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Forschung


Isabell Lohmann (Redaktion) am 9. August 2010
Die Erforschung "intelligenter Materialien", die ihre Eigenschaften unter dem Einfluss äußerer Parameter wie mechanischer Belastung, Temperatur oder Feuchtigkeit kontrolliert ändern, spielt für die Technologie der Zukunft eine wichtige Rolle. Friedrich Barth vom Department für Neurobiologie und Vladimir Tsukruk vom Georgia Institute of Technology haben Materialsysteme an hoch empfindlichen Sinnesorganen von Spinnen untersucht und ihre grundlegende Bedeutung für deren Funktionsweise geklärt. Die Ergebnisse wurden in einem Übersichtsartikel in "Nature" publiziert. >> weiterlesen
Verena Gappmaier (Redaktion) am 4. August 2010
People generally think that they are in full command of what they say. Historical linguist Nikolaus Ritt from the Department of English and American Studies, however, claims that it may actually be language which controls us, the speakers, rather than the other way round. Applying a generalised Darwinian framework to linguistics, he is particularly interested in how words and sounds change over time and how they use humans for the "selfish" purpose of getting themselves replicated. >> weiterlesen
Petra Schiefer (Redaktion) am 2. August 2010
Ist ihnen das Besetzen von Schiffen, Felsen oder Bojen zu langweilig, lassen sie sich an selbstgebauten Flößen durch die Ozeane treiben. Die Rede ist von Dosima fascicularis - der gestielten Meereichel. Diese marinen Krebse aus der Familie der Rankenfüßer haben mit ihrem selbstproduzierten Klebstoff das Forschungsinteresse von Waltraud Klepal geweckt. Im Rahmen des dreijährigen FWF-Projekts "Charakterisierung des Zements von Dosima fascicularis" will die Biologin zusammen mit ihrem Team die Entstehung und Zusammensetzung des Klebstoffs der marinen Tiere untersuchen. >> weiterlesen
Markus Steiner (Redaktion) am 28. Juli 2010
Der Krankenhauskeim Pseudomonas aeruginosa (PAO1) kann eine Vielzahl toxischer Kohlenstoffverbindungen abbauen. Bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem löst das pathogene, antibiotikaresistente Bakterium jedoch mitunter lebensgefährliche Infektionen aus. Um insbesondere IntensivpatientInnen vor dieser Gefahr schützen zu können, fehlt es bislang an Wissen über PAO1 und seine spezifischen Stoffwechselvorgänge. Genau hier setzt die Hertha-Firnberg-Stipendiatin Elisabeth Sonnleitner mit ihrem kürzlich gestarteten FWF-Projekt an. >> weiterlesen
Redaktion am 27. Juli 2010
PhysikerInnen von der Gruppe Computergestützte Materialphysik haben eine neuartige Methode zur Beschreibung der Wechselwirkung zwischen Elektronen entwickelt: Damit können chemische Prozesse an Oberflächen mit unübertroffener Genauigkeit berechnet sowie Struktur und Bindungsstärke von Materialien wesentlich genauer vorhergesagt werden. Die ForscherInnen publizierten dazu in der aktuellen Ausgabe des Fachjournals "Nature Materials". >> weiterlesen
Isabell Lohmann (Redaktion) am 23. Juli 2010
Um zu ihrem Arbeitsplatz in den entlegenen Mineralölfeldern des russländischen Hohen Nordens oder Fernen Ostens zu gelangen, reisen tausende Arbeitskräfte monatlich bis zu 8.000 km per Zug oder Flugzeug. "Vakhtovyj Metod" - zu Deutsch Fernpendeln - ist in Russland weit verbreitet und umfasst mehrere Generationen. Im FWF-Projekt "Leben auf Achse" gehen die Sozialanthropologin Gertrude Eilmsteiner-Saxinger und die Historikerin Elena Aleshkevich unter der Leitung von Heinz Faßmann einem sozialen Umfeld auf den Grund, das von ständiger Mobilität geprägt ist. >> weiterlesen
Redaktion am 22. Juli 2010
Der Körper eines Regenwurms besteht aus einer Reihe von regelmäßigen Ringeln (Segmenten). Evolutionär gesehen dürfte die Bildung von mehr oder weniger gleichen, hintereinander liegenden Körperabschnitten - die sogenannte Segmentierung - bei Gliederfüßern und Ringelwürmern einen gemeinsamen Ursprung haben. Das hat eine kürzlich im Journal "Science" veröffentlichte Studie unter Beteiligung von Kristin Tessmar-Raible vom Department für Mikrobiologie, Immunbiologie und Genetik ergeben. >> weiterlesen
Redaktion am 16. Juli 2010
Wenn Zellen von Bakterien angegriffen werden, stehen ihnen eine Reihe molekularer "Waffen" zur Verfügung. In einer aktuellen Studie konnten Matthias Farlik und Thomas Decker vom Zentrum für Molekulare Biologie gemeinsam mit Mathias Müller von der Veterinärmedizinischen Universität Wien die Funktionsweise der zellulären Abwehrstrategien enthüllen und damit Hinweise für die Bekämpfung von Krankheiten liefern. Ihre Ergebnisse erschienen in der aktuellen Ausgabe des Journals "Immunity". >> weiterlesen
Redaktion am 15. Juli 2010
Die Entwicklung, Stabilität und Wirtschaftlichkeit polizeiähnlicher Kontrollorgane hat Karl Sigmund vom Institut für Mathematik mittels spieltheoretischer Ansätze untersucht. In einer "Nature"-Publikation wirft er neues Licht auf die Frage des Umgangs mit "TrittbrettfahrerInnen", die etwa in einem Unternehmen die Beiträge der anderen ausbeuten, ohne selbst etwas dafür zu leisten. Er konnte nachweisen, dass auch in einer "egoistischen Gesellschaft" einfache Formen von "Pool Punishment", der institutionellen Bestrafung innerhalb von Gruppen, spontan entstehen können. >> weiterlesen
Redaktion am 13. Juli 2010
Ein internationales ForscherInnenteam unter der Leitung von Holger Daims und Michael Wagner vom Department für Mikrobielle Ökologie hat das Erbgut von Nitrospira entschlüsselt. Dabei handelt es sich um eines für den Stickstoffkreislauf der Natur und die Abwasserreinigung wichtiges Bakterium. Im Rahmen des vom WWTF geförderten Forschungsprojekts wurden unerwartete Eigenschaften von Nitrospira entdeckt und überraschende Einblicke in die Evolution des Stickstoffkreislaufs gewonnen. Die Ergebnisse erscheinen in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift PNAS. >> weiterlesen