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Informationen: Referat Frauenförderung und Gleichstellung
"mu:v"
Mentoring-Programm: Bewerbung bis 10. Jänner 2005
Auswahl für das Mentoring-Programm fixiert
Auszeichnungen
Michaela Hafner (Redaktion) am  9. Februar 2005

Die Auswahl der MentorInnen und Teilnehmerinnen des erfolgreichen Mentoring-Programms der Universität Wien, das dieser Tage zum zweiten Mal startet, ist abgeschlossen. 40 Mentees werden dabei von zehn MentorInnen über einen Zeitraum von zwei Jahren in ihrer wissenschaftlichen Karriere begleitet, gefördert und beraten.

Viele Wissenschafterinnen der Universität Wien hatten sich im Referat Frauenförderung und Gleichstellung beworben, 40 von ihnen wurden ausgewählt, um am zweiten Durchgang der erfolgreichen Frauenfördermaßnahme der Universität Wien teilzunehmen. "Das Mentoring-Programm 'mu:v ? mentoring university vienna' unterstützt qualifizierte Nachwuchswissenschafterinnen in der Umsetzung ihrer beruflichen Ziele und beim Zugang zu formellen sowie informellen Netzwerken", nennt Martha Sebök, Vizerektorin für Personalwesen und Frauenförderung, die Zielsetzungen des Programms, das im Herbst 2000 erstmals an einer österreichischen Universität ins Leben gerufen wurde. Finanziert wird es erneut durch Drittmittel des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur. 40 Mentees aus acht Fakultäten Die 18 Dissertantinnen, zwölf Postdoktorandinnen und zehn Habilitandinnen verteilen sich wie folgt auf acht der 15 Fakultäten der Universität Wien: die Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät ist mit acht Frauen am stärksten vertreten, gefolgt von der Fakultät für Lebenswissenschaften und der Fakultät für Sozialwissenschaften mit je sieben Wissenschafterinnen. Von der Rechtswissenschaftlichen Fakultät und der Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft nehmen je sechs Frauen teil, aus der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften kommen drei Frauen, zwei forschen an der Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät und eine Wissenschafterin ist an der Fakultät für Chemie tätig. Zum Zustandekommen der Auswahl erklärt Koordinatorin Mag. Herta Nöbauer vom Referat Frauenförderung und Gleichstellung: "Wichtig war uns eine Streuung in der Repräsentation von Dissertantinnen, Postdocs und Habilitandinnen einerseits und von jeweiligen institutionellen Verortungen ? Assistentin, Projektmitarbeiterin, Stipendiatin, Externe Lektorin ? andererseits." Berücksichtigt wurden Forscherinnen in "Schwellensituationen" (Abschluss der einen Qualifizierungsstufe und vor Beginn der nächsten Stufe) und die sinnvolle inhaltliche Nähe für das Zustandekommen einer fächerübergreifenden Gruppe, inter- und transdisziplinäre Erfahrungen spielten ebenfalls eine wesentliche Rolle, ergänzt Koordinatorin Mag. Waltraud Schlögl. Erstmals konnten sich die Nachwuchswissenschafterinnen auch als Gruppe bewerben, zum Beispiel mit einem gemeinsamen Forschungsprojekt. "Bei den ausgewählten Mentees sind vier Gruppen-Bewerbungen inkludiert", berichtet Nöbauer. "Interessant ist, dass sich ausschließlich 'Interne' als Gruppe beworben haben, was durchaus bekannte Schlussfolgerungen über die Vereinzelung von 'Externen', allen voran in den Sozial- und Kulturwissenschaften, spiegelt." MentorInnen Nachdem das Wiener-Mentoring-Modell auf fächerübergreifendem Gruppenmentoring und nicht auf traditionellem Paarmentoring aufbaut, war eine zentrale Voraussetzung für das Zustandekommen einer Gruppe letztlich auch die Bereitschaft einer/eines geeigneten Mentorin/Mentors, eine solche zu 'übernehmen'. Dazu haben sich neun renommierte WissenschafterInnen der Universität Wien bereit erklärt: o. Prof. Dr. Mitchell Ash (Institut für Geschichte), ao. Univ.-Prof. Mag. Dr. Gerhard Ecker (Department für Medizinische/ Pharmazeutische Chemie), Univ.-Prof. Dr. Heinz Fassmann (Institut für Geographie und Regionalforschung), ao. Univ.-Prof. Dr. Gabriele Kucsko-Stadlmayer (Institut für Staats- und Verwaltungsrecht), o. Prof. ao. Univ.-Prof. Dr. Ilse Kryspin-Exner, ao. Univ.-Prof. Dr. Klara Löffler, M.A. (Institut für Europäische Ethnologie), ao. Univ.-Prof. Mag. Dr. Marion Rauner (Institut für Betriebswirtschaftslehre), Univ.-Prof. Dr. Rudolf Richter (Institut für Soziologie), ao. Univ.-Prof. Mag. Dr. Claudia Valenta (Department für Pharmazeutische Technologie und Biopharmazie) und ao. Univ.-Prof. DDr. Werner Zips (Institut für Kultur- und Sozialanthropologie). Das erste offizielle Treffen zwischen MentorIn und den vier Mentees in der Kleingruppe, die der Netzwerkbildung und dem informellen Wissens- und Informationsaustausch dient, findet im März statt, erzählt Waltraud Schlögl. Bis Dezember 2006 stehen den Mentees neben den Treffen mit ihrem Mentor/ihrer Mentorin eine Reihe von Coaching-Module und Seminaren zur Forcierung ihrer wissenschaftlichen Karriere zur Verfügung. (mh)  

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