Forschung
Isabell Lohmann am 30. August 2010
Können Insekten mit ihrem Geruchssinn die Richtung und die Entfernung einer Duftquelle ermitteln? Elektrophysiologe Harald Tichy untersucht genau diese Möglichkeit in einem laufenden FWF-Projekt. Mit seinem Team erforscht er - in Kooperation mit dem französischen Institut für Agrarforschung INRA in Versailles - die Leistungsfähigkeit der Riechrezeptoren von Schaben und Schmetterlingen. >> weiterlesen
Petra Schiefer (Redaktion) am 19. August 2010
Seeleute können über die Form einer Welle auf die Stärke der Strömung unterhalb der Wasseroberfläche schließen: Was unter erfahrenen Schiffskapitänen als Tatsache gilt, will Adrian Constantin mit Hilfe der Mathematik beweisen. Im Rahmen des WWTF-Projekts "Der Fluss unter einer Wasserwelle" geht der Wissenschafter der Seemannsweisheit auf den Grund und untersucht den Einfluss von Strömungen auf den Wellengang sowie die Berechenbarkeit von Wasserwellen. Die Forschungsergebnisse könnten vor allem für Tsunami-Frühwarnsysteme von Interesse sein. >> weiterlesen
Daniela Hermetinger (Redaktion) am 18. August 2010
Der Biologe David Bröderbauer hat vor zwei Monaten die heimischen Gefilde verlassen, um in der chinesischen Provinz Yunnan die Evolution und Diversifikation der Blütenstände der Aronstabgewächse zu untersuchen. Im Rahmen eines FWF-Projekts interessiert er sich für die Interaktionen zwischen Pflanze und Bestäuber: Der blütentragende Kolben sowie das ihn umgebende Hochblatt der Araceen formen einen geschützten Paarungs- oder Brutplatz - und manchmal ein Gefängnis - für das, was darin "kreucht und fleucht".
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Redaktion am 17. August 2010
Als Charles Darwin die Grundlagen der Evolutionstheorie erkannte, dachte er in Zeiträumen von Tausenden und Millionen von Jahren. Nicht zuletzt jüngste Entwicklungen in der Mikrobiologie lehren, dass es auch sehr viel rascher geht. So ist die Entwicklung von Resistenzen in Bakterien quasi "Evolution im Zeitraffer". Weltweit arbeiten WissenschafterInnen - wie etwa Renée Schroeder, Johann Mulzer oder Elisabeth Sonnleitner von der Universität Wien - an der Entwicklung neuer Methoden, um das Problem der sogenannten multiresistenten Keime wieder in den Griff zu bekommen. >> weiterlesen
Isabell Lohmann (Redaktion) am 9. August 2010
Die Erforschung "intelligenter Materialien", die ihre Eigenschaften unter dem Einfluss äußerer Parameter wie mechanischer Belastung, Temperatur oder Feuchtigkeit kontrolliert ändern, spielt für die Technologie der Zukunft eine wichtige Rolle. Friedrich Barth vom Department für Neurobiologie und Vladimir Tsukruk vom Georgia Institute of Technology haben Materialsysteme an hoch empfindlichen Sinnesorganen von Spinnen untersucht und ihre grundlegende Bedeutung für deren Funktionsweise geklärt. Die Ergebnisse wurden in einem Übersichtsartikel in "Nature" publiziert. >> weiterlesen
Verena Gappmaier (Redaktion) am 4. August 2010
People generally think that they are in full command of what they say. Historical linguist Nikolaus Ritt from the Department of English and American Studies, however, claims that it may actually be language which controls us, the speakers, rather than the other way round. Applying a generalised Darwinian framework to linguistics, he is particularly interested in how words and sounds change over time and how they use humans for the "selfish" purpose of getting themselves replicated. >> weiterlesen
Petra Schiefer (Redaktion) am 2. August 2010
Ist ihnen das Besetzen von Schiffen, Felsen oder Bojen zu langweilig, lassen sie sich an selbstgebauten Flößen durch die Ozeane treiben. Die Rede ist von Dosima fascicularis - der gestielten Meereichel. Diese marinen Krebse aus der Familie der Rankenfüßer haben mit ihrem selbstproduzierten Klebstoff das Forschungsinteresse von Waltraud Klepal geweckt. Im Rahmen des dreijährigen FWF-Projekts "Charakterisierung des Zements von Dosima fascicularis" will die Biologin zusammen mit ihrem Team die Entstehung und Zusammensetzung des Klebstoffs der marinen Tiere untersuchen. >> weiterlesen
Markus Steiner (Redaktion) am 28. Juli 2010
Der Krankenhauskeim Pseudomonas aeruginosa (PAO1) kann eine Vielzahl toxischer Kohlenstoffverbindungen abbauen. Bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem löst das pathogene, antibiotikaresistente Bakterium jedoch mitunter lebensgefährliche Infektionen aus. Um insbesondere IntensivpatientInnen vor dieser Gefahr schützen zu können, fehlt es bislang an Wissen über PAO1 und seine spezifischen Stoffwechselvorgänge. Genau hier setzt die Hertha-Firnberg-Stipendiatin Elisabeth Sonnleitner mit ihrem kürzlich gestarteten FWF-Projekt an. >> weiterlesen
Redaktion am 27. Juli 2010
PhysikerInnen von der Gruppe Computergestützte Materialphysik haben eine neuartige Methode zur Beschreibung der Wechselwirkung zwischen Elektronen entwickelt: Damit können chemische Prozesse an Oberflächen mit unübertroffener Genauigkeit berechnet sowie Struktur und Bindungsstärke von Materialien wesentlich genauer vorhergesagt werden. Die ForscherInnen publizierten dazu in der aktuellen Ausgabe des Fachjournals "Nature Materials". >> weiterlesen
Isabell Lohmann (Redaktion) am 23. Juli 2010
Um zu ihrem Arbeitsplatz in den entlegenen Mineralölfeldern des russländischen Hohen Nordens oder Fernen Ostens zu gelangen, reisen tausende Arbeitskräfte monatlich bis zu 8.000 km per Zug oder Flugzeug. "Vakhtovyj Metod" - zu Deutsch Fernpendeln - ist in Russland weit verbreitet und umfasst mehrere Generationen. Im FWF-Projekt "Leben auf Achse" gehen die Sozialanthropologin Gertrude Eilmsteiner-Saxinger und die Historikerin Elena Aleshkevich unter der Leitung von Heinz Faßmann einem sozialen Umfeld auf den Grund, das von ständiger Mobilität geprägt ist.
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