Seit Anfang des Jahres ist Wolfgang Feller Leiter der Dienstleistungseinrichtung (DLE) Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungsmanagement - ein Bereich, der mit zwölf MitarbeiterInnen in den Bereichen Pressearbeit, Publikationen, Veranstaltungen, in der Promotionskanzlei sowie in der Hörsaalreservierung ein sehr komplexes Aufgabenfeld abdeckt.
"Öffentlichkeitsarbeit wird oft auf Medienarbeit reduziert", so Feller, "tatsächlich umfasst eine integrierte Öffentlichkeitsarbeit auch die offiziellen Publikationen - von der Universitätszeitung bis hin zur Homepage und den öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen." Gerade im Veranstaltungsbereich sieht Dr. Feller die Möglichkeit, den Stellenwert der Universität in die Öffentlichkeit zu tragen und zu kommunizieren: "Es gibt ein breites Feld an Veranstaltungen, die einen wesentlichen Teil der Öffentlichkeitsarbeit darstellen - von daher macht die Zusammenlegung von Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungsmanagement sehr viel Sinn."
"Hatte immer mit der Universität zu tun"
In der beruflichen Laufbahn des 42-jährigen gebürtigen Tirolers hat die Universität Wien eine wichtige Rolle gespielt: Nach dem Studium der Geschichte und Germanistik absolvierte Feller hier den Hochschullehrgang für Öffentlichkeitsarbeit. Während des Studiums war er viele Jahre als Studienrichtungsvertreter und studentisches Mitglied des Fakultätskollegiums tätig. Es folgten unterschiedliche Tätigkeiten bei einer PR-Agentur und in der Finanz-Branche. Von 1993 bis 1999 war Feller im Parlamentsklub des Liberalen Forums als Wissenschaftsreferent und stellvertretender Klubdirektor aktiv, bevor er zum Karl-Renner-Institut als Leiter der Öffentlichkeitsarbeit und der Verwaltung wechselte. "Ich hatte immer sehr viel mit Menschen zu tun und stand meistens vor der Aufgabe, etwas aufzubauen und zu entwickeln, Strukturen zu prägen und Projekte zum Laufen zu bringen."
Der gezielte Wunsch, seine Kompetenzen im universitären Feld einzusetzen, kam allerdings erst ein wenig später. Mit 40 Jahren nahm Wolfgang Feller eine einjährige Auszeit vom Berufsleben, um seine weitere Zukunft zu überdenken: "Für mich war danach klar, dass es eine schöne Herausforderung wäre, in einem Bereich zu arbeiten, wo ich wieder mehr und direkt mit der Universität zu tun habe."
Kommunikation nach "innen" ...
Als wichtigstes Ziel formuliert Feller, die von ihm geleitete Dienstleistungseinrichtung "zu einer zentralen Drehschreibe der internen und externen strategischen Kommunikation der Universität Wien sowie zu einer Service- und Beratungseinrichtung in Sachen Öffentlichkeitsarbeit" zu machen. Gerade die Öffentlichkeitsarbeit funktioniert in besonders hohem Maße als vernetzter Bereich, der im ständigen Kontakt mit anderen universitären Einrichtungen steht. Handlungsbedarf sieht Feller nicht zuletzt im Bereich der internen Kommunikation: An der Universität, die dezentral organisiert ist, sei die Vernetzung zwischen den Zuständigen in den einzelnen Bereichen besonders wichtig: "Wir als Dienstleistungseinrichtung können bestimmte Grundlinien prägen und gewisse Serviceleistungen zur Verfügung stellen. Wir können auch die Kommunikation auf Ebene der Gesamtuniversität organisieren, aber natürlich nicht die Öffentlichkeitsarbeit für alle Fakultäten, Institute und Subeinheiten übernehmen - da gilt es ein Netzwerk aufzubauen und Unterstützungsarbeit zu leisten."
... und "außen"
Kommunikation nach "außen" heißt konkret, neben der Koordination bestehender Informationsmedien und -stellen - wie z.B. die Pressearbeit oder die Online-Zeitung - auch neue Medien zu entwickeln: etwa eine für JournalistInnen brauchbare "ExpertInnendatenbank" oder auch ein Universitätsjournal in Printform. Dasselbe gilt in entsprechender Weise für den Veranstaltungsbereich. Neue Veranstaltungsarten sollen die Gesamtaufgabe der Öffentlichkeitsarbeit unterstützen. "Ich denke beispielsweise an den Bereich der universitären Messen im In- und Ausland, der immer wichtiger wird", meint Feller. "Ein Fernziel wäre auch ein jährlicher wissenschaftlicher Kongress, wo aktuelle gesellschaftliche Fragen durch das Zusammenwirken der unterschiedlichen Stellen an der Universität Wien besprochen werden."
Gerade jetzt, wo die Universitäten allzu oft durch "bad news" im Gespräch sind, sei die Hervorhebung positiver Leistungen gefragt: "Je stärker wir es schaffen, die vorhandenen Leistungen der Universität vor allem im Forschungsbereich, aber auch im Bereich der Modernisierung der Verwaltung, zu einem Thema in den Medien zu machen, desto besser lässt sich ein positives Image aufbauen. Das wird sicherlich die Hauptarbeit der nächsten Jahre, die Intensität der "good news" zu verstärken." Dazu gehören auch der Aufbau und die Förderung einer "Institutional Identity", die auf Basis eines erneuerten Corporate Design stehen soll. "Wenn es gelingt, dass die Uni in all ihrer Vielfältigkeit trotzdem als ein Gemeinsames und eine Einheit wahrgenommen wird, haben wir schon einiges erreicht", so Feller. (vy)
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