Archiv der Online-Zeitung der Universität Wien
3 "For Women in Science"-Stipendien für Forscherinnen der Universität Wien |
| Auszeichnungen |
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| Redaktion am 13. Oktober 2008 |
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Vier junge Forscherinnen erhalten heuer die "For Women in Science"-Stipendien, drei von ihnen forschen an der Universität Wien: die Zoologin Monika Eberhard, die Physikerin Kerstin Hummer und die Mathematikerin Dominique Wagner. Die Verleihung der mit jeweils 15.000 Euro dotierten Auszeichnungen, die heuer zum zweiten Mal von L'Oreal Österreich in Kooperation mit der Österreichischen UNESCO-Kommission und der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) vergeben werden, findet im Rahmen eines Festakts am 21. Oktober 2008 in der ÖAW statt. |
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Das Stipendium will "die Chancen exzellenter Doktorandinnen oder Postdocs unter 40 Jahren für eine Universitätslaufbahn verbessern". Sie dienen insbesondere der finanziellen Überbrückung von Arbeitsperioden zwischen zwei Langzeitprojekten. Die Laufzeit der Stipendien beträgt zwischen sechs und zwölf Monaten.
Die vier Stipendiatinnen 2008 strebten eine Universitätslaufbahn an, "für die sie mit ihren exzellenten bisherigen Leistungen beste Voraussetzungen mitbringen", heißt es in der Begründung. Über die Anträge entschied eine sechsköpfige Jury von ProfessorInnen und ÖAW-Angehörigen unter dem Vorsitz von ÖAW-Präsident Peter Schuster.
Die Zoologin Mag. Monika Eberhard (27) vom Department für Evolutionsbiologie steht kurz vor dem Abschluss ihrer Dissertation. Die gebürtige Wienerin erforscht die Kommunikation einer bestimmten Insektengruppe. Die Fersenläufer (Mantophasmatodea) kommunizieren mit Hilfe von Vibrations-Signalen miteinander und meistern so die Paarfindung und Fortpflanzung. Die Signale spüren die Insekten über spezielle Organe in den Beinen auf. Die Form und Funktion dieser Vibrationsrezeptoren sind ebenfalls Teil der Arbeit Eberhards.
Die Physikerin Dipl.-Ing. Dr. Kerstin Hummer (32) von der Arbeitsgruppe Computergestützte Materialphysik möchte über das Stipendium ihre Habilitation im Rahmen des Hertha-Firnberg-Programms vorbereiten. Sie erforscht die physikalischen Eigenschaften von Grenzflächen zwischen Materialien und deren Einfluss auf die optischen Eigenschaften (Wechselwirkung zwischen Licht und Materie) von technischen Bauelementen. Die Forschung kommt vor allem der Mikroelektronik-Industrie zugute. Mittels Computersimulationen untersucht Hummer elektronische und optische Eigenschaften einzelner auf Metalloberflächen adsorbierter Moleküle.
Die Mathematikern Dipl.-Ing. Dominique Wagner (26) war im Rahmen ihres Doktoratsstudiums bis September 2007 an der Universität Innsbruck tätig und setzt dies derzeit an der Fakultät für Mathematik der Universität Wien fort. Sie beschäftigt sich mit der "Auflösung von Singularitäten", einem Spezialgebiet der Algebraischen Geometrie. Forschung in diesem Bereich spielt trotz der Abstraktheit bei vielen Anwendungen im modernen Alltag eine Rolle, so etwa bei der Datenübertragung über Satelliten und bei mechanischen Systemen wie Robotern und Flugsimulatoren.
Ein weiteres Stipendium ging an die Astrophysikerin Sigrid Berkebile-Stoiser (28) von der Universität Graz. Sie untersucht sogenannte solare Microflares, also sehr kleine, hochdynamische Eruptionen in der äußersten Atmosphärenschicht unserer Sonne (Korona). (APA/red) |