Die PreisträgerInnen der Stadt Wien für das Jahr 2009 stehen fest: Insgesamt zwölf herausragenden VertreterInnen der Bereiche Architektur, Bildende Kunst, Literatur, Musik, Publizistik, Volksbildung und Wissenschaften wird das Preisgeld - jeweils 8.000 Euro - im Herbst im Rahmen eines Galaabends von Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny überreicht. Drei der Preise erhielten ProfessorInnen der Universität Wien. |
Die Preise der Stadt Wien werden alljährlich an BewerberInnen vergeben, deren Lebenswerk "die Bedeutung Wiens und Österreichs als Pflegestätten der Kunst, Wissenschaft und Volksbildung hervorhebt". Über die Auszeichnung entscheidet der Bürgermeister der Stadt Wien aufgrund der Vorschläge einer unabhängigen Fachjury. Heuer haben insgesamt zwölf Einreichungen den Zuschlag erhalten, drei davon stammen von VertreterInnen der Universität Wien:
Herta Nagl-Docekal
Den Preis im Bereich "Geistes- und Sozialwissenschaften" erhielt Herta Nagl-Docekal für ihr Lebenswerk im Bereich Philosophie. Die Professorin und Frauenbeauftragte am Institut für Philosophie ist wirkliches Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit Feministischer Philosophie, Geschichtsphilosophie, Praktischer Philosophie und Rechtsphilosophie. Sie war Gastprofessorin an den Universitäten Utrecht, Frankfurt am Main, Konstanz und Innsbruck sowie an der Freien Universität Berlin und ist Mitherausgeberin der Deutschen Zeitschrift für Philosophie (Berlin) und der Buchreihe "Wiener Reihe. Themen der Philosophie" (Wien-München-Berlin).
Alexander von Gabain
Mit dem Preis für "Natur- und Technische Wissenschaften" wurde Alexander von Gabain vom Department für Mikrobiologie, Immunbiologie und Genetik ausgezeichnet. Er forscht zu den Themen Gen-Expression von Mikroben, molekulare Interaktionen zwischen Wirt und Parasit und molekulare Immunologie. Seine Forschungsergebnisse, die in über hundert Fachzeitschriften erschienen, wurden u.a. auch in Lehrbüchern über bakterielle Physiologie veröffentlicht. Alexander von Gabain ist Mitgründer der Intercell AG und adjungierter Professor am Karolinska Institutet in Schweden.
Karl Heinz Gruber
Karl Heinz Gruber vom Institut für Bildungswissenschaft bekam die Auszeichnung der Stadt Wien im Bereich Volksbildung zugesprochen. Er ist ein Wegbereiter der vergleichenden Erziehungswissenschaft in Österreich und hat mehrjährige Forschungsaufenhalte an der Universität Oxford, England, sowie in den USA (Harvard, Minnesota) und in Japan (Kyoto und Hiroshima) hinter sich. Einer seiner Forschungsschwerpunkte ist die Schulsystementwicklung in Westeuropa und in Japan. Karl Heinz Gruber war von 1989 bis 1995 Mitglied des "Governing Board des Center for Educational Research and Innovation" (CERI) der OECD in Paris und von 1991 bis 1993 dessen Chairman. Heute ist der pensionierte Professor für Vergleichende Erziehungswissenschaft u.a. auch als Berater für die OECD und die UNESCO tätig.
Weitere Preise und Preisverleihung
Weitere neun Preise wurden in den Bereichen Medizinische Wissenschaften (Astrid Kafka), Musik (Matthias Rüegg), Literatur (Peter Henisch), Publizistik (Klaus Nüchtern), Bildende Kunst (Lore Heuermann, Anna Jermolaewa, Mathias Poledna und Esther Stocker) sowie Architektur (Fasch & Fuchs) vergeben. Die mit jeweils 8.000 Euro dotierten Auszeichnungen werden im Herbst 2009 im Rahmen eines Galaabends feierlich durch Andreas Mailath-Pokorny, Kulturstadtrat der Stadt Wien, überreicht. (br) |