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UniBlicke: Betpavillon


 Fotos: Michaela Hafner

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Heute Vormittag wurde im Hof 6 des Universitätscampus der ehemalige jüdische Betpavillon des früheren AKH nach seiner künstlerischen Neugestaltung eröffnet. Die in Wien lebende bulgarische Künstlerin Minna Antova schuf gemeinsam mit den ArchitektInnen Maria Langthaller, Gerhard Scheller und Christian Willibald den begehbaren Kunstraum "DENK-MAL ? Marpe Lanefesh". Dieser "lebendige Ort der Erinnerung" soll die wechselvolle Geschichte des Ortes dokumentieren. Antovas Projekt wurde von der Universität Wien nach einem Hearing im Rahmen eines eintägigen Symposiums im Dezember 1999, veranstaltet u.a. vom Institut für Zeitgeschichte und dem IFF, ausgewählt.

Eröffnet wurde das Bethaus für jüdische Kranke erstmals im Jahre 1903 - entworfen hatte es damals ein profilierter Historismus-Architekt, Max Fleischer, der als Bauführer des Wiener Rathauses am Ring bekannt geworden war.
Im Novemberpogrom 1938 wurde das Bethaus geschändet, Anfang der 1950er Jahre begann die so genannte "Nutzungsphase": In dem achteckigen Bau wurde ein Transformator installiert ? für die Stromspeisung des "Narrenturms".
Mehr zur Neugestaltung des Betpavillons hier.