Archiv der Online-Zeitung der Universität Wien
Denkarbeit - Karriere mit Philosophie-Studium |
| Köpfe & Karriere |
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| Gastbeitrag von Judith Jennewein am 30. Oktober 2009 |
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"Was willst du später damit machen?", ist eine Frage, die der Großteil der Philosophie-Studierenden nur allzu gut kennt. Die Philosophie ist zwar seit Jahrhunderten in der akademischen Tradition verankert, das Studium gilt aber weithin als wenig karrierefördernd. Ist es das? Judith Jennewein porträtiert in der ersten Ausgabe des neuen Alumni-Magazins univie beruflich erfolgreiche Philosophie-AbsolventInnen der Universität Wien. |
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Der Sinnstifter: Eugen Maria Schulak
"Meine Eltern haben befürchtet, mich ein Leben lang ernähren zu müssen", schmunzelt Eugen Maria Schulak. Denn nach zwei Semestern Biologie inskribiert Schulak mit 21 "aus Interesse" Philosophie. Hauptberuflich arbeitet er damals als Komponist von Werbejingles und besitzt ein eigenes Tonstudio. Doch mit der Zeit wird es unbefriedigend, "Gebrauchsware zu produzieren, die weggeworfen wird". Also verkauft Schulak sein Tonstudio und schreibt seine Dissertation über die Motive für philosophisches Denken. Danach ist er über 30 und weiß nicht, wovon er leben soll.
1998 schließlich gründet er in Wien seine "Philosophische Praxis", eine der ersten in Österreich. "Der Anfang war hart", meint Schulak im Rückblick, doch die Unterstützung von JournalistInnen und ehemaligen Professoren hat vieles einfacher gemacht. Auch seine Erfahrung mit der Selbstständigkeit war hilfreich: "Ich wusste, wie man KundInnen akquiriert." Heute ist seine Klientel vielfältig: Neben Einzelpersonen auf der Suche nach dem "guten Leben" und richtigen Entscheidungen ist der Großteil von Schulaks KundInnen in der Wirtschaft verortet – der 46-Jährige ist ein Unternehmensberater der etwas anderen Art.
Die Liste seiner Aktivitäten ist lang. Sein wohl bekanntestes Projekt ist die "Siemens Academy of Life", die Schulak gemeinsam mit anderen ins Leben gerufen hat und deren "Department für Philosophie" er bis heute leitet. Der praktische Philosoph, der "nie dachte, von der Philosophie leben zu müssen", tut das heute gern und erfolgreich. Und seine Eltern sind auch erleichtert.
Lesen Sie den kompletten Artikel als PDF oder auf der univie-Website des Alumniverbandes der Universität Wien. |