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Kinderuni-Reporter Domenic Lang (11). Fotos: mh, ak


Chemiker Peter Steier bereitet die Proben für den Teilchen- beschleuniger vor.


Hier wird gezeigt, dass sich geladene Kugeln gegenseitig abstoßen.


Je älter das Material, desto weniger C14-Atomkugeln findet man.


Institut für Isotopenforschung und Kernphysik, Fakultät für Physik Vienna Environmental Research Accelerator (VERA)
Was macht Ötzi im Teilchenbeschleuniger?
Kinderuni 2006
Domenic Lang (Kinderuni-Reporter) am 18. Juli 2006

Etwa 25 Kinder sitzen in einem Seminarraum des Instituts für Isotopenforschung und Kernphysik. Alle lauschen gespannt, was Walter Kutschera zu sagen hat. Er erklärt gerade wie Wissenschafter das Alter von Ötzi bestimmt haben ? mit einem Teilchenbeschleuniger.

Wanderer fanden 1991 eine gefrorene Mumie in den Ötztaler Alpen. Der Fundort lag an der Grenze von Österreich zu Italien. Die Mumie wurde später unter dem Namen Ötzi bekannt. Ötzi trug ein Gewand aus Fell und Schuhe. Auch hatte er Pfeile, eine Axt und Gefäße bei sich. Die Wanderer wussten allerdings nicht, wann Ötzi lebte. Wissenschafter konnten diese Frage klären. Dazu steckten die Wissenschafter einen ganz kleinen Teil seines Körpers ? nur ein tausendstel Gramm ? in einen Teilchenbeschleuniger. Ein Teilchenbeschleuniger ist eine sehr große Maschine, mit der unterschiedliche Teilchen aussortiert werden können. So können radioaktive Kohlenstoff-Atome (C-14) von nicht-radioaktiven Kohlenstoff-Atomen (C-12 und C-13) unterschieden werden.

Die Menge an C-14 in einem Lebewesen ist stets konstant, da es über die Nahrung mit aufgenommen wird. Stirbt ein Lebewesen, so fängt auch die Menge an radioaktivem Kohlenstoff an, weniger zu werden, da C-14 mit der Zeit zerfällt. Aus der Menge an vorhandenem C-14 konnten die Wissenschafter so das Alter von Ötzi bestimmen. Demnach hat Ötzi vor rund 5300 Jahre gelebt. O. Prof. Dr. Walter Kutschera arbeitet am Institut für Isotopenforschung und Kernphysik und ist der Leiter des VERA-Laboratoriums.          

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