![]() Peter Wiesinger: Seit 1972 Ordentlicher Professor für Deutsche Sprache und Altere deutsche Literatur an der Universität Wien. Zweiter Internationaler Kongress für Dialektologie des Deutschen: "Dialektgeographie der Zukunft" 20. bis 23. September 2006, Hauptgebäude Universität Wien Institut für Germanistik, Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät Internationale Gesellschaft für Dialektologie des Deutschen (IGDD) |
Dialektologie-Kongress und Emeritierung Peter Wiesinger |
| Emeritierung & Pensionierung, Veranstaltungen |
| Michaela Hafner (Redaktion) am 20. September 2006 |
Von 20. bis 23. September 2006 findet an der Universität Wien der 2. Internationale Kongress für Dialektologie des Deutschen statt. Das Thema der Tagung, bei der rund 160 ForscherInnen erwartet werden, ist die "Dialektgeographie der Zukunft". Im Rahmen des Kongresses findet eine Festveranstaltung anlässlich der Emeritierung des Germanisten Peter Wiesinger statt. |
Veranstaltet wird der der 2. Internationale Kongress für Dialektologie des Deutschen unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. Peter Wiesinger von der Internationalen Gesellschaft für Dialektologie des Deutschen (IGDD), dem Institut für Germanistik der Universität Wien und dem Arbeitskreis Wiener Altgermanistik (AWA).
Die Tagung steht unter dem Motto "Dialektgeographie der Zukunft". "Dieses Thema wurde gewählt, weil in den letzten 15 Jahren im oberdeutschen Raum eine Reihe moderner Dialektatlanten entstanden, deren kartographische Ergebnisse nun in einer größeren Zahl von Einzelbänden nach und nach publiziert werden", sagt Peter Wiesinger, Experte für Dialektologie am Institut für Germanistik. "Obwohl dabei durchwegs ältere orts- und dialektfeste Gewährspersonen herangezogen wurden, zeigen sich im Vergleich zur Dialektaufnahme des Deutschen Sprachatlasses von 1880 bis 1888 Konstanzen und Innovationen. Mit Hilfe dieser neuen Materialien sind auch neue Forschungsansätze zu erwarten, diese sollen nun zur Diskussion gestellt werden", so Wiesinger weiter.
Gesellschaft für Dialektologie des Deutschen
Diskutiert wird im Rahmen von elf Sektionen, die bei der Gründung der Internationalen Gesellschaft für Dialektologie des Deutschen (IGDD) 1998 in Göttingen eingerichtet wurden. Darunter finden sich die Bereiche Dialektlexikographie, Dialektsoziologie, Sprachinselforschung oder Neue Medien. Ziel der IGDD ist einerseits die Förderung der Erforschung der deutschen Dialekte in ihrer geographischen Gliederung, ihrer Struktur, ihrer gesellschaftlichen Stellung, ihrer Beziehungen im Gefüge der gesprochenen Sprache, ihrer Kontakte zu fremden Nachbarsprachen und in ihrer geschichtlichen Entwicklung und andererseits die Förderung ihrer Verankerung im akademischen Lehrbetrieb. Auch das Niederländische als dem Deutschen eng verwandte Sprache wird von der IGDD berücksichtigt.
Dialektforscher Peter Wiesinger
Im Rahmen des Kongresses findet eine Festveranstaltung anlässlich der Emeritierung von Peter Wiesinger statt. |

