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Archäologe Friedrich Krinzinger


Orte im In- und Ausland, an denen Grabungen ...


... durch das Österrei- chische Archäologische Institut durchgeführt werden. Bilder: ÖAI


Österreichisches Archäologisches Institut
Institut für Klassische Archäologie, Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Archäologe Friedrich Krinzinger feiert 65er
Jubiläen
Redaktion am  8. August 2005

Friedrich Krinzinger, Professor am Institut für Klassische Archäologie und Leiter des Österreichischen Archäologischen Instituts, feierte am Samstag, 6. August 2005, seinen 65. Geburtstag. Er trägt die Verantwortung für die beiden Grabungsschwerpunkte in Ephesos und Carnuntum.

Friedrich Krinzinger ist einer der führenden Archäologen des Landes, der seit mehr als zehn Jahren das Österreichische Archäologische Institut (ÖAI) leitet und damit auch die Federführung bei Österreichs internationaler Top-Grabung in Ephesos innehat. Studium und erste Grabungen Krinzinger, geboren am 6. August 1940 in Sipbachzell (Bezirk Wels) in Oberösterreich, absolvierte ein Studium der Klassischen Archäologie und Klassischen Philologie an den Universitäten Wien und Innsbruck. Im Jahr seiner Habilitation (1979) wurde er zum Leiter der "Magna Graecia-Forschungsstelle" am Institut für Klassische Archäologie der Universität Innsbruck bestellt, 1985 ebendort zum außerordentlichen Uni-Professor ernannt. Ein Jahr später erhielt Krinzinger die Grabungskonzession für Velia (griech. Elea) in der italienischen Provinz Salerno, die seither jährlich erneuert wurde. Uni-Professor und ÖAI-Direktor 1989 wurde der Wissenschafter ordentlicher Professor für Klassische Archäologie und Feldarchäologie an der Universität Wien (Nachfolge H. Vetters), 1992 Mitglied des Österreichischen Archäologischen Instituts und 1994 schließlich dessen Direktor. 1993 wurde er Leiter der Interdisziplinären Einrichtung für naturwissenschaftliche Methoden in der Archäologie (IDEA) an der Universität Wien, 1994 wurde er zum Leiter der Forschungsstelle Archäologie an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) bestellt, aus der im Jahr 2000 das Institut für Kulturgeschichte der Antiken wurde. Korrespondierendes Mitglied der ÖAW ist Krinzinger seit 1997. Seit 1998 leitet er die österreichischen Ausgrabungen in Ephesos. 2001 wurde Friedrich Krinzinger mit dem Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst 1. Klasse, 2004 mit dem Ehrendoktorat der Universität Bologna ausgezeichnet. Krinzinger veröffentlichte zahlreiche Publikationen. Konservierung und Publikation Mit der Leitung des ÖAI, das zwei Zweigstellen in Athen und Kairo besitzt, übernahm Krinzinger, der mit der bekannten Wiener Galeristin Ursula Krinzinger verheiratet ist, auch die Verantwortung für die beiden Grabungsschwerpunkte in Ephesos (Türkei) und Carnuntum (NÖ). In seine Amtszeit fiel u.a. ein Paradigmenwechsel bei den Arbeiten in Ephesos weg von neuen großflächigen Ausgrabungen hin zur Konservierung und Publikationstätigkeit. Zudem zeichnete der Forscher für die Überdachung der so genannten Hanghäuser verantwortlich. Dieses Schutzgebäude wurde im Jahr 2000 eröffnet, heuer wurde mit der Errichtung von Besucherstegen begonnen, um die bestens erhaltenen antiken Luxus-Appartements auch der Allgemeinheit zugänglich zu machen. Herausforderungen Gerade letzteres Projekt zeigt die Herausforderungen für die ArchäologInnen in Ephesos, das jährlich von annähernd zwei Mio. TouristInnen besucht wird. Es geht darum, "ein Gleichgewicht zwischen touristischer Nutzung, Denkmalpflege und wissenschaftlicher Arbeit" herzustellen, wie Krinzinger betonte. Der Archäologe hat zudem erste Schritte zur Einrichtung eines Restaurierungszentrums in Ephesos gesetzt. Nachdem das ÖAI auf Grund der Ausgliederung der Universitäten organisatorisch nicht mehr an der Universität Wien hängt, arbeitet Krinzinger derzeit auch an einer neuen Organisationsstruktur für das Institut. (APA/red)  

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