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Institut für Kultur- und Sozialanthropologieder Fakultät für Sozialwissenschaften CREOLE (Cultural Differences and Transnational Processes), Joint-Master Programm der Kultur- und Sozialanthropologie Artikel "CREOLE - Joint-Master-Programm für AnthropologInnen" (21. Februar 2006)
CREOLE für den "European Award for Lifelong Learning" nominiert
Studium/Lehre, Auszeichnungen
Daniela Hermetinger (Redaktion) am 25. Februar 2010

Vor drei Jahren startete das Joint-Master Programm CREOLE "Cultural Differences and Transnational Processes". Der Vorstand des Instituts für Kultur- und Sozialanthropologie, Thomas Fillitz, koordiniert das EU-geförderte Programm, das gemeinsam mit fünf Partneruniversitäten entwickelt wurde. CREOLE wurde kürzlich für den "European Award for Lifelong Learning" nominiert.

Im Rahmen des Programms "Lebenslanges Lernen" (LLP) prämiert die Europäische Kommission seit 2007 Best-Practice-Modelle, die in den Bereichen Bildung und Ausbildung anzusiedeln sind. Dieses Jahr steht das Thema der sozialen Inklusion im Mittelpunkt. Fünf erfolgreiche Projekte werden in einer Broschüre vorgestellt und sind gleichzeitig für den "European Award for Lifelong Learning" nominiert.

Eines davon ist CREOLE, ein Master-Programm der Kultur- und Sozialanthropologie, das mit einem "Joint Degree" abschließt - einem akademischen Grad, der von mindestens zwei Universitäten für die erfolgreiche Absolvierung eines gemeinsam entwickelten, angebotenen und anerkannten Studienprogramms verliehen wird.

Die Verleihung des Preises wird Mitte Mai im Zuge der LLP-Konferenz in Barcelona stattfinden. "Für mich ist das schon ein bisschen wie eine Oscar-Nominierung", lacht Thomas Fillitz und berichtet vom organisatorischen Aufwand, der mit der Implementierung eines solchen Programmes verbunden ist.

Von der kulturellen Differenz zur Identitätsbildung

In Wien, Barcelona, Ljubljana, Lyon, Maynooth (Irland) und Stockholm beschäftigen sich Studierende mit den inhaltlichen Schwerpunkten  "Kulturelle Differenz", "Transnationale Prozesse" und "Neue Formen von Identität". Dabei spielen Themen wie Dynamiken der Identitätsbildung, Migrationsprozesse sowie materielle Kultur und Massenkonsum eine Rolle. Von Thomas Fillitz betreute StudentInnen widmen sich unter anderem der kurdischen Minderheit in Stockholm und dem Themengebiet Möbel/Wohnen in Österreich.

CREOLE ermöglicht die Mobilität der Studierenden, die im Zuge des Programms ein Jahr lang an einer der Partneruniversitäten studieren. Sie werden dazu motiviert, sich im Rahmen ihrer  Masterarbeiten mit den Besonderheiten der Orte auseinanderzusetzen, um so zu einem besseren Verständnis der Kultur des jeweiligen Landes beizutragen.

Chance für JungwissenschafterInnen

Das internationale Programm liefert JungwissenschafterInnen einen Startvorteil in die Zukunft: "Wenn man eine wissenschaftliche Karriere einschlagen möchte, hat man bei CREOLE auf Grund der internationalen Vernetzung, des Kennenlernens anderer KollegInnen und der pluralistischen, aber auch sehr konzentrierten Ausbildung Vorteile, die man mit einem lokalen Studium oder einem normalen ERASMUS-/Sokrates-Programm nicht hat", ist Thomas Fillitz überzeugt. "Wir wollen ForscherInnen frühzeitig fördern." (dh)


Ao. Univ.-Prof. Dr. Thomas Fillitz ist Vorstand des Instituts für Kultur- und Sozialanthropologie.

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