Forschungprojekte
Redaktion am 16. Juli 2010
Wenn Zellen von Bakterien angegriffen werden, stehen ihnen eine Reihe molekularer "Waffen" zur Verfügung. In einer aktuellen Studie konnten Matthias Farlik und Thomas Decker vom Zentrum für Molekulare Biologie gemeinsam mit Mathias Müller von der Veterinärmedizinischen Universität Wien die Funktionsweise der zellulären Abwehrstrategien enthüllen und damit Hinweise für die Bekämpfung von Krankheiten liefern. Ihre Ergebnisse erschienen in der aktuellen Ausgabe des Journals "Immunity".
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Redaktion am 15. Juli 2010
Die Entwicklung, Stabilität und Wirtschaftlichkeit polizeiähnlicher Kontrollorgane hat Karl Sigmund vom Institut für Mathematik mittels spieltheoretischer Ansätze untersucht. In einer "Nature"-Publikation wirft er neues Licht auf die Frage des Umgangs mit "TrittbrettfahrerInnen", die etwa in einem Unternehmen die Beiträge der anderen ausbeuten, ohne selbst etwas dafür zu leisten. Er konnte nachweisen, dass auch in einer "egoistischen Gesellschaft" einfache Formen von "Pool Punishment", der institutionellen Bestrafung innerhalb von Gruppen, spontan entstehen können. >> weiterlesen
Redaktion am 13. Juli 2010
Ein internationales ForscherInnenteam unter der Leitung von Holger Daims und Michael Wagner vom Department für Mikrobielle Ökologie hat das Erbgut von Nitrospira entschlüsselt. Dabei handelt es sich um eines für den Stickstoffkreislauf der Natur und die Abwasserreinigung wichtiges Bakterium. Im Rahmen des vom WWTF geförderten Forschungsprojekts wurden unerwartete Eigenschaften von Nitrospira entdeckt und überraschende Einblicke in die Evolution des Stickstoffkreislaufs gewonnen. Die Ergebnisse erscheinen in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift PNAS. >> weiterlesen
Daniela Hermetinger (Redaktion) am 7. Juli 2010
Vor rund 90 Jahren wurde der erste Wiener Gemeindebau errichtet. Seither prägt der kommunale Wohnbau das Stadtbild, das Leben seiner BewohnerInnen sowie politische Debatten. Sieglinde Rosenberger und Julia Mourão Permoser vom Institut für Politikwissenschaft analysieren in einem WWTF-Projekt Zugehörigkeit und Alltagskonflikte in diesem sozial-politischen Raum. In Kooperation mit KünstlerInnen wird im Innenhof eines Gemeindebaus ein "Wohnzimmer" installiert, in dem die BewohnerInnen Alltagsobjekte platzieren, die sie mit Heimat und Zugehörigkeit verbinden. >> weiterlesen
Marion Wittfeld (Redaktion) am 5. Juli 2010
Weltweit leiden mehrere Millionen Menschen an chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (IBD) - Tendenz steigend. Der Krankheitsverlauf ist nicht tödlich, jedoch sehr schmerzhaft und führt zu einer Einschränkung der Lebensqualität. Da die Ursache bislang unbekannt ist, gibt es noch keine wirksamen Therapien. Dies möchte ein Team aus interdisziplinären WissenschafterInnen durch das Projekt "InflammoBiota: Metagenomik und Metatranskriptomik zur Untersuchung der Darm-Mikrobiota chronisch entzündlicher Darmerkrankungen" nun ändern. >> weiterlesen
Pamela Paulic (Redaktion) am 29. Juni 2010
Der Prozessor ist das "Gehirn" des Computers: Dort laufen alle Operationen zusammen. Die neue PC-Generation verwendet sogenannte Multicore-Prozessoren, wie man sie aus dem Supercomputer-Bereich kennt. Sie enthalten nicht nur einen, sondern mehrere parallele Prozessorkerne. Mit der Entwicklung neuer Programmierungsstrategien für Multicore-Prozessoren beschäftigt sich ein Team am Institut für Scientific Computing: Im EU-Projekt "PEPPHER" werden gemeinsam mit Universitäten und Computerfirmen Tools entwickelt, um Supercomputer-Programme "wohnzimmerreif" zu machen. >> weiterlesen
Redaktion am 28. Juni 2010
Eine neuartige Quelle von verschränkten Lichtteilchen haben Wiener PhysikerInnen um Stefanie Barz, Philip Walther und Anton Zeilinger von der Fakultät für Physik und vom Institut für Quantenoptik und Quanteninformation der ÖAW entwickelt. Diese erlaubt es erstmals, einen verschränkten Zustand ohne Messung nachzuweisen. Dazu erscheint aktuell eine Publikation im Fachjournal "Nature Photonics". >> weiterlesen
Redaktion am 24. Juni 2010
Verbiegungen in den Ablagerungsschichten des Eisenstadt-Sopron-Beckens werden durch unregelmäßig verteilte Verformung im umgebenden Sediment bewirkt. Die Ursache sind Gradienten in der Verformungsintensität, die sowohl parallel als auch rechtwinklig zu einer Bruchzone auftreten. Diese Ergebnisse eines FWF-Projekts unter der Leitung von Ulrike Exner vom Department für Geodynamik und Sedimentologie erlauben ein besseres Verständnis von grundlegenden geologischen Vorgängen sowie der Bildung und Struktur von Lagerstätten für Öl und Wasser. >> weiterlesen
Marion Wittfeld (Redaktion) am 22. Juni 2010
Über Partisaninnen des Balkans in der Zeit zwischen 1941 bis 1945 wurde bereits einiges geschrieben. Die APART-Stipendiatin Natascha Vittorelli vom Institut für Zeitgeschichte nimmt eine neue Perspektive ein: In ihrer Habilitation widmet sie sich historiographischen und audiovisuellen Darstellungen bzw. "Nicht-Darstellungen" von "Frauen mit Waffe" im sozialistischen Jugoslawien nach 1945.
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Redaktion am 18. Juni 2010
Im Rahmen eines dreijährigen Forschungsprojekts wurde mit Hilfe der Radiokarbonmethode die Chronologie der pharaonischen Zeit Ägyptens analysiert. Ein internationales Team hat dazu zeitlich gut zuordenbare Objekte aus europäischen und nordamerikanischen Museen 14C-datiert. Eva Maria Wild, Leiterin des 14C-Programms am Vienna Environmental Research Accelerator (VERA)-Labor, war daran beteiligt. Die Ergebnisse - Verschiebungen bei der Chronologie im Alten Reich und die Vordatierung des Beginns des Neuen Reichs - erscheinen am 18. Juni in der Zeitschrift "Science".
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