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Website: produktive differenzen |
| eLearning |
| Michaela Hafner (Redaktion) am 21. November 2003 |
Die neue Website "produktive differenzen. forum für differenz- und genderforschung" ist als Einführung in die theoretischen Grundlagen von Dekonstruktion einerseits sowie Systemtheorie und Radikaler Konstruktivismus andererseits angelegt - mit Fokus auf der Genderforschung. |
Das Online-Projekt, dass von den Literaturwissenschafterinnen Dr. Anna Babka und Dr. Sibylle Moser geleitet wird, versteht sich als Einführung in die theoretischen Grundlagen sowie als Vergleich und Dialog differenztheoretischer Positionen innerhalb der aktuellen Sex/Gender-Debatte und basiert auf der These der Konstruktivität von Geschlecht. Texte, Glossar, Bibliographie Die Website – eine vom Fonds der Österreichischen Nationalbank geförderte Umsetzung eines BMBWK-Forschungsprojekts – ist als dialogorientiertes und transdisziplinäres Projekt angelegt und umfasst ein- und weiterführende Texte, ein komparatives Glossar, eine kommentierte Bibliographie und ein interaktives Rezensionsforum. Das Textpool ist in die beiden Hauptkategorien "Dekonstruktion" und "Systemtheorie/Radikaler Konstruktivismus" unterteilt, die wiederum über verschiedene Themenschwerpunke strukturiert sind. Anna Babka und Sibylle Moser geben in einführenden Artikeln einen Überblick dazu. Die HTML-Texte können als Hypertexte mit den anderen Modulen der Site, wie dem Glossar oder der kommentierten Bibliographie, verlinkt werden. Hybride Texte Von Seiten der VertreterInnen der Dekonstruktion im Team stellt sich auch die Frage, ob das, was Dekonstruktion „verspricht“, sich im Medium Internet realisieren lasse. „Das Webprojekt produktive differenzen arbeitet nicht nur mit der Technik des Hypertextes, sondern auch mit verschiedenen Textsorten, die sich – wie die Geschlechter – gegenseitig ergänzen, brechen, vervielfältigen und hybridisieren: die wissenschaftliche Abhandlung, der bibliografische Kommentar und die Begriffsbestimmung stehen neben einander“, erklärt Anna Babka. Dadurch wird die Fiktion einer textuellen Geschlossenheit unterwandert – auf der Website wird dies gut sichtbar im Glossar. Einsatz in der Lehre „Durch die stark anwendungsorientierte Ausrichtung eignet sich die Website hervorragend als Lerntool für Gender-Interessierte und für den Einsatz in der Lehre“, erklärt Sibylle Moser. Sie soll aber auch die Diskussion dekonstruktiver und konstruktivistischer Forschungsstrategien für die Genderforschung anregen und den Aufbau eines Netzwerks von Institutionen und (feministischen) WissenschafterInnen fördern. Bei einer derart guten Ver-Netzung sollte das leicht gelingen. (mh) produktive differenzen. forum für differenz- und genderforschung |

