Begegnungen mit den neuen EU-Ländern


 

Bild 1 von 13

   >  >|

Prof. Dr. Natalia Glukhova, Vorstand des Lehrstuhls für Finno-Ugristik an der Universität in Joshkar-Olar in Mari-El/Russland, ist derzeitige Käthe-Leichter-Gastprofessorin für Gender Studies an der Universität Wien. Im Rahmen des transdisziplinären Studienmoduls ?Ostseeraumstudien? widmet sie sich vor allem dem Themenkomplex Gender & Area Studies im Ostseeraum.

?Meine Erfahrungen mit den Studierenden und KollegInnen in Wien sind bislang nur positiv. Ich bin überwältigt vom Interesse, das mir entgegengebracht wird, was sicher auch auf die Vorarbeit zurückzuführen ist, die die Institute für Skandinavistik und Finno-Ugristik hierfür geleistet haben.
Die StudentInnen sind sehr aktiv und wissbegierig, sie stellen viele Fragen und wir tauschen eine Reihe interessanter Beobachtungen und Ideen aus ? wir entdecken dabei ebenso viele Unterschiede wie Gemeinsamkeiten. Ich bin mir sicher, dass ich vieles von den Erfahrungen, die ich hier in Wien mache, an meine KollegInnen zuhause werde weitergeben können, aber auch die Studierenden in Mari-El werden davon profitieren, zum Beispiel was den Prozess der Lehre anbelangt.
Was die EU-Erweiterung betrifft, können sogar WissenschafterInnen in Mari-El ? indirekt ? profitieren. Wir haben als finno-ugrische Republik traditionell sehr enge Verbindungen nicht nur mit Finnland, sondern auch mit Ungarn und Estland ? in Tallinn und Tartu wurden und werden viele Studierende aus Mari-El ausgebildet. Umgekehrt werden nicht nur die Länder, die nun in die Europäische Union eintreten, die EU bereichern ? durch die Verbindungen mit Estland und Ungarn könnte auch Mari-El als eine ?Provinz? der ?Peripherie? den Erfahrungsschatz der EU erweitern.?
(vy)