Begegnungen mit den neuen EU-Ländern


 

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Univ.-Prof. Dr. Herbert Pietschmann ist Vorstand des Institutes für Theoretische Physik der Universität Wien. Den Physiker verbinden seit vielen Jahren wissenschaftliche und persönliche Kontakte mit WissenschafterInnen osteuropäischer Universitäten. Unter anderem ist er einer der Initiatoren der ?Triangel Kollaboration? auf dem Gebiet der Teilchenphysik und seit 1976 Ehrenmitglied der Ungarischen Physikalischen Gesellschaft.

?Das wissenschaftliche Renommee der Universitäten in Osteuropa ist insbesondere in der theoretischen Physik hervorragend. In der Experimentalphysik, wo natürlich mehr finanzielle Mittel notwendig sind, hatten sie sicherlich größere Schwierigkeiten. Aber auch die wurden mit sehr viel Kreativität überwunden. Ein wesentlicher Aspekt, der sich meiner Meinung nach durch die EU-Erweiterung ändern wird, ist, dass osteuropäische Wissenschaftler nun vom finanziellen Standpunkt aus gesehen gleichwertige Kollegen sind. Vorher war es immer notwendig, ihnen eine Unterstützung zukommen zu lassen. Das wichtigste für eine funktionierende, grenzüberschreitende Kooperation ist, dass sich die beteiligten Menschen persönlich kennen und es dabei möglichst wenig Bürokratie gibt. Sprachliche Probleme gibt es in diesem Fall nicht, denn die Fachsprache der Physik ist Englisch.? (ro)