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Steingarten gegenüber der Abteilung für Japanologie im AAKH-Campus. Foto: sk


Institut für Ostasienwissenschaften, Abteilung Japanologie
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Wiener Japanologie feiert 40-Jahr-Jubiläum mit Vortragsreihe
Veranstaltungen
Simone Kremsberger (Redaktion) am  6. Oktober 2005

Am 1. September 1965 wurden an der Universität Wien das Institut für Japanologie gegründet und eine eigene Studienrichtung Japanologie etabliert. Das 40-jährige Jubiläum wird im Wintersemester mit einer öffentlichen Vortragsreihe über Kultur und Gesellschaft in Japan gewürdigt.

Seit 40 Jahren können MaturantInnen die Studienrichtung Japanologie an der Universität Wien inskribieren ? seither haben tausende Studierende japanologische Lehrveranstaltungen besucht und über hundert AbsolventInnen ihren Abschluss in Japanologie gemacht. Öffentliche Vorträge zu Kultur und Gesellschaft Japans Anlässlich dieses Jubiläums bieten MitarbeiterInnen der Abteilung Japanologie des Instituts für Ostasienwissenschaften in zehn öffentlichen Vorlesungen von heute, 6. Oktober 2005, bis 26. Jänner 2006 einen Überblick über Aspekte von Kultur und Gesellschaft Japans und legen eine Bestandsaufnahme der Wiener Japanforschung vor. Wurzeln der japanologischen Forschung an der Universität Wien Seit 1965 bestand das Institut für Japanologie an der Universität Wien ? doch japanologische Forschung war hier bereits Jahrzehnte zuvor institutionalisiert.  In den späten 1930er Jahren initiierte Oka Masao, späterer Begründer der japanischen Kulturanthropologie, der in Wien Völkerkunde studiert hatte, die Errichtung eines Lehrstuhls für Japankunde. Seine Idee wurde von Wiener Völkerkundeprofessoren gefördert und mit der finanziellen Unterstützung durch Baron Mitsui Takaharu 1938 ermöglicht. Als Gastprofessor übernahm Oka die Leitung des Instituts, das offiziell am 1. April 1939 seinen Lehrbetrieb aufnahm. Während der Kriegsjahre war ein geregelter Lehrbetrieb jedoch kaum möglich, 1944 wurde das Institut geschlossen. Der Japanisch-Unterricht in Wien wurde 1947 wieder aufgenommen. Vorerst nahm das Völkerkunde-Institut die Japan-Forschung nebst Bibliothek unter seinen Schirm. Entwicklung der Wiener Japanologie seit 1965
 
Am 1. September 1965 kam es erneut zur Gründung eines autonomen Instituts für Japanologie. Institutsvorstände waren Prof. Alexander Slawik, danach seine Schüler Prof. Josef Kreiner und von 1978 bis 1999 O. Prof. Dr. Sepp Linhart. Letzterer fungiert seither als Vorstand des Instituts für Ostasienwissenschaften, zu dem die Institute für Japanologie, Koreanologie und Sinologie am 1.1.2000 zusammengefasst wurden. 2003 trat der neue dreistufige Studienplan für Bakkalaureat, Magisterium und Doktorat in Kraft. Forschungsschwerpunkte der Wiener JapanologInnen sind unter anderem "Frauen in Japan", "Alter in Japan" oder "Freizeit, Unterhaltung und Spiel in Japan" ? einen Einblick werden die Vorlesungen zum 40-Jahr-Jubiläum bieten. (sk) Wiener Japan-Vorlesungen (PDF)
6. Oktober 2005 ? 26. Jänner 2006 (jeweils Donnerstag)
Beginn jeweils 18 Uhr pünktlich im Seminarraum 1 der Japanologie, Institut für Ostasienwissenschaften der Universität Wien, Campus, Spitalgasse 2, Hof 2, Tür 2.4  

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