Archiv der Online-Zeitung der Universität Wien
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| O. Prof. Dr. Dieter Kastovsky, Leiter des Zentrums für Tranlationswissenschaft
Welche Chancen und Herausforderungen sehen Sie für die Universität Wien im entstehenden europäischen Forschungs- und Hochschulraum?
Wien wird sich einer verstärkten Internationalisierung und der Konkurrenz aus dem mittel- und osteuropäischen Raum stellen müssen. Das Zentrum für Translationswissenschaft hat bereits in den vergangenen Jahren durch intensive Zusammenarbeit im Rahmen von TEMPUS-Programmen (Entwicklung von Curricula und Professoren- und Studierendenaustausch mit Institutionen in Polen, Ungarn, Slowenien, Kroatien, Rumänien, Russland) zur Entwicklung einer beginnenden Konkurrenzsituation beigetragen und freut sich über die Früchte der Zusammenarbeit. Im Übrigen hatten unsere AbsolventInnen auch jetzt schon gute Chancen auf dem Markt, und diese werden sich noch verbessern. Außerdem bestehen seit Jahren enge Verbindungen auch auf wissenschaftlicher Ebene mit anderen Institutionen im Rahmen von EU-Projekten, vor allem im Bereich von Terminologiewissenschaft, Übersetzungstechnologie und eLearning.
Wie haben sich Forschung und Lehre Ihrer Fakultät in den letzten Jahren entwickelt? Welche wesentlichen Ereignisse und Veränderungen würden Sie hervorheben?
Dank einer Reihe von Habilitationen und Promotionen hat sich die wissenschaftliche Basis des Zentrums (ehemals Institut für Übersetzen und Dolmetschen als Teil der Geisteswissenschaftlichen Fakultät) in den letzten Jahren deutlich verbessert. Vor allem aber ist die Schaffung einer neuen Professur für Translationsorientierte Terminologiewissenschaft und Übersetzungstechnologie - der zukunftsweisenden Entwicklung im Bereich der Sprachmittlung - hervorzuheben, die das Zentrum sicher zu einer der führenden Institution in Europa machen wird. Es ist zu hoffen, dass diese Professur demnächst entsprechend dem Listenvorschlag besetzt wird.
Welche Bedeutung hat Ihre Fakultät für Forschung und Lehre innerhalb der Universität Wien und international: Mit welchen Forschungsschwerpunkten hat sie bisher auf sich aufmerksam gemacht?
Quantitativ gesehen ist das Zentrum für Translationswissenschaft im Vergleich zu anderen Fakultäten eher klein. Qualitativ hingegen hat diese Einheit seit vielen Jahren eine international anerkannte Rolle gespielt: Sie ist ein Gründungsmitglied der CIUTI, dem Dachverband der Übersetzer- und Dolmetscherinstitute in Europa und Übersee; sie hat als einzige vergleichbare Institution in Österreich vergangenes Jahr den B.A. und M.A. eingeführt und die AbsolventInnen der Einheit sind begehrte Fachleute auf dem Markt. Darüber hinaus hat sich das Institut im Bereich der Terminologiewissenschaft, aber auch der Translationstheorie und des Medienübersetzens einen international anerkannten Namen gemacht, was sich durch zahlreiche Einladungen an FachvertreterInnen und internationalen Kooperationsabkommen mit anderen Instituten manifestiert. In Zukunft wird es zwei Schwerpunkte geben: Terminologiewissenschaft samt Übersetzungstechnologie sowie der verstärkte Einsatz von eLearning in diesem Zusammenhang.
Lebenslauf
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