizerektorin Moser: Auf jeden Fall. Ich glaube, und es wird auch so sein, dass wir das in den nächsten Jahren wieder machen, und ich hoffe, dass das entsprechende Unterstützung findet.  | | DieKinderuniversitaet.at: Haben Sie schon mal mit Kindern gearbeitet? Vizerektorin Moser: Ich muss ehrlich gestehen, eher nur im privaten Bereich. Ich bin selbst Ärztin, ich habe Kinder manchmal als kleine Patienten und Patientinnen, aber Kinder unterrichtet habe ich noch nie. | DieKinderuniversitaet.at: Haben Sie selbst Kinder? Vizerektorin Moser: Nein, ich habe keine Kinder, aber ich habe liebe Neffen und Nichten. DieKinderuniversitaet.at: Danke für das Gespräch. Zum Abschluss der Kinderuni hielt Rektor Georg Winckler im größten Hörsaal der Universität Wien, im Audimax, eine Vorlesung zu "Warum gibt es Geld und warum möchten alle viel davon haben?". Ein Ausgangspunkt für ihn, um Wirtschaft zu studieren, war weil er wissen wollte, warum Dagobert Duck so viel Geld hat. Geld Mit Geld kann man Lebensmittel und Dienstleistungen kaufen. Früher konnte jeder etwas ganz besonders gut, zum Beispiel fischen. Es konnte sein, dass jemand sogar zu viele Fische hatte. Dann konnte er ein paar Fische gegen etwas anderes tauschen (= Real- oder Naturaltausch). Man kann nur tauschen, wenn der Gegenstand vom anderen auch gewollt wird, das war manchmal schwierig, so hat sich das Geld herausgebildet. Früher hat man mit Perlen, Muscheln und Schneckenhäuser bezahlt (= Naturalgeld).Danach, vor ca. 5000 Jahren, kam dann das Gold als Zahlungsmittel. Gold war ziemlich schwer zu finden. Die ersten Münzen entstanden in Kleinasien, sie wurden als Tauschmittel eingesetzt. | |  | | Rektor Winckler |
Der Rektor zeigte uns einen Tauschhandel mit Lollipops. Dann sahen wir einen Ausschnitt aus "Duck Tales" und wir redeten über Dagobert Duck.  | | Dann erzählte der Rektor das Märchen vom Goldesel. Alle kannten die Geschichte natürlich. Wenn jeder einen Goldesel hätte, würde niemand arbeiten oder etwas lernen wollen, weil ja alle Geld hätten. Gold kann man aber nicht essen, das Geld würde an Wert verlieren. Zuletzt redeten wir über die Währung in der EU. |
Schadja Sophie Stockinger (12 Jahre) Simon Hanak (9 Jahre),David Hanak (12 Jahre), Sara Schachinger (10 Jahre), Schirin Stephanie Stockinger (8 Jahre), Mino Ralph Stockinger (10 Jahre) und Schadja Sophie Stockinger (12 Jahre) Fotos: Simon und David Hanak, Fabian Schachinger
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